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Pflege-Tipps für den Hintern: Mit Rosenwasser macht sogar Rimming mehr Spaß.

Von Carsten Weidemann

Für das männliche Gesicht gibt es mittlerweile jede Menge Cremes gegen schlaffe Haut, Falten, Altersspuren usw. Doch wie hält man als schwuler Mann seinen Hintern in Form?

Grundsätzlich ist es am besten, den Po nicht mit chemischen Produkten überzustrapazieren. Ein wenig Reinigung mit sanfter Seife sowie etwas Hautcreme sind für den täglichen Gebrauch an sich schon ausreichend. Mit der Seife sollte man es dabei nicht übertreiben. Dermatologen raten bei sensibler Haut sogar dazu, bei häufigem Waschen Baby-Seife zu verwenden. Denn diese dürfen dem Gesetz nach bestimmte Duftstoffe, die die empfindliche Haut reizen können, nicht verwenden. Wenn es juckt, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Natürlich ist es bei sexuellen Kontakten schön, wenn der Hintern sauber und ansehnlich ist. Wer über Seife hinaus seinem Po ein gutes Aroma geben will, sollte dabei nicht zu Deodorants oder After Shave greifen – dieses Zeug ist einfach viel zu aggressiv für die empfindliche Haut.

Stattdessen sollte man Rosenwasser verwenden, das in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich ist. Dabei handelt es sich um Blütenwasser der Rose – es fällt bei der Gewinnung von ätherischen Ölen aus Blume der Liebe quasi als Nebenprodukt an. Es enthält Spuren des ätherischen Öls, besteht aber zum größten Teil aus sanft aromatisiertem Wasser. Das extrem hautfreundliche Extrakt ist frei von Alkohol. Es bewirkt eine angenehme Kühlung und ist sogar leicht desinfizierend – das ist immer gut in einer Gegend wie dem Hintern. Normalerweise wird Rosenwasser bei Massagen oder als Gesichtswasser verwendet. Besonders schön: Selbst beim Rimming stört das Wässerchen nicht – es macht die gesamte Angelegenheit nur angenehmer!

Reinigungscreme selbst gemischt

Noch schöner ist es, sich sein eigenes Reinigungsmittelchen für die vier Buchstaben selbst zusammen zu mischen. Dabei kann man auch individuell auf seine eigenen Bedürfnisse eingehen. Ein klassisches Rezept für eine Reinigungscreme hat Jean Pütz für seine WDR-Hobbythek entwickelt:

50 ml Faetensid
10 ml Fluidlecithin Super
1 ml Teebaumöl
0,5 ml Salbeiöl
1 ml Lavendelöl
60 ml lauwarmes Wasser
1 TL Zitronensaftkonzentrat
3-4 ml Rewoderm HT

Sämtliche Zutaten sind in Apotheken oder vielen Drogeriemärkten erhältlich. Facetensid ist ein Tensid auf der Basis von Zitronensäure. Tenside bewirken, dass sich zwei Stoffe mischen, die das eigentlich sonst nicht tun. In diesem Fall sind das Öl und Wasser. Ein Stoff mit dieser Qualität wird als Emulgator bezeichnet. Facetensid ist zudem besonders haut- und schleimhautverträglich. Auch Fluidlecithin Super ist ein solcher Emulgator. Er besteht zur Hälfte aus Cholinlecithin und aus Distelöl. Die anderen aufgeführten Öle geben der ganzen Mischung ein schönes Aroma und sind – mit Ausnahme des Lavendelöls – sehr hautfreundlich. Lavendelöl kann dagegen manchmal leichte Irritationen auf der Schleimhaut auslösen. Wer sehr sensibel reagiert, sollte diesen Stoff weglassen. Manche Menschen reagieren zudem auf gewisse Öle allergisch.

Natürlich kann man aus der Vielzahl ätherischer Öle seinen eigenen Cocktail zusammenstellen. Dabei sollte nur beachtet werden, dass nicht zu viel ätherisches Öl in einer Creme verwendet werden, da das wieder die Haut reizen könnte. Ein paar Milliliter mehr oder weniger in obigem Rezept machen aber nichts aus. Besonders zu empfehlen: ein paar Tröpfchen Kamillenöl – das ist äußerst wohltuend. Am besten kann man den Apotheker seines Vertrauens nach Duftproben fragen – und dann die besten Produkte für den Hintern zusammenmischen. Man hier einfach nach dem "Try and Error"-Prinzip vorgehen.

Schließlich sorgt in diesem Rezept noch das Rewoderm dafür, dass sich die Creme verdickt. Deshalb sollte dieses Tensid auch immer am Schluss untergerührt werden, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Rewoderm wird auf der Basis von Palm- oder Kokosöl hergestellt. Da dieses Mittel eher basisch ist, sollte noch ein wenig Zitronensaftkonzentrat hinzugegeben werden, um den pH-Wert abzusenken.


