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Des Moines (queer.de) - Die ersten Vorwahlen zur US-Präsidentschaft haben bei den Republikaner Mike Huckabee und bei den Demokraten Barack Obama gewonnen. Huckabee siegte mit 38 Prozent vor dem Ex-Gouverneur Mitt Romney (25 Prozent), sowie Schauspieler Fred Thompson und Senator John McCain (je 13 Prozent). In der Demokratischen Partei gewann bei einer Rekordwahlbeteiligung Senator Barack Obama mit 38 Prozent vor John Edwards (30 Prozent) und Hillary Clinton (29 Prozent).

Der ehemalige Baptistenprediger Huckabee gilt als einer der homophobsten Kandidaten im Rennen. So hat er erst im Dezember eine vor 15 Jahren gefällte Aussage verteidigt, in der er die Internierung von HIV-Positiven forderte (queer.de berichtete). Huckabee war von 1996 bis 2007 Gouverneur des Staates Arkansas.

Der demokratische Gewinner Barack Obama gilt wie Edwards und Clinton als homofreundlich – er lehnt zwar die Öffnung der Ehe ab, spricht sich aber für Eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten sowie umfassende Antidiskriminierungsgesetze aus (queer.de berichtete). Allerdings geriet er zuletzt in die Kritik von Homo-Gruppen, weil er sich im Wahlkampf auf einen christlichen Aktivisten stützt, der Homosexualität "heilen" will (queer.de berichtete).

Die Vorwahlen im bevölkerungsarmen konservativen Agrarstaat Iowa gelten traditionell als Test für die Wählbarkeit von Kandidaten. In den nächsten Wochen entscheidet sich bei weiteren Vorwahlen in anderen Bundesstaaten, welche Kandidaten die jeweiligen Parteien ins Rennen schicken. Ende Juli und Anfang August gibt es dann Nominierungsparteitage der Demokraten und Republikaner, bei denen die jeweiligen Sieger feierlich vorgestellt werden. Die Präsidentschaftswahlen finden Anfang November statt.

Bei landesweiten Umfragen führt nach wie vor Hillary Clinton bei den Demokraten. Im republikanischen Lager hat der einst klar führenden New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, der in Iowa nicht angetreten war, inzwischen den größten Teil seines Vorsprungs eingebüßt und liegt nur noch knapp vor Huckabee und McCain. (dk)



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41 Kommentare

#1 lmnrblnvdeyklbnrklvdxAnonym
#2 HerbertAnonym
  • 04.01.2008, 13:09h
  • der Bericht ist nicht nur ein wenig verzerrend: Obama hat mehr als doppelt so viele Anhänger mobilisiert wie die republikanische Seite.... und ein "Sieg" von Huckabee (was für ein Name ist das denn?) ist dieses Ergebnis weder angesichts des Ergebnisses in einem einzigen Staat noch angesichts der noch bevorstehende Wahlen.

    Obama hat demnäch 38% von 245.0000 Stimmen, also absolut 93100, der andere 38% von 90.000, absolut also 44840.
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#3 JanXAnonym
  • 04.01.2008, 14:57h
  • @1: Die Verwirrung entsteht dadurch, dass du anscheinend das
    Wahlsystem nicht verstanden hast:

    Es gibt 2 große Parteien (Demokraten und Republikaner).
    Später im Herbst tritt aus jeder der beiden Parteien genau einer
    als Präsidentschaftsbewerber an. Bei der aktuellen Wahl ging es
    darum zu entscheiden, wer das in jeder Partei ist.
    Genaugenommen fanden in Iowa also 2 Wahlen statt: Die Wahl
    des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und die Wahl
    des Präsidentschaftskandidaten der Republikaner.

    Bei den Demokraten hat Obama gewonnen.
    Bei den Republikanern hat Huckabee gewonnen.

    Aber nur in Iowa. War nur der Anfang. Da fehlen noch die
    restlichen 49 Bundesstaaten. Also eigentlich nicht so
    bedeutend, wäre es nicht so, dass das ganze einen
    psychologischen Effekt hätte, d.h. wer schon einmal gewinnt,
    dem trauen die Leute auch in den anderen Staaten mehr zu.

    Sollte es bei dem Ergebnis von Iowa bleiben, würde dann im
    Herbst Obama gegen Huckabee antreten. Und dann müssten
    die Leute sich noch für Huckabee entscheiden, damit er
    endgültig Präsident würde.

