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Wieder einmal sind es die Fruchtfliegen, die in Experimenten schwul gemacht werden. Diesmal mit Alkohol.

Von Carsten Weidemann

Aus dem Alltag wissen wir: Man kann sich so manchen Kerl schön saufen, und landet dann mit jemanden in der Kiste, über den man sich am nächsten Morgen eher wundert. Und es sind auch Fälle bekannt, in denen erklärte Heteros nach Alkoholkonsum plötzlich offen sind für homosexuelle Erfahrungen. Die Wissenschaft ist nun der Frage nachgegangen, was passiert, wenn dauerhaft Alkohol konsumiert wird. Allerdings standen hier nicht Menschen im Mittelpunkt des Testes, sondern Fruchtfliegen.

Denn deren Sexualverhalten änderte sich im Dauerrausch ordentlich, wie die Forscher der Pennsylvania State University festgestellt haben. Die alkoholisierten Insekten umwarben nicht mehr nur Männchen, sie machten sich auch an Männchen heran. Und je regelmäßiger sie hochprozentiges bekamen, desto intensiver wurden die schwulen Balzrituale. Sowohl drei Gene, als auch der Botenstoff Dopamin im Hirn ist für diese Geschlechtsverschiebung verantwortlich, fanden die Wissenschaftler heraus.

Eine weitere erstaunliche Erkenntnis: Wenn die Tiere älter sind, steigen sie im Rausch häufiger auf das eigene Geschlecht um, als frisch geschlüpfte Fruchtfliegen. Was sich genau abspielt im Gehirn, wenn es unter dem Einfluss von Alkohol steht, dass ist noch ein weitergehend zu erforschendes Gebiet. Forschungsleiter Kyung-An Han hofft jedenfalls, mit dieser Grundlagenuntersuchung auch Rückschlüsse auf das menschliche Sexualverhalten und auf Alkoholismus ziehen zu können. Daraus sollen Modelle für die Suchtforschung und später auch einmal für die Suchtprävention entwickelt werden.

03.01.2008



15 Kommentare

#1 hwAnonym
  • 04.01.2008, 19:42h
  • ..man riecht dann auch ganz anders....aber

    besser als asexuelle Arbeiterkaste:

    www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26969/1.html


    oder schwanger...
    DER SPIEGEL (51/2007)
    FORTPFLANZUNG: Stille Post vom Fötus
    Eine Schwangerschaft verändert werdende Väter viel stärker als gedacht: Sie werden offenbar von Pheromonen aus dem Leib der Partnerin eingenebelt - und verwandeln sich in Softies.

    Stellt sich die Frage, ob Gerüche über die Nase der
    Mutter auch auf den Fötus wirken.
    epigenetik !
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#2 BjörnAnonym
  • 05.01.2008, 00:34h
  • Oh, und ich hatte immer gedacht, um aus einem geilen Hetenmann einen Waschlappen zu machen, der nach der Pfeife irgendeiner pathologisch männerhassenden Zicke tanzt, genüge schon die Heirat. *LOL*
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#3 stromboliProfil
  • 05.01.2008, 01:27hberlin
  • hab ich den satz richtig verstanden (?) :
    ...mit dieser Grundlagenuntersuchung auch Rückschlüsse auf das menschliche Sexualverhalten und auf Alkoholismus ziehen zu können.
    jetzt kommts!!!
    ...Daraus sollen Modelle für die Suchtforschung und später auch einmal für die Suchtprävention entwickelt werden...

    homosexualität als suchtphänomen mit präventionaussicht !
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#4 LukeAnonym
  • 05.01.2008, 17:39h
  • Wieder ein Kapitel aus dem Buch: Untersuchungen, die die Menschheit nicht braucht

    Ich stand schon aufs eigene Geschlecht lange, bevor ich hin und wieder mal Alkohol getrunken habe. Bin ich nun die Fruchtfliege, die als Ausnahme die Regel bestätigt, oder bin ich nur eine geistig verwirrte Fruchtfliege mit Geburtsfehler. Ach, jetzt bin ich ganz verwirrt, dann wer ich mir mal einen ansaufen, um den Stuss zu verdauen.
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#5 TomAnonym
  • 05.01.2008, 18:12h
  • So uninteressant finde ich das nicht. Es wirft ja auch die Frage auf, ob Kinder von Alkoholikerinnen eher schwul werden. Und das lässt mich, aufgrund eigener Beobachtungen, schon etwas nachdenklich werden... Ich bin aber kein Wissenschaftler und letztlich ist es mir auch egal. Aber irgendwie spannend ist das.
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#6 GFAnonym
#7 saltgayAnonym
  • 05.01.2008, 20:31h
  • Das ist eine äußerst interessante Entdeckung. Bisher habe ich mir stets den Kopf zerbrochen, warum sonst ganz normale Männer nach einigen Bieren und Schnäpsen einem zwischen die Beine fassen. In Wirklichkeit waren das verkleidete Drosophila und das sogar außerhalb der Session. Kölle amArsch - hellblau!
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#8 fabianAnonym
  • 06.01.2008, 08:28h
  • schlussfolgernd müssten also schwule männer unter alkoholeinfluss - erigierend - über frauen herfallen. hat man eigentlich schon mal die gangbang-bareback-parties bei filzläusen untersucht?
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#9 stromboliProfil
  • 06.01.2008, 09:47hberlin
  • @tom, mein lieber,
    es sollte dir auch lieber egal sein, ansonsten müsstest du dich mit der unsäglichen rassenbiologie des letzten jahrhunderts beschäftigen.

    Ein womöglich individuelles schicksal im elternhaus, als allgemeinmögliche arbeitsthese zu denken, ist geistig beschränkt. Was man auch diesen fruchtfliegenanalytikern bezüglich ihres "weiterdenkens" in ihr stammbuch schreiben kann.

    Bleib was du bist, strebe nicht deren wissenschaft an !
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#10 TimmAnonym
  • 06.01.2008, 12:33h
  • Also ich habe einmal mit 17 an einem Bier probiert und mit 18 an einem Sekt. Beides fand ich eklig und habe seitdem nie mehr Alkohol getrunken. Dennoch bin ich schwul!
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