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Montevideo (queer.de) - Präsident Tabaré Vázquez von der sozialistischen Partei hat gestern das Gesetz zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften unterschrieben. Zuvor haben sowohl der Kongress als auch der Senat Uruguays der Homo-Ehe zugestimmt (queer.de berichtete). Damit hat die 3,5 Millionen Einwohner zählende Präsidialrepublik als erster Staat Lateinamerikas die Homo-Ehe anerkannt. Bislang haben auf dem Teilkontinent nur die argentinische Provinz Río Negro, die Stadt Buenos Aires, der brasilianische Staat Rio Grande do Sul sowie Mexiko-Stadt und der mexikanische Bundesstaat Coahuila Eingetragene Partnerschaften eingeführt.

Voraussetzung: Fünf Jahre lang zusammenwohnen

Das Gesetz billigt gleich- und veschiedengeschlechtlichen Paaren, die mehr als fünf Jahre zusammengelebt haben, weitgehend die gleichen Rechte wie Ehe-Paaren zu. Es definiert die Zugangsberechtigten als "zwei Menschen – egal welchen Geschlechts, welcher Identität, Ausrichtung oder sexuellen Gruppe, die eine gefühlsbetonte Beziehung sexueller Natur führen, die exklusiv, stabil und beständig ist und in der die Beteiligten nicht verheiratet sind."

Die regierende Partido Socialista hat die Eingetragenen Partnerschaften gegen den Widerstand der konservativen Partido Nacional durchgesetzt. Die katholische Kirche galt als schärfster Widersacher des Gesetzes. Bischöfe hatten zuletzt erklärt, dass Schwulen und Lesben keine gleichen Rechte gewährt werden dürften, da sie "die einfachen eine Ehe bestimmenden Kriterien" nicht erfüllten. Homo-Aktivisten kündigten dagegen an, sie würden weiter für die Öffnung der Ehe kämpfen.

Das Gesetz wird in den nächsten Wochen in Kraft treten. (dk)



#1 gerdAnonym
  • 28.12.2007, 12:01h
  • Herzlichen Glückwunsch nach Uruguy: das ist eine sehr schöne Nachricht für Südamerika.

    Bin gespannt, wie sich dies insbesondere auf das benachbarte Brasilien auswirkt.
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#2 RegentumAnonym
  • 01.01.2008, 14:53h
  • Ein guter Schritt und wieder mal wird bewiesen, daß auch gegen Kirche und Konservatie eine solche Politik möglich ist. Katholisch bedeutet nicht antischwul, nur weil die Führer einiger Kirchen ( nicht nur der Papst, auch Evangelikale, Islamisten, konservative in allen national oder religiös orientierten Gruppierungen) dagegen sind.

    Hoffentlich ist Uruguay die Speerspitze für Südamerika, trotz katholischer Einflußnahme, weiter zu gehen als die eher säkularen liberalen Staaten Europas!
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