    Ich würde das nicht so dramatisch sehen: Huckabee setzte sich
    in Iowa gegen andere Präsidentschaftskandidaten bei den
    Republikanern durch. Diese sind auch konservativ. Auch gegen
    Schwule. Nur sagen sie es nicht ganz so laut. Letztendlich wird
    das aber nicht so einen Einfluss haben. Es kommt im Herbst
    darauf an, dass die Republikaner gar nicht erst gewählt werden.
    Vielleicht ist ein Huckabee da sogar eher nützlich, da bei einer
    so starken Polarisierung rechte Wähler in der Mitte zu den
    Demokraten überlaufen. Man weiß es nicht. Es bleibt spannend.
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#4 seb1983
  • 04.01.2008, 16:28h
  • Ich hoffe ehrlich gesagt auch darauf dass die Republikaner einen Kandidaten aufstellen der dermaßen antiquiert und unsypathisch ist, wie etwa unser Huckabee, dass er für einen Großteil der Menschen einfach unwählbar ist. Ein Giuliani dagegen könnte wohl noch viele Wähler aus der Mitte gewinnen.
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#5 kähte klärschlammAnonym
  • 04.01.2008, 17:20h
  • sieger nach show, rhetorik und virilität war eindeutig obama. 35 % der frauen stimmten für ihn (clinton 30%), die mehrheit der 17-24 jährigen, usw. also
    in der alterspyramide die jungen generationen.
    anteil der farbigen in iowa 4 % !
    obama hat eindeutig das zeug zum populisten und demagogen. das martin-luther-kingige setzte er an den anfang seiner dankesrede(alle anderen brachten diese nummer eher mittelmäßig am schluß), und das ganze ohne die "schwarze karte" offensichtlich auszuspielen. dann kamen gelungen eingesetzt und orchestriert sprach- und rede- figuren à la washington, fidel castro und moses. sogar kaiser wilhelm war dabei: keine roten staaten, keine blauen staaten, nur die vereinigten staaten.
    das ganze wurde dann auch von allen kommentatoren als strategisch, groß und sophisticated goutiert.
    die amerikanische begeisterung für aufbruchsstimmungen war bei allen beteiligten am medienrummel zu verspüren.

    selbst bei dem info-catering-personal von cnn war
    im verlauf der berichterstattungen das gefühl zu spüren, hier spricht ein sieger, ich war dabei, ich hab's
    gemerkt. dieser oppotunistische trend setzte sich dann bis letterman fort.

    die clinton-show war fade, gebaut, perfekt. neben ihr stand die alte jugoslawienkriegskuh albright mit einer ihrer häßlichen drohnen als brosche und im hintergrund ein scheinbar in die jahre gekommener
    pausbäckiger trotzkist mit öko-milieu-brille gepflegtem jesusbart , der mit schlecht gelenkter regie sein pappschild "carpenters for..." in die kamera zu halten versuchte. soll wohl alt-68er binden. na ja.
    halt establishment.
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#6 wolfAnonym
  • 04.01.2008, 17:44h
  • wenigstens kann man auf einen "besseren" präsidenten hoffen !
    frau clinton dürfte die cleverste, durchsetzungsfreudigste kandidatin sein, zumindest kennt sie das personal im weissen haus und seine gepflogenheiten !
    herr obama ist frischer und unverbrauchter, sympathischer, aber wirkt verunsichert mit labilem rückrat, mag an seiner mangelnden erfahrung liegen, zumindest an den finanziellen möglichkeiten.
    den rest der kandidaten kann man getrost in der pfeife rauchen, ist der übliche menschliche amirestmüll, der sich dringend profilieren muss.
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#7 käthe klärschlammAnonym
  • 04.01.2008, 18:13h
  • der wählende riesige "restmüll" wird sich bei der talfahrt der us-ökonomie allerdings schon daran orientieren, welche aussaugen zur ruling class und zur serving class getroffen werden.
    da war bisher mehr von edwards und huckabee zu hören und beiden kauft man das gesagte ab.
    darum auch rang 3 für clinton bei den demokraten.
    edwards zählte in seiner rede sehr schön die generationen auf die sich den arsch aufgerissen haben und sich nun fragen, welche party da gefeiert
    wird und wie es ihren kindern und enkeln wohl gehen wird. er tat dies mit einer klarheit, die man hier bei keinem sozis, selbst nach linksruckelparteitag, mehr hören kann. scheinbar hat die ökonomie das primat, wenn gerade keine twin towers einstürzen.
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#8 AndreasAnonym
  • 04.01.2008, 18:14h
  • @seb1983:

    Dein Optimismus in allen Ehren, aber George W. Bush ist ja auch gewählt worde, zweimal sogar.
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#9 hwAnonym
#10 gerdAnonym
  • 04.01.2008, 18:27h
  • Letzlich ist egal, welcher der demokratischen Bewerber sich durchsetzt: Hauptsache ist aus homopolitischer Sicht, dass ein Demokrat dort die Wahlen gewinnt. Wenn die Republikaner gewinnen, wird sich die Lage in den USA nicht verbessern, sondern eher dort weiter verschlechtern.
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