Die Illustrationen sind dem hervorragenden Bildband "Rear View II" von Steven Vaschon entnommen. Der Fotograf porträtiert seine Modelle am liebsten von hinten. Erschienen ist der Band im Bruno Gmünder Verlag. Er hat 96 Seiten und kostet 26.95 Euro.

28. Dezember 2007



46 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 nickiAnonym
  • 28.12.2007, 12:30h
  • Es ist wohl saure-Gurken-Zeit.

    Schon schwierig, sich was einfallen zu lassen, wenn die Weihnachtsansprachen der Politik auch nicht viel her geben. Demnächst hier bestimmt: Beckenbodengymnastik vortentwickelt - die Arschgymnastik...
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#3 SaschaAnonym
  • 28.12.2007, 15:47h
  • @die Miesmacher #1 und #2:

    Wenn ich mir schon 24 Stunden am Tag die ach so geilen Kosmetik- und Pflegetipps der Hetero-Gesellschaft anschauen muss (Das weibliche Geschlecht ist ja sooo unwiderstehlich), dann bin ich doch sehr dankbar dafür, dass wenigstens hier einmal die Schönheit des männlichen Körpers gewürdigt wird.

    Die Bedeutung des Hinterns für die männliche Sexualität, insbesondere der männliche G-Punkt, wird in dieser Gesellschaft ja sowieso bewusst totgeschwiegen und junge Männer damit von vorneherein eines wesentlichen Teils ihrer (potenziellen) Sexualität beraubt.

    Dass sich dann einige Schwule auch noch darüber aufregen, wenn man sich dieser wichtigen erogenen und zudem sehr erotischen Zone des männlichen Körpers endlich einmal etwas genauer annimmt, ist schon wieder bezeichnend für den schwulen Hang zur Selbstdiskriminierung.

    Ich jedenfalls möchte in unserer "sexy" medialen, heteroaggressiven Welt endlich sehr viel mehr männliche, knackige, kantige, muskulöse Hintern sehen und nicht immer nur wässrig-fettige Rundungen.

    Die Hetero-Gesellschaft weiß schon, warum sie die Geilheit des männlichen Körpers derart konsequent unterminiert - nämlich gerade um zu verhindern, dass einige oder gar recht viele Jungs und Männer vielleicht jenseits der heteronormativen "Ideale" auf sexuelle (Selbst-) Entdeckungsreise gehen könnten...

    @queer.de: Kompliment für diesen gelungenen Beitrag! Bitte sehr viel mehr davon (bildlich und textlich)!
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#4 seb1983
  • 28.12.2007, 18:07h
  • Ach Saschi

    Klar nerven die Titten die einem in jedem zweiten Werbespot entgegen gehalten werden, aber jetzt kommt der Knaller:
    Müssen "wir" Schwule den Heteros jeden Mist nachmachen??

    Das dauernde Gesabber nach Titten, Puffs und Staßenstrich, das sind Sachen wo ich sagen kann: Hab ich als Schwuler nicht nötig, denn ich kann quasi Sex haben fast wann und wo ich will, weniger blöd rumlabern und mir bei m190ern einen von der Palme wedeln sondern einfach ran an die Sache gehn.

    Also nicht immer im Bodensatz der Heteros graben und fordern dass "wir" das auch zu wollen haben.

    Wenn in Köln die "Jungschwulen" rumlaufen und es von überall tönt "boah ey was n geiler Arsch wackel mal damit Süßer" dann hat das mit Emanzipation nicht viel zu tun

    Denn warum müssen Heteros, und es geht hier ja nur um Männer, dauernd nach Titten und Co glotzen: Weil sie nur gucken können aber doch nichts läuft.
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#5 josefAnonym
#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 29.12.2007, 11:20h
  • Es genügt vollkommen, den Arsch vorm Rimmen ordentlich zu waschen und ggf. ne Spülung zu machen. Ein Männerarsch, der nach Rosenöl oder sonstigen Kosmetika duftet ist ja wohl das Letzte!

    Allerdings wundert mich, dass unsere schweizer Bergschwuchtel Hampi noch keine Flatulenz zu diesem Beitrag abgesondert hat. Ob er wohl vom Weihnachtsmann endlich mal nen Kerl geschenkt bekommen hat, der ihn grade in Grund und Boden rammelt? Schliesslich hat der Gute viel nachzuholen.
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#7 SaschaAnonym
  • 29.12.2007, 23:26h
  • @seb1983:

    Offenbar hast du ein Problem mit einem offenen Umgang mit Sexualität und Körperlichkeit - auch und gerade in der medialen Welt, in der wir nun einmal leben!

