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Washington (queer.de) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee verteidigte eine vor 15 Jahren gefällte Aussage, in der er die Internierung von HIV-Positiven forderte. Das sei unter den Umständen dieser Zeit die logische Antwort auf eine Notlage gewesen, so Huckabee.

1992 hatte er als Senatskandidat der Nachrichtenagentur AP gesagt, dass die Bundesregierung "alles dafür tun müssen, die Träger dieser Seuche zu isolieren". "Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass wir die Träger einer Seuche nicht von der Bevölkerung isolieren. Statt das als Frage der Gesundheitspolitik anzusehen, betrachten wir es fälschlicherweise unter dem Gesichtspunkt von Bürgerrechten", erklärte Huckabee damals. Er sagte auch, dass er Homosexualität als "anomalen, unnatürlichen und sündigen Lebensstil" betrachte.

"Ich glaube, meine Aussage damals war richtig", sagte er nun in einem Interview mit dem Nachrichtensender "Fox News Channel". Er erinnerte an den Fall eines Zahnarztes, der 1991 einen Patienten infiziert hatte. Nach dem damaligen Wissenstand sei die Gefahr einer Infektion sehr hoch gewesen. Er sagte aber auch, dass er damals nicht vorgehabt habe, alle HIV-Positiven ins Gefängnis zu stecken – ging jedoch nicht genauer auf seine Pläne ein.

In Deutschland hatte der CSU-Politiker Peter Gauweiler 1986 ähnliche Schritte wie Huckabee gefordert.

Der 52-jährige Mike Huckabee war von 1996 bis 2007 Gouverneur des Staates Arkansas. Er gilt als Hoffnungsträger der Konservativen und ist neuesten Umfragen zufolge bereits auf Platz zwei unter den republikanischen Kandidaten – hinter dem Favoriten Rudy Giuliani. Der Baptistenpfarrer gilt als Gegner der Evolutionstheorie und der Abtreibung. Eines seiner ambitoniertesten Projekte ist die Abschaffung der Einkommenssteuer, die durch eine nationale Mehrwertsteuer ersetzt werden soll ("Fair Tax").

Er gilt nach wie vor als erbitterter Homo-Gegner. So sagte er vor kurzem dem Magazin "GQ": "Es gibt keine Zivilisation, die die Ehe umdefiniert und überlebt hat." (dk)



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11 Kommentare

#1 carstenAnonym
#2 FloAnonym
  • 10.12.2007, 14:25h
  • Dumme Menschen wird es halt immer geben!

    Peinlich ist nur, dass dumme Menschen ihre Dummheit immer so laut rausschreien müssen.

    Und gefährlich wird es, wenn dumme Menschen dann auch noch Macht haben.
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#3 FredAnonym
#4 Ulli_2mecsProfil
  • 10.12.2007, 15:56hHamburg
  • soweit ich mich an berichte in der us-presse erinnere soll er diese aussagen sogar bis 2001 widerholt haben ...
    das mit der norvir-folter ... lach ... keine schlechte idee ... die wär auch manchem pharmavertreter zu wünschen ...

    www.ondamaris.de/
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#5 LukeAnonym
  • 10.12.2007, 18:04h
  • "Er gilt nach wie vor als erbitterter Homo-Gegner. So sagte er vor kurzem dem Magazin "GQ": "Es gibt keine Zivilisation, die die Ehe umdefiniert und überlebt hat."

    Aber sicher doch! Es gibt sogar Völker, die den Begriff der "Ehe" nicht definieren, weil sie ihn gar nicht kennen. Der sollte mal öfter Phönix gucken, da laufen immer so tolle Dokus. Aber was sag ich denn da? Die Amis interessieren sich nur für sich. Und die Sache mit dem Einsperren von Menschen kennen sie nun nicht erst seit Guantanamo. Da kommt man unter Umständen auch hin, wenn man unschuldig ist und muss dann 5 Jahre ohne Prozess einsitzen. Wir vergessen auch nicht die Lager für japanisch stämmige Amerikaner, die während des Zweiten Weltkrieges interniert wurden. Tja also, was Lager betrifft haben die Amis schon eine gewisse Erfahrung. Warum sollte man HIV Positive da ausschließen?

    Ach jetzt fällt es mir ein, weil es Menschen verachtend und gegen jedes Völkerrecht ist? Oh Moment, stimmt ja, das gilt ja nicht für die Amis!!! Schade eigentlich!
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#6 HandoAnonym
  • 11.12.2007, 08:22h
  • Und wieder ein Vertreter der Baptisten!

