Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8143

Bremen (queer.de) - Das evangelische Jugendfestival Christival hat heute bekannt gegeben, dass ein Seminar zur "Heilung" von Homosexualität abgesagt wurde. Grund sei die "emotional hoch geschaukelte öffentliche Diskussion" gewesen, wie die beiden Referenten erklärten. Volker Beck (Grüne) hatte gestern scharf kritisiert, dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Festival als Schirmherrin unterstützt, obwohl darin propagiert wird, Schwule und Lesben zu "bekehren" (queer.de berichtete). Ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums hat heute Nachmittag bereits angekündigt, man werde den Vorwürfen nachgehen und "um Aufklärung bitten".

"Wir möchten nicht, dass eines von 225 Seminaren dazu führt, dass das Christival mit Kritik überhäuft wird, bevor es überhaupt startet", erklärte dazu Christl Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft", einem der Veranstalter des Jugendfestes und Ausrichter des beanstandeten Seminars. Sie verteidigte den Ansatz des Seminars: "Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen erfahren, selbstbestimmte Wege gehen können, die zu einer Abnahme homosexueller Empfindungen führen. Solche Selbstbestimmung ist unveräußerliches Recht jedes Menschen und gehört zu seiner Freiheit." Auf Becks Kritik, einen "gefährlichen Psychokurs" veranstalten zu wollen, ging sie nicht ein.

Vonholdt war schon mehrfach in der Kritik, weil sie Schwule und Lesben grundsätzlich mit dem Argument ablehnt, Homosexualität zerstöre Leben (queer.de berichtete). Zuletzt sorgte sie im Oktober letzten Jahres für Aufregung, als die hessische CDU die Fundamentalistin zu einer Anhörung über die Homo-Ehe einlud (queer.de berichtete). (dk)



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Polizei nimmt 34 Christival-Gegner fest

Beim Jugendkongress Christival kam es am Wochenende zu kleineren Auseinandersetzungen. Die Seminarleiter bleiben trotz der Kritik hart: Homosexualität sei "heilbar".
Nach Protesten: Christival-Seminar verlegt

Ein Wüstenstrom-Seminar ist nach Protesten von Homo-Aktivisten verlegt worden und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

127 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 09.01.2008, 17:59h
  • "Sie verteidigte den Ansatz des Seminars"

    Homosexualität ist weder eine Krankheit, noch eine psychische Störung. Es gibt also nichts zu heilen o.ä. Und ändern kann man die sexuelle Orientierung nach der Pubertät nicht mehr, wie alle unabhängigen wissenschaftlichen Studien belgen.

    Jegliche Versuche, Homosexualität zu therapieren sind erfolglos und noch schlimmer: sie schaden massiv der Psyche (wie jede Art von Gehirnwäsche).

    Aber so sind diese Ewiggestrigen: lieber aus einem Menschen ein krankes Psychowrack machen, als die Wahrheit akzeptieren.

    "Zwei Dinge sind grenzenlos: das Weltall und die Dummheit des Menschen. Wobei: beim Weltall bin ich mir nicht sicher."
    (Albert Einstein)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FloAnonym
  • 09.01.2008, 18:04h
  • Da ich mich etwas misverständlich ausgedrückt habe eine Korrektur:

    man kann natürlich zu keinem Zeitpunkt die sexuelle Orientierung ändern. Das gilt nicht erst nach der Pubertät. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass sie sich erst in der Pubertät äußert, aber eine bewusste Beeinflussung der sexuellen Orientierung ist zu keinem Zeitpunkt möglich.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DavidAnonym
  • 09.01.2008, 18:14h
  • Man muss sich mal an den Kopf greifen:

    "Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen erfahren, selbstbestimmte Wege gehen können, die zu einer Abnahme homosexueller Empfindungen führen..."

    Viele von uns haben das durchgemacht...
    Aber WARUM haben viele Menschen Probleme damit sich zu akzeptieren und verspüren den Wunsch dies zu ändern?!
    Das es eben genau DIESE "christliche" "Propaganda" ist unter denen manche Menschen leiden, (und es genau DAS ist, was es zu bekämpfen gilt), das wird gerne ausgeblendet.

    Nicht Homosexalität, sondern Homophobie und derartige Manipulation macht die Menschen krank, und genau DAS ist heilbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 JohnAnonym
#5 H.Anonym
  • 09.01.2008, 21:30h
  • die Stellungnahme des Christivals ist ein Witz. Frau von der Leyen muss auf Distanz gehen!