    DIeses Problem habe ich zum Glück nicht!

    Im Gegenteil: Ich sehe gern knackige, männliche Körper, die sich gern auch berühren dürfen - das hat noch lange nichts mit "billiger" oder "abwertender" Darstellung von Sexualität zu tun, sondern mit einem offenen, gesunden Umgang mit einem menschlichen Grundbedürfnis!

    Und eben deshalb habe ich aber ein Problem damit, dass sexuelle Vielfalt in unserer ach so modernen medialen Welt nach wie vor bewusst ausgegrenzt und ausschließlich heterosexuelle "Ideale" propagiert werden.

    Wäre dies anders, kämen vielleicht sogar einige Jungs und junge Männer, die Samstag Nacht in ganzen Horden in die städtischen Puffs rennen, auf die Idee, dass sie mit ihrem Körper und gegebenenfalls miteinander viel interessantere Dinge anstellen könnten. Sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung beginnt mit einem offenen, unverklemmten Verhältnis zum eigenen Körper und zur sexuellen Vielfalt - eben die Freiheit, sich unbefangen auszuprobieren. Davon sind wir nicht zuletzt dank der ignoranten, heteronormativen Massenmedien seeehr weit entfernt!

    Unsere Gesellschaft wird nun einmal ganz wesentlich von den Massenmedien bestimmt, und wenn wir da nicht um eine sehr viel größere Sichtbarkeit homosexueller Inhalte, d.h. gerade auch der maskulinen Körperlichkeit, kämpfen, wird sich an der einseitigen, heteronormativen Indoktrination weiterhin nichts ändern.
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#8 SailaAnonym
  • 30.12.2007, 23:03h
  • Hallöchen Leute,

    ich bin eine Frau (jetzt bitte nicht verbal steinigen!) und bin zufällig auf diese Seite gestoßen, weil mich interessiert hat, ob Olli Dittrich, den ich einfach nur cool finde, hetero der schwul ist...naja, ist ja auch egal. Auf jeden Fall finde ich die Reinigungsrituale für den männlichen Hintern sehr interessant, wobei es einem auch irgendwie leid tut, dass ein Organ, dass zum Ausscheiden gedacht ist, derart missbraucht wird (Autsch!)
    Ich finde es echt traurig, wie viele Schwule frauenfeindlich sind...ihr seid doch bloß neidisch, weil ihr kein Leben schenken könnt!
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#9 PeterAnonym
  • 31.12.2007, 10:29h
  • @Saila
    Du bist wohl eher schwulenfeindlich

    neidisch, weil ihr kein Leben schenken könnt?! Hallo? Meinst Du damit "gebären"? Das Leben schenkt man jeden Tag durch seine Art mit Anderen und mit sich selbst umzugehen, das verstehe ich "das Leben geben" nicht nur gebären, warum sollten wir darauf neidisch sein. Mein Mann und ich zumindest nicht, ganz sicher!

    Guten Rutsch in ein lebendiges 2008
    Peter
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#10 stromboliProfil
  • 31.12.2007, 11:13hberlin
  • hallöchen @seila,
    mein gott (wenns ihn denn gibt ) , welche treppe bist du denn runtergefallen ? Muß ein tiefer fall gewesen sein, oder womöglich in einer mensis phase hängengeblieben?
    Der aufgeklärte schwule , trotz gebärunfähigkeit, kennt die kleinen fehlschaltungen seiner Gabis; es sei deshalb der ball flachgehalten: von neid keine spur!

    Da wir ja nun von der these des neides weg sind ,dir auch nicht den üblichen penisneid unterstellen wollen, nun zum faktor der sauberkeit im unterleibsbereich:
    liebste seila: da ist doch auch bei frauen , wie du sicher weist, ein häufig auftretender nachholbedarf vorhanden!
    Also, ein rosenwasser als vaginale spülung, würde den weitverbreiteten vorurteil der ungepflegtheit bei frauen und die assozieation der nähe zum meergetier, eine mögliche wendung geben. Wer schon mal im kaufhaus die rolltreppe aufwärts gefahren ist , kennt das! Nicht jedes loch , aus dem was kriecht, ist ist per se bäbä oder besonders wertvoll. Mit etwas verstand ( so vorhanden) und gutem willen, wird auch dir das einleuchten.
    Die dümmlichkeit einer ichkannkinderbekommenunddunichtbähhhhhh kleinmädchenliebeserklärung an olli ( nein er ist nicht schwul; liebt aber mit rosenwasser gewaschene muschis!) bliebe uns dann in zukunft erspart!

    Was im alten jahr nicht alles noch ertragen muß...

    Dem rest wünsch das, was sie mir auch wünschen würden!
    ALLES GUTE FÜR 2008
    Gruß
    Stefan
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