    Man kann nicht oft genug vor dieser Wiedertäufer-Sekte warnen, die auch in Deutschland vertreten ist und sich hier auch "Evangelisch-Freikirchliche-Gemeide" nennt!
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#7 anti Rot-GrünAnonym
  • 11.12.2007, 15:28h
  • Schön Luke das du den Artikel dafür missbrauchst um gegen Amerika zu hetzten. Wenn du dir das richtig durch gelesen hättest, hättest du gesehen das ein CSU Mann genau dasselbe gefordert hatte.
    Aber Ich muss dich sicher nicht daran erinnern das wir Deutschen da auch nicht ganz unwissend sind im internieren von Unschuldigen in einem Konzentrationslager, oder?
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#8 RabaukeAnonym
  • 11.12.2007, 16:49h
  • Keine Sorge! Ich verstehe echt die Aufregung hier nicht? Die Zeit arbeitet, langsam....aber sie arbeitet. Irgendwie werde ich bei diesem "Guru" den Gedanken nicht los, daß ein Officer diesen Hassprediger auf´m Klo, an einem Flughafen aufgabeln wird. Mit uns aller bekannen "Senatorin Craig(ery)" war es ja genauso.
    Ich schmeiß mich wech *g*
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#9 LukeAnonym
  • 11.12.2007, 17:39h
  • @ anti Rot-Grün

    Ich kenne die verbalen Auswüchse des Herrn Gauweiler sehr wohl. Das macht die Sprüche dieses Herrn nicht besser. Du willst mir was über Lager erzählen? Vergiss es! Ich weiß, dass die ersten KZ von Russen gebaut wurden und zwar schon in den 20ger Jahren. Das erste KZ in Deutschland wurde im Mai 1933 seinem Zweck zugeführt. Die Amerikaner haben während und nach dem Zweiten Weltkrieg dieses Modell nicht nur übernommen, sondern auch die Foltermethoden, die während des Dritten Reiches entwickelt und perfektioniert wurden. Dazu gibt es sogar eine Doku mit dem passenden Titel 'Folterexperten' (lief am 10.12.07 auf 3sat um 20.15 Uhr, bevor mal wieder jemand nach Quellen schreit). In Guantanamo und Abu Graib werden solche Methoden bis heute angewendet, gegen jedes Völkerrecht. Dazu gab es nicht nur die passenden Fotobeweise und Videoaufnahmen, sondern auch die Verurteilung der Offizierin English, ich darf erinnern. Tote und Schwerverletzte werden übrigens gern in Kauf genommen. So what? Entschuldige, wenn ich da kein Hohelied auf die Amerikaner singen möchte. Ja ich weiß, die bösen Islamisten machen das auch. Aber die Amis wollen besser sein, als alle Völker dieser Erde, vor allem besser als die folternden, mordenden und in Lager sperrenden Diktaturen. Tja hat wohl nicht ganz geklappt.

    Ja, ich habe was gegen die Selbstherrlichkeit, mit der auch dieser Mann sich hinstellt und seine Thesen von damals verteidigt und leider scheint das in den letzten Jahren eine amerikanische Tugend geworden zu sein. Herr Gauweiler ist mittlerweile zurückgerudert und zwar fast die gesamte Isar hoch. Von diesem Amerikaner ist das wohl nicht zu erwarten.
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#10 hwAnonym
  • 11.12.2007, 18:08h
  • @ anti Rot-Grün

    schön, dass amerikanische bürger nicht schlafen:

    www.soaw.org/type.php?type=8

    de.wikipedia.org/wiki/Western_Hemisphere_Institute_for_Secur
    ity_Cooperation


    lange tradition:
    " Spuren führen zur US-amerikanischen Militärschule School of Americas nach Fort Benning/Georgia. Nach 1998 vorgelegten Angaben der US-Kongreßabgeordneten Kennedy und Torres sind 124 der 247 wegen Menschenrechtsverletzungen belasteten kolumbianischen Offiziere auf der School of Americas trainiert worden. Tatsächlich werden in den spanischsprachigen Feldhandbüchern, mit denen die US-Army lateinamerikanische Offiziere ausgebildet hat, Anweisungen gegeben, wie bei Geheimdienstaktivitäten mit "Einschüchterung, Kopfgeldern für getötete Feinde, Schlägen, willkürlichen Verhaftungen, Exekutionen und einem Wahrheitsserum" gearbeitet werden könne (Untersuchungskommission des US-Verteidigungsministeriums; zit. nach Washington Post, 29.9.1996)....Obwohl es in der internationalen Berichterstattung oft den Anschein hat, Gewalt sei so etwas wie "eine soziokulturelle Eigenheit" des Landes, gibt es eine starke internationale Komponente bei der Situation in Kolumbien. Ausländische Militärberater spielten beim Aufbau der paramilitärischen Gruppen von Anfang an eine Schlüsselrolle. So holte der Verband der Bananenunternehmer UNIBAN 1986 - 87 eine Gruppe Ausbilder um den israelischen Söldner Yair Klein ins Land. Der ehemalige Geheimdienstagent, der 1988 auch die nicaraguanische Contra trainiert hatte (und nach Angaben der Tageszeitung El Espectador zehn Jahre später beim Sturm auf die Hauptstadt von Sierra Leone in Westafrika als Militärberater wieder auftauchte) war von Ytzhak Maerot Shoshani, dem Vertreter einer israelischen Rüstungsfirma beim kolumbianischen Verteidigungsministerium, an UNIBAN vermittelt worden. "

    www.akweb.de/ak_s/ak429/02.htm
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