    “… Das Christival bedauerte die öffentliche Diskussion, die nach Ansicht des

    Pressesprechers Stephan Volke nicht nachzuvollziehen ist. „Das Christival bringt

    viele positive Impulse für dieJugendarbeit in Deutschland. Wir bedauern, dass es

    Politiker gibt, die mit Vorurteilen an die Öffentlichkeit gehen, ohne die Inhalte

    einzelner Programmpunkte zu kennen. Die öffentliche Diskussion ist aus unserer
    Sicht
    völlig unbegründet, da das Christival mit dem Motto „Jesus bewegt“ ganz andere
    Schwerpunktthemen verfolgt. “

    Mehr Informationen:
    www.christival.de


    Quelle:

    christival.de/presse/Presse-1-2008.pdf
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DavidAnonym
  • 09.01.2008, 21:31h
  • @John:
    Ich bin übrigens der Unholdt dort, der unermüdlich postet... was für dämliche Kommentare...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 sjoegrenAnonym
  • 09.01.2008, 21:52h
  • Als ehemaliger Insider der Schwulenheilungs-Bewegung der evangelikalen Szene muß ich sagen, daß ich in langen Jahren des Kontaktes damit nicht einen Mann kennengelernt habe, der von "Homo" zu "Hetero" geworden ist. Genau dieses implizieren die Veranstalter der "Heilungsseminare" jedoch. Vielmehr habe ich erlebt wie Menschen zusammengebrochen sind und bis zum Suizidversuch kamen. Viele angeblich geheilten trieben und treiben sich nach erfolgter "Heilung" in der Szene herum und lassen sich trotzdem als "Vorzeigegeheilte" feiern.
    Daher halte ich diese Vereine für gefährlich und die Methoden ähneln Gehirnwäsche.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SaschaAnonym
  • 09.01.2008, 23:02h
  • @sjoegren:

    Danke dir für diese wichtige Mitteilung deiner persönlichen Erfahrungen, welche die Ergebnisse zahlreicher psychologischer Studien zu diesem Thema ohne jeden Zweifel bestätigen.

    Es reicht ganz sicher nicht aus, einfach nur ein einzelnes Seminar abzusagen, zugleich aber das perverse, Menschen verachtende und höchstgefährliche Gedankengut, das hinter diesen kriminellen Aktivitäten steht, dennoch verteidigen bzw. salonfähig machen zu wollen.

    Es ist ein Skandal, dass die Ministerin einer angeblich freiheitlich-demokratischen Regierungen derartige Gesinnungen und Bestrebungen auch noch fördert, anstatt sie aktiv zu bekämpfen und zu unterbinden.

    Die größte Frechheit besteht darin, solche Machenschaften, die Menschen im schlimmsten Fall in den Selbstmord treibt, auch noch mit dem "Recht auf Selbstbestimmung" rechtfertigen zu wollen.

    Wer am Recht auf Selbstbestimmung - einem in der Tat fundamental wichtigen Menschenrecht - interessiert ist, der muss dafür sorgen, dass sich in dieser Gesellschaft KEIN einziger Mensch mehr wegen homosexueller Empfindungen "unwohl" fühlen muss, sondern vielmehr müssen sexuelle Vielfalt und homosexuelle Identität von frühester Kindheit an als positiver Wert und als uneingeschränkt gleichwertige sexuelle Identität vermittelt werden.

    Ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels ist das ausdrückliche Verbot von Gruppierungen und Veranstaltungen, die einen derartigen Angriff auf die Menschenwürde propagieren, wie im vorliegenden Fall geschehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 gerdAnonym
  • 09.01.2008, 23:59h
  • Sollte die Nachricht zur Absage des Seminar stimmen, so begrüße ich diese Entscheidung der Veranstaltungsleitung von Christival in Bremen sehr.

    Reichelsheim propagiert unter Führung von Kinderärztin Christl Ruth Vonholdt und Juristin Monika Hoffmann immer noch die schädliche und für die Psyche von Menschen gefährliche Reparative Therapie. Damit vertreten diese Personen eine seit Jahrzehnten von den Psychologenverbänden weltweit abgelehnte Methode, wie dies beispielsweise die APA in den Vereinigten Staaten klar in einem Statement zum Ausdruck gebracht hat. Wohin solche ideologisch motivierten Pseudotheorien führen zeigt der Amoklauf in Colorado Springs, wo ein junger Mann Opfer dieser Therapie wurde und sich in seiner Wut gerächt hat. Ich empfehle zu diesem katastrophalen Therapieansatz auch den guten Film "Latter Days", wo dies am Beispiel eines Mormonenpredigers dargestellt wird.

    Reichelsheim und die OJC sollte sich anderen viel wichtigeren christlichen Themen zuwenden und endlich das Thema "Reparative Heilungsmethoden" zu Grabe tragen. Sie sollten endlich ihren Frieden schliessen, dass heute in Deutschland homosexuelle Paare offen glücklich zusammenleben, einen Segnungsgottesdienst in vielen christlichen Kirchen erhalten und am Standesamt heiraten können.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 stefanoAnonym
  • 10.01.2008, 00:55h
  • sjoegren, sehr interessanter beitrag! wie genau ist das? was geht in diesen menschen vor, die sich in der szene rumtreiben, sich dann aber als "geheilt" bezeichnen? machen sie das absichtlich? sind sie sich bewusst, dass sie "lügen"? und wieso tun sie das? sie wissen ja, dass sie nicht "geheilt" sind., weshalb also behaupten sie das gegenteil? nur, um die bewegung glaubwürdig zu machen? aus angst? häh?

    hoffentlich verstehst du meine genaue frage! ;-) bin gespannt!
  • Antworten » | Direktlink »