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Homo-Gruppen in der Schweiz haben das Jahr 2008 unter das Motto "Lesben und Schwule im Sport" gestellt.

Von Carsten Weidemann

Dieses Jahr trägt die Schweiz gemeinsam mit Österreich die Fußball-EM aus. Grund genug, das Jahr zum Homo-Sportjahr zu küren, dachten sich die die Lesbenorganisation LOS und die Schwulengruppe Pink Cross. Grund: Im Profisport – und selbst im Breitensport – sei es für Schwule und Lesben nach wie vor schwer, Fuß zu fassen.

Die Organisationen erklärten, dass Homos genauso engagiert Sport trieben wie Heterosexuelle. Dennoch seien sie gerade im professionellen Bereich so gut wie unsichtbar. Gerade im Fußball gibt es derzeit keinen einzigen schwulen Profi – und das weltweit. Während seiner Karriere ist nur von einem Fußballstar die Liebe zu Männern publik geworden: Der hoch gehandelte Justin Fashanu vom englischen Erstligisten Nottingham Forrest wurde 1982 erst im kleinen Kreis geoutet. Konsequenz: Sein Trainer warf ihm aus dem Team, er musste bei Provinzclubs anheuern. 1990 machte er seine Homosexualität publik – und beging nach einer oft schmutzigen Medienkampagne acht Jahre später Selbstmord.

Die homophobe Einstellung gerade im Männersport führe auch bei Hobby-Sportlern zu Problemen, erklärten die Homo-Verbände. So sei jeder vierte Selbstmord unter Jugendlichen auf die ablehnende Haltung von deren Homosexualität zurückzuführen. Daher bräuchten aktive junge Sportler die Gewissheit, nicht wie Fashanu aus ihrem Verein ausgeschlossen zu werden, sobald jemand von ihrer sexuellen Ausrichtung erfährt.

Die Homo-Verbände planen in diesem Jahr, schwule und lesbische Rollenvorbilder aus dem Bereich des Breitensports herauszustellen. Die Organisatoren hoffen, dass sie damit auch den einen oder anderen Profi dazu bewegen können, sich endlich nicht mehr zu verstecken – und damit womöglich die Situation für viele an sich selbst zweifelnden Nachwuchssportlern zu verbessern.

2. Januar 2008



#1 seb1983
  • 02.01.2008, 21:55h
  • Auch wenn es ein Vorurteil ist, Baumärkte und Fußballstadien sind halt Orte an denen die meisten Schwulen kein großes Interesse haben, was ja auch nicht schlimm ist.
    Ich persönlich habe im schwulen Fruendeskreis den Eindruck dass auch deutlich weniger Schwule in irgendwelchen Vereinen organisiert sind.
    Bei denjenigen die in Vereinen spielen und selbstbewusst damit umgehn dass sie schwul sind ist es übrigens auch bei den Mannschaftskollegen kein Problem, zugegeben hängt da anders als Profis nicht die Existenz dran. Mir hat kein Freund die Freundschaft gekündigt nur weil ich schwul bin und auch mein Heteromitbewohner duscht noch mit mir.
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#2 MalteAnonym
  • 03.01.2008, 14:39h
  • Es wäre sehr hilfreich, wenn die letzte Bastion des Versteckens auch bald fallen würde. Das würde sehr viel zum Positiven in der Gesellschaft verändern.

    Und für die betroffenen Sportler wäre es auch ein Segen, da Verstecken irgendwann Schäden verursacht. Erst nachher weiß man, was man so lange versäumt hat und bereut jeden Tag, den man sich verstellt und versteckt hat und nicht man selbst sein konnte...
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