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Martin Shermans Theaterstück "Bent – Rosa Winkel" wird ab Februar in Berlin und Essen aufgeführt.

Von Carsten Weidemann

Vom Entwickeln und Festhalten der Liebe im Angesicht des Grauens handelt Martin Shermans Stück "Bent – Rosa Winkel": Zwei Männer finden im KZ Dachau zueinander.

Die unkonventionelle Liebesgeschichte beginnt im Berlin der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Max ist ein sorgloser Playboy, der im dekadenten Berliner Nachtleben zuhause ist, als die Welt plötzlich vom Terror Hitlers auf den Kopf gestellt wird.

"Bent" folgt der Reise des Maximilian Berber, ausgehend von der Atmosphäre der Clubs und Cabarets der dreißiger Jahre im hedonistischen Berlin Nazi-Deutschlands bis hin zu den unmenschlichen Exzessen eines totalitären Regimes, in deren Verlauf er trotz unüberwindlicher Hindernisse die wahre Bedeutung von Liebe und Selbstakzeptanz entdeckt.

"Bent" ist nicht nur ein wertvoller Beitrag zum Thema Würde und Unbeugsamkeit des menschlichen Geistes, sondern auch eine provozierende Stimme, die nach Hoffnung und Freiheit ruft. Dieses Stück zeigt offen, wie die furchtbarste Tragödie zu einer Kraftquelle werden kann, die uns dazu bringt, der Wahrheit über uns selbst ins Gesicht zu sehen und Anteil am Schicksal anderer zu nehmen.

1997 erfolgreich mit Mick Jagger und Clive Owen verfilmt, bringt das Theater Zaperment! Berlin das zugrunde liegende Theaterstück auf die Probebühne des Theaters Strahl und anschließend auf die Studio-Bühne Essen.

Gefördert wurde die Produktion durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg, das Kulturbüro Essen, die Homosexuelle Selbsthilfe e.V. und das RUBICON-Beratungszentrum Köln.

Regie führte Marco Fontana, Mitglied des Actors Studio Rom, mit Dieter Bolte, Marco Barsda, Sten Jacobs, Thorsten Simon, Michael Steinhorst, Carsten Faseler, Johannes Brinkmann, Stefan Dominik, Stephan Isermann und Wolfram Söderberg

Berlin: 09.02.2008 um 20.00 Uhr und 10.02.2008 um 16.00 Uhr, Theater Strahl Probebühne, Kyffhäuser Str. 23, 10825 Berlin, Karten unter Tel. (030) 420 945 50

Essen: 15./16.02., 01.03., 05.04.2008, jeweils um 20.00 Uhr, sowie 17.02., 02.03., 06.04.2008, jeweils um 19.00 Uhr, Studio-Bühne Essen, Korumhöhe 11, 45307 Essen, Karten unter Tel. (0201) 55 15 05.

2. Januar 2007



#1 FloAnonym
  • 02.01.2008, 17:29h
  • Es gibt auch eine sehr beeindruckende Verfilmung dieses Theaterstücks (auch unter dem Namen Bent). Da spielt u.a. IanMcKellen mit...

    Lief vor kurzem noch auf arte.
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#2 antosAnonym
  • 03.01.2008, 11:12h
  • Wie wundervoll. Das KZ als moralische Anstalt. -

    [Der Regisseur Stanley Kubrick in einem Interview über Spielbergs Film "Schindlers Liste": "Think that was about the Holocaust?" teases Kubrick, reaching for his rook. "That was about success, wasn't it? The Holocaust is about six million people who get killed. Schindler's List was about six hundred people who don't. Anything else?"]
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#3 MalteAnonym
  • 03.01.2008, 14:47h
  • @Kubricks Kommentar:

    Aber kann man nicht anhand dieser Geschichte (Schindlers Liste) das Grauen des Holocaust zeigen? Zumal auch genug Opfer gezeigt werden.

    Zu Bent:
    Ich kenne nur den Film, und nach Kubrick müsste man dann eigentlich auch sagen, dass es kein Film über den Holocaust als Ganzes ist, sondern nur über die Situation von Schwulen im Holocaust. Aber dennoch zeigt dieser Film mehr als deutlich die Folgen von Faschismus und ist für mich auch ein Film über den Holocaust.

    Jeder Film, jedes Bild, jedes Buch, etc. kann immer nur einen kleinen Ausschnitt eines Gesamtzusammenhangs darstellen genauso wie der Mensch immer nur einen kleinen Teil sehen kann und nie alles wissen kann. Das ist auch bei Kubricks Werken nicht anders....
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#4 antosAnonym
  • 03.01.2008, 14:58h
  • @ Malte

    Ich habs wohl zu hoch aufgehangen - eigentlich ging mir nur der Artikel zu dem Stück [das ich gar nicht kenne] auf die Nerven. Diese klappernde Klappentextprosa à la:

    "...bis hin zu den unmenschlichen Exzessen eines totalitären Regimes, in deren Verlauf er trotz unüberwindlicher Hindernisse die wahre Bedeutung von Liebe und Selbstakzeptanz entdeckt."

    Diese "Durch-Nacht-zum-Licht"-Phraseologie, einschlägig bekannt aus christlichen Erbauungstexten. Für mein Empfinden das Kitsch.
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