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Köln (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband hat gegen den Betreiber von YouTube und den Berliner Rapper G-Hot (bürgerlich Gökhan Sensan) Anzeige wegen Volksverhetzung bei der Kölner Staatsanwaltschaft erstattet. Grund: Auf der Videoplattform ist erneut der Titel "Keine Toleranz" eingestellt worden. Hierin wird u.a. gerappt: "Wir dulden keine Schwuchteln" / "Meiner Meinung (nach) hat sowas kein Leben verdient" / "Ich geh mit 10 MGs zum CSD".

"Der Betreiber von YouTube.com verbreitet solche Inhalte, er scheint nicht aktiv zu werden, weshalb er sich des Verstoßes gegen §130 StGB strafbar macht", erklärte der LSVD heute. Außerdem verstoße G-Hot gegen Paragraf 111 des Strafgesetzbuches ("Öffentliche Aufforderung zu Straftaten").

Das Hass-Lied war bereits vor einem halben Jahr auf YouTube und anderen Videoplattformen aufgetaucht (queer.de berichtete). Kurz darauf hatte sich G-Hot in einer zweiminütigen Videobotschaft für den Song entschuldigt (queer.de berichtete).

Der Song ist vor drei Tagen in YouTube eingestellt worden. Einige Kommentatoren verlangten, "Keine Toleranz" zu sperren, andere stimmten G-Hot ausdrücklich zu und beschimpften Schwule als "Kinderschänder". Bereits vor einem halben Jahr geriet YouTube in die Kritik, weil das Lied mehrere Tage online war, bevor es von der Seite genommen wurde. (dk)



Hasssänger: Anklage gegen G-Hot

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den Grünenpolitiker Volker Beck informiert, dass die Ermittlungen gegen die Rapper Gökkan Sensan ("G-Hot") und "Boss A" wegen der Herstellung und Veröffentlichung eines homophoben Songs im Internet abgeschlossen sind.
G-Hot entschuldigt sich

In einer zweiminütigen Video-Botschaft entschuldigt sich der Rapper für sein Hass-Lied. Derweil nimmt die Kritik an MyVideo.de zu.

18 Kommentare

#1 MarstophProfil
  • 08.01.2008, 17:45hBerlin
  • Ich schließe mich in der Sache und inhaltlich dem LSVD an.
    Auch wenn ich prinzipiell für künstlerische Freiheit bin, soweit geht ja selbst Bushido, der Brandstifter, nicht.
    Bitte unterstützt den Verband, damit er schlagkräftig bleibt!
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#2 von der LeyenAnonym
#3 JürgenAnonym
  • 08.01.2008, 17:55h
  • Auffällig ist doch, daß regelmäßig die Videos der Gayromeo-Administratoren löscht (erst vor zwei Wochen wieder das Weihnachts-Video) und derartige Entgleisungen aber durchgehen läßt bzw. sich da auf die Freiheit der Meinungsäußerung oder die künstlerische Freiheit zurückzieht.
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#4 HikaruAnonym
  • 08.01.2008, 18:38h
  • Das gleiche meine ich auch Jürgen. Habe mal so in meine Favoritenliste bei youtube geschaut, fast alle Videos die irgendetwas mit Homosexualität zu tun hatten wurden gelöscht.
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#5 stefanoAnonym
  • 08.01.2008, 18:56h
  • @hikaru, jürgen:

    genau, das hatte ich damals auch afu gayromeo gelesen. komisch, komisch. wird da etwa mit zweierlei maß gemessen?
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#6 jochenAnonym
  • 08.01.2008, 18:57h
  • wer steht eigentlich hinter "youtube.com"?. also.- wem gehört dieses portal?, wer bestimmt die richtung?

    (hab mir das "lied" mal angehört, es ist unerträglich.)
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#7 MarcAnonym
#8 JanXAnonym
  • 08.01.2008, 21:27h
  • Och, ich finde Google gar nicht so widerlich. Spiegel der
    Gesellschaft. Wäre es ein Unterschied, wenn er an einer
    Straßenecke in der Innenstadt singen oder rappen würde? Ist
    höchstens die Größe des Publikums. Widerlich finde ich eher,
    dass im deutschen Dauerverständnisstaat G-Hot nicht längst
    wegen Aufruf zu einer Straftat hinter Gittern sitzt. Und ebenfalls
    widerlich finde ich die geringen Strafen für Gewalt und
    eindeutigen Aufrufen zu Gewalt. Die neusten U-Bahn Schläger
    sind teilweise noch nicht mal mehr festgenommen worden. Die
    Polizei kennt die alle. Die brauchen gar nicht mehr zu
    recherchieren, die gucken nur gelangweilt im Bilderbuch nach,
    wer es diesmal wieder ist. Und zucken mit den Schultern, denn
    tun können sie nichts. Es fehlt an hohen Mindeststrafen. Ab 25
    Jahre aufwärts. Ob dann bei YouTube noch ein Video erscheint
    ist mir ehrlich gesagt egal. Bei einer Lebenserwartung von 100
    Jahren und einer Haftzeit von 25 Jahren könnte er eh nur 3-4
    Mal ein Video drehen. Ein Staat, der nicht mal mehr in der Lage
    ist, angemessen für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, hat auf
    anderen Politikfeldern jegliche Glaubwürdigkeit und
    Existenzberechtigung verloren. Wer will denn noch gegen freien
    Waffenbesitz wie in Amerika sinnvoll argumentieren, wenn der
    Staat die Schutzfunktion für Bürger praktisch gar nicht mehr
    wahrnimmt?
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#9 PI LeserAnonym
  • 08.01.2008, 21:58h
  • Das wird absolut nichts bringen. Youtube gehört Google und da es eine amerikanische Firma ist, ist es nich an Deutsches Recht gebunden. Diese Musik von "G-Hot" ist durch das Recht auf freie Meinungsäusserung gesichert, die traditionel in Amerika sehr weit ausgelgt.
    Und selbst wenn es nicht erlaubt wäre, Youtube hat Millionen von Benutzer. Da ist es unmöglich zu verhindern das "Keine Toleranz" von den tausenden Möchtegern Gangster Kindern hoch geladen wird.
    Wer noch wissen will was soll alles unter die Kategorie Meinungsfreiheit fällt kann bei Youtube ja mal "Landser" eingeben und die Treffer zählen.
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#10 HikaruAnonym