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Der Chef des Schmuddel-Imperiums greift Rudy Giuliani an, weil dieser als New Yorker Bürgermeister in einer Schwulen-WG lebte.

Von Dennis Klein

Larry Flynt ist kein Schwulenhasser. Zeit seines Lebens hat sich der Demokrat für gleiche Rechte eingesetzt – und liebte es, Heuchler zu bekämpfen, die schwulenfeindliche Gesetze erlassen und sich dann an Orten wie Flughafentoiletten sexuell befriedigen lassen. Erst vor wenigen Monaten bot er eine Belohnung von einer Millionen Dollar für Hinweise auf unmoralisches Doppelleben konservativer Abgeordneter (queer.de berichtete).

Flynt: Schwule heulen die ganze Zeit

Doch privat scheint der Herausgeber des "Hustler" mit Schwulen nicht warm zu werden. Und er versteht nicht, warum der republikanische Präsidentschaftskandidat Rudy Guiliani – den er wie die anderen Republikaner nicht ausstehen kann – mal vorübergehend in einer Schwulen-WG einzog, nachdem er sich Ende 2000 von seiner Frau getrennt hatte und gegen Prostata-Krebs kämpfte. Flynt fragt nun: "Als Bürgermeister von New York, würden Sie in einer Wohnung mit drei Schwulen leben wollen. Ich bin nicht schwul. Ich hasse Schwule nicht. Aber ich würde sicher nicht mit ihnen zusammenwohnen", so der 65-Jährige. "Die zicken rum und heulen die ganze Zeit. Und das stört Giuliani nicht."

Des weiteren kritisiert der Porno-König, dass Giuliani nicht dauernd seine Männlichkeit zur Schau stellt, wie es unter Italo-Amerikanern üblich ist: "Es stört ihn nicht, ein Kleid bei ‚Saturday Night Live’ anzuziehen", beschwert sich Flynt. Er bezieht sich damit auf einen zehn Jahre alten Sketch aus der erfolgreichen NBC-Comedy-Sendung, bei der der Bürgermeister recht überzeugend als Transe auftrat - später war er noch zwei Mal öffentlich im Fummel zu bewundern. Das Urteil für Flynt ist daher klar: "Ich vertraue ihm nicht. Ich denke aus diesen Gründen nicht, dass er eine Chance bei der Präsidentschaftswahl hat".

Giuliani '07: Schwule Taten sind Sünde

Giuliani selbst galt in Homo-Fragen stets als äußerst liberal. Gleich nachdem er gewählt wurde, erkannte er in New York City Homo-Beziehungen an, was u.a. Vorteile bei der Krankenversicherung brachte. Seine demokratischen Vorgänger haben diesen Schritt stets abgelehnt. Die Anerkennung war in der offenen Metropole mit dem großen schwulen Bevölkerungsanteil populär. Allerdings änderte Giuliani seine Tonlage kürzlich als Präsidentschaftskandidat, um auch in hinterwäldlerischen Dörfern etwa in Iowa und South Carolina wählbar zu bleiben. "Meine moralischen Ansichten kommen von der katholischen Kirche", sagte er kürzlich bei einer Wahlkampfveranstaltung. Homosexualität sei daher wie Heterosexualität keine Sünde per se, argumentiert der 63-Jährige. "Es sind die verschiedenen Taten, die Menschen tun, die sündhaft sind. Die sexuelle Ausrichtung ist es nicht." Sprich: Homos sind okay, solange sie keinen Sex haben.

Kaum jemand versteht, warum Flynt nicht auf diese Heuchelei eingeht, sondern Giuliani mit Kritik eindeckt, die man eher aus dem evangelikalen Lager vermutet. Die Schwulen, die den Bürgermeister damals bei sich aufnahmen, wussten übrigens nur Gutes über den OB zu berichten. "Er war ein guter Mitbewohner. Er hat immer sein Bett gemacht", erinnerte sich Howard Koeppel in einem Interview aus dem Jahre 2001.

21. Dezember 2007



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#1 hwAnonym
  • 21.12.2007, 14:48h
  • ...ach, dann steht giuliani ja in einem ganz liberalen
    lichte dar....
    ...und dazu auch noch opfer...
    na, dann können seine pläne als präsident auch mal
    ein paar tausend iraner zu töten, sooo schlecht ja nicht sein...

    kann man flynt-angriffe mieten ?
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#2 WolfgangAnonym
  • 21.12.2007, 17:19h
  • Ich glaube nicht, dass wir das verstehen. Dafür sind wir einfach zu weit von dieser Kultur entfernt. Es wäre nicht das erste Mal, dass Flynt auf eine solche Seite wechselt um dann in Endeffekt scharfe Kritik zu üben... Nicht nur bei diesem Thema, sondern auch bei anderen Themen...
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#3 HampiAnonym
  • 22.12.2007, 14:48h
  • was heisst schon "hinterwäldlerisch"...? Offenbar klaffen einfach die Lebensansichten in Iowa und in New York extrem stark auseinander, etwa so wie zwischen Zürich und dem kleinen Schweizer Dorf wo ich herkomme. Das ist auch gut so. Genauso ein Irrsinn ist es doch,als einziger Hetero-Mann in einer rein schwulen WG zu wohnen und zu überleben wollen, es kommt ja auch keinem Homo in den Sinn, Mitglied in einem Familienclub zu werden, wo Familien mit Kindern am Wochenende gemeinsam was unternehmen.
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#4 DavidAnonym
  • 22.12.2007, 15:29h
  • "es kommt ja auch keinem Homo in den Sinn, Mitglied in einem Familienclub zu werden, wo Familien mit Kindern am Wochenende gemeinsam was unternehmen."

    Nö, Homos SIND bereits "Mitglieder in einem Familienclub" seit Geburt und brauchen es deshalb erst nicht zu "werden".
    dumm, dümmer, ganz dämlich... HAMPI!!!!!

    *Hüstel* seit wann haben Schwule und Lesben keine Verwandte?

    Scheisse, jetzt muss ich mir überlegen, was wir an Weihnachten machen.
    Da wollten wir eigentlich zu unseren Verwandten um mit ihren Kindern was zu unternehmen. Aber sowas machen Homos, ja nicht, nicht war, Hampi?
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#5 LukeAnonym
  • 22.12.2007, 20:56h
  • @ David

    Komm Hampi bloss nicht mit Logik. Das habe ich auch schon versucht. Was er wohl sagen würde, wenn er mich mit meiner Tochter sähe? Aber so was tut er wahrscheinlich als 'Ausnahme' ab. Und wenn ich jetzt noch sage, dass sie bei mir lebt, dann hau ich ihn wahrscheinlich ganz aus der Bahn. Weihnachten verbringen wir übrigens mit insgesamt 18 Familienmitgliedern, darunter meine Eltern und einige Onkel und Tanten.

    Vielleicht sollte man Larry Flynt nicht ganz so ernst nehmen. Er meint wohl eher, dass die Republikaner das eine sagen und gern etwas ganz anderes tun. Irgendwo hat er doch Recht, oder?
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