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Concord (queer.de) - Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton gilt nach ihrem Sieg bei den gestern abgehaltenen Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire wieder als Favoritin um die Kandidatur für das höchste Amt der Vereinigten Staaten. Sie gewann mit 39 Prozent der Stimmen knapp für ihrem schärsten Konkurrenten Barack Obama, der auf 37 Prozent kam. John Edwards kam mit 17 Prozent abgeschlagen auf den dritten Platz. Bei den Republikanern gewann Senator John McCain mit 37 Prozent vor Mitt Romney, der auf 32 Prozent kam. Mike Huckabee, der in Iowa das Rennen noch für sich entscheiden konnte, erreichte lediglich elf Prozent. Der ehemalige Favorit Rudy Giuliani lag mit neun Prozent abgeschlagen auf Rang vier.

Clinton ist auch unter Schwulen und Lesben der beliebteste Kandidat im Rennen (queer.de berichtete). Sie unterstützt Eingetragene Partnerschaften, Antidiskriminierungsgesetze und setzt sich für ein Ende des Homo-Verbots im Militär ein. Zwar teilt auch Obama diese Ansichten, geriet aber zuletzt in die Kritik, weil er sich im Wahlkampf auf einen christlichen Aktivisten stützt, der Homosexualität "heilen" will (queer.de berichtete).

Die US-Medien ziehen Parallelen zu ihrem Ehemann Bill Clinton, der 1992 seinen überraschenden zweiten Platz in New Hampshire dazu nutzte, seine Kampagne einen Schub zu geben.

Der republikanische Sieger McCain gilt in seiner Partei als gemäßigt und arbeitete als Senator oft mit Demokraten zusammen. Allerdings hielt er sich in Homo-Fragen stets zurück. So warnte der ehemalige Kriegsgefangene der Vietcong im Wahlkampf vor Schwulen und Lesben in der Armee (queer.de berichtete). Außerdem blamierte sich der 71-Jährige im März, als er die Frage nicht beantworten konnte, ob Kondome vor HIV und Aids schützen (queer.de berichtete).

In den nächsten Wochen finden weitere Vorwahlen in anderen Bundesstaaten statt. Die Sieger beider Parteien dürften daher schon bald feststehen. Die amerikanischen Wähler werden dann Anfang November das Wort haben. (dk)



Kalifornien ist nicht Utah

Homorechte sind niemals sicher. Das ist die Erkenntnis des politischen Erdbebens in Kalifornien, das bis gestern noch als liberal galt.
Kalifornien: Erstmals Homo-Ehe wieder abgeschafft

In den vergangenen Monaten haben rund 20.000 Homo-Paare in Kalifornien geheiratet - damit ist jetzt dank Volkes Wille Schluss.
Sieg für Obama - Niederlage für Homo-Ehe

Um 5:00 Uhr deutscher Zeit verkündete CNN, dass Barack Obama neuer US-Präsident ist. Auch Schwule und Lesben setzen große Hoffnungen auf den Demokraten. Dagegen gab es bei vier Homo-Referenden vier Niederlagen - die schmerzhafteste in Kalifornien: Dort wurde (mit großer Wahrscheinlichkeit) die Homo-Ehe abgeschafft.
#1 manni2Anonym
#2 FloAnonym
  • 09.01.2008, 17:47h
  • Sowohl Clinton, als auch Barak sind weder optimal noch gänzlich unwählbar. Aber da bei schwulen Themen Clinton etwas offener und fortschrittlicher ist (und sie wohl auch auf dem politischen Parkett - gerade international - erfahrener ist) bevorzuge ich sie.
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#3 hwAnonym
  • 09.01.2008, 18:09h
  • ja, diesmal war' s lustiger. euphorische, motivierte, nicht zu wohl genährte, multi-ethnische happy people.alle so zwischen 17 und 24, obamas hauptaltersgruppe in iowa.
    rote lange haare, bissel irisch, auch mandelaugen gab's, japan good fellow, zentral-indische hauteints, vielleichts wird's noch was mit dem atom-pakt, einen hypermotivierten frisch postpubertären durchschnitt-knaben mit schild, für humanitäre waffeineinsätze, und der gealterte trotzkist stand diesmal ohne schild in reihe 5.
    wahrscheinlich reist der immer mit.
    der ehemalige nato-oberbefehlhaber clark fehlte, die jugoslawienskriegskuh albright auch, nur der aspirin-fabriken-bomber bill war da.
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#4 gerdAnonym
  • 10.01.2008, 00:07h
  • Hauptsache ist in den Vereinigten Staaten, dass die Demokraten diesmal gewinnen. Wer es aus der Kandidatenreihe der Demokraten wird, ist da dann zweitrangig.
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#5 SaschaAnonym
  • 10.01.2008, 17:17h
  • Hier ein interessanter Link, in dem Barack Obama sich klar und eindeutig in Sachen Homo-Politik positioniert:

    my.barackobama.com/page/community/post/alexokrent/C5zH

    Man kann daraus ableiten, dass er de facto auch für die Öffnung der Ehe ist, dies aber aus taktischen Gründen nicht direkt anspricht.

    Ich selbst war nach den Meldungen zu seiner Person ebenfalls erst skeptisch, muss aber inzwischen sagen, dass er vermutlich sogar stärkere Verbindungen zu Basisbewegungen in Sachen Menschen- und Bürgerrechten vorzuweisen hat als alle anderen Kandidaten.

    Bei genauer Betrachtung sind seine Postionen überhaupt weiter "links" angesiedelt als diejenigen von Hillary Clinton, obwohl letztere hier in den vergangenen Jahren auch ganz bewusst an einem eher moderaten Image gebastelt hat, um alte Anti-VIetnam- und 68er-Demonstrationstage sowie "sozialistische" Bestrebungen im Gesundheitssystem vergessen zu machen.

    Alles in allem wird die aktuelle Realittät des politischen Systems der USA ein Übernaß an "Hope and Change" (Wahlspruch Obamas) aber sowieso verhindern. Dennoch wird es zweifellos einen nicht unbedeutenden Unterschied machen, ob ein Gesinnungsgenosse des Kriegsverbrechers Bush ins Weiße Haus einzieht oder jemand wie Obama, der (übrigens im Gegensatz zu Hillary Clinton) beispielsweise den Irak-Krieg von Anfang an abgelehnt hat.
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#6 madridEUAnonym
  • 10.01.2008, 18:18h
  • @sascha: Sicher triumphieren Barracks Glaubwürdigkeit,Frische und Intelligenz über Hillary, die sogar uns Laien eher als ein abgehalftertes Modell erscheint. Aufschlussreich der Link über seine Anerkennung der Homorechte als heterogleichwertig. Da wird er sich aber ganz schön durchsetzen müssen gegen alle diejenigen, die in USA schon in den Startlöchern stehen, um ihn zu Fall zu bringen. Wir haben allen Grund, ihm die Daumen zu drücken und niemand anderem.
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