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London (queer.de) - Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair ist zum Katholizismus übergetreten. Das bestätigte sein Sprecher am Samstag. Er hat demnach am Freitag in einer Privatzeremonie in London die Kommunion empfangen.

Blair galt in Homo-Fragen stets als äußerst liberal. So hatte er gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche 2005 Eingetragene Partnerschaften eingeführt, die anders als in Deutschland gleiche Rechte und Pflichten wie bei Eheleuten beinhalten (queer.de berichtete). Zudem hat er Margaret Thatchers "Clause 28" abgeschafft, der es Lehrern untersagte, in der Schule über Homosexualität zu sprechen. Außerdem führte seine Regierung ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz ein.

Der Labour-Politiker war bislang Mitglied in der anglikanischen Staatskirche, wie sämtliche anderen Premierminister vor ihm. Seine Familie ist allerdings katholisch. Der oberste katholische Kardinal Cormac Murphy O'Connor begrüßte den Schritt enthusiastisch – obwohl er Anfang des Jahres Blairs Antidiskriminierungsgesetz als Ende der Demokratie bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Konservative katholische Theologen weisen allerdings darauf hin, dass Blair mit seinen liberalen Homo-Einstellungen sowie seiner Unterstützung für Abtreibung und Stammzellenforschung kein guter Katholik sein könne.

Tony Blair war von 1997 bis 2007 britischer Regierungschef. Trotz des Debakels im Irak gilt er als erfolgreichster Labour-Premierminister aller Zeiten. Derzeit ist er britischer Sonderbeauftragter des Nahost-Quartetts. (dk)



11 Kommentare

#2 käthe klärschlammAnonym
#3 BesserwisserAnonym
  • 23.12.2007, 21:25h
  • Es ist relativ leicht "erfolgreichster Labour-Premier aller Zeiten" zu sein, da die Zahl der Labour-Premiers überaus übersichtlich ist. Nicht nur in der Außenpolitik hat diese ...... einen Scherbenhaufen hinterlassen, den ihr Nachfolger jetzt ebenso verzweifelt wie erfolglos versucht, halbwegs zu beseitigen. Höchstwahrscheinlich wird Labour die nächsten Wahlen desaströs verlieren - und zwar nicht wegen der Stärke der Opposition, sondern wegen der Politik Blairs, dessen Irak-Abenteuer nicht zuletzt darauf beruhte, daß er sich in historischer, womöglich gar göttlicher Mission wähnte - ganz wie sein Busenfreund Bush. Ich freue mich für die katholische Kirche: Einen wie Blair, dessen Übertritt seit langem erwartet wurde, hat sie wirklich verdient.
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#4 LukeAnonym
  • 23.12.2007, 23:06h
  • Genau das hat der Welt gefehlt, noch so ein Scheinheiliger. Jetzt, wo er zusammen mit Bush vielen jungen Soldaten und Soldatinnen eine Eintrittskarte fürs Paradies besorgt hat, will er wohl auch selbst in den Genuss kommen. Mit einem Papst im Rücken scheint das besser zu gehen, als mit der Queen. Vielleicht will er aber auch endlich den Islamisten in Afghanistan und im Irak Recht geben, die, wenn sie von uns sprechen, gern noch den Begriff 'Kreuzfahrer' benutzen und die waren nun mal katholisch. Die Kreuzfahrer vor 1000 Jahren wollten auch die Botschaft Gottes mit Gewalt in die Welt tragen und Jerusalem von den Ungläubigen befreien. Dabei hinterließen sie Tod, Elend, Vernichtung, verbrannte Erde und zutiefst verletzte Menschen. Uch, ich habe gerade ein Deja-Vu. Andere Gegend, gleiches Ergebnis. Hallelujah Mr. Blair!!!
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#5 Thomas David, KölnAnonym
  • 23.12.2007, 23:14h
  • ... und in China fällt ein Sack Reis um. Mensch lasst den alten Mann doch! Der ist Rentner und hat ausgedient. Soll der glücklich werden mit seiner neuen Religion und in Alter und Würde dahingehn.
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#6 wolfAnonym
  • 23.12.2007, 23:58h
  • merkwürdig ? katholisch erzogen, aber protestantisch aufgewachsen ?
    was soll der scheiss ?????
    wen juckts, was dieser dödel konfessnional in zukunft machen möchte ?
    schlimm nur um seine "ehemaligen" politischen "sichten", wie weit hat er sich von sich selbst entfernt ?
    so ein mann hat über menschenleben entschieden ???
    und nun war allles schneee von gestern ?
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#7 wolfAnonym
#8 hwAnonym
#9 josefAnonym
  • 24.12.2007, 22:21h
  • wahrscheilich ist er zur besinnung gekommen und das schlechte gewissen quält ihn,er hat ja einige in den tod geschickt.jetzt kann er nach rom gehen und der papst erteilt ihm die absulation.damit kann er sich reinwaschen.
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#10 gerdAnonym
  • 26.12.2007, 17:46h
  • Was diese Meldung hier soll, ist mir ein kleines Rätzel...der Übertritt von Blair zu den Katholiken hat doch überhaupt nichts mit homopolitischen Themen zu schaffen.

    Blair tritt über, da seine Frau und Kinder katholisch sind und wahrscheinlich wollen sie gemeinsam als Familie in einer einzigen und nicht in zwei Kirchen zusammensein. Das ist eher ein innerfamiliäre Entscheidung, als das es politische resultiert ist. Wer da jetzt politische Erwägungen "hineindichtet", der "kocht nur sein eigenes Süppchen", um daraus zugunsten/zum Nachteile einer Kirche oder der anderen Kirche Meinungen abzugeben.

    Es ist eine rein innerfamiliäre Entscheidung, damit die Familie als eine Einheit in einer Kirche "beheimatet" ist.
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