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Köln (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband hat nach YouTube auch die Website magistrix.de wegen der Publikation des Hass-Liedes "Keine Toleranz" vom Berliner Rapper G-Hot angezeigt. Während auf der Videoplattform YouTube der Song angehört werden kann (queer.de berichtete), druckt magistrix.de den vollen Text ab. Auch hier unterstützen viele Kommentatoren den Rapper ("Der erste der Eier hat mal in diesen Kaputt land").

In dem bereits vor einem halben Jahr veröffentlichtem Song heißt es unter anderem: "Wir dulden keine Schwuchteln" / "Meiner Meinung (nach) hat sowas kein Leben verdient" / "Ich geh mit 10 MGs zum CSD".

"Man kann nicht einfach zu Gewalttaten gegen Minderheiten aufrufen", erklärte Klaus Jetz vom LSVD gegenüber queer.de. "Hier hört die künstlerische Freiheit auf". Mitglieder haben den Verband auf die Veröffentlichung aufmerksam gemacht.

Magistrix.de hat im Impressum eine britische Adresse angegeben. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt nun von Amts wegen. (dk)



Hasssänger: Anklage gegen G-Hot

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den Grünenpolitiker Volker Beck informiert, dass die Ermittlungen gegen die Rapper Gökkan Sensan ("G-Hot") und "Boss A" wegen der Herstellung und Veröffentlichung eines homophoben Songs im Internet abgeschlossen sind.
G-Hot entschuldigt sich

In einer zweiminütigen Video-Botschaft entschuldigt sich der Rapper für sein Hass-Lied. Derweil nimmt die Kritik an MyVideo.de zu.

12 Kommentare

#1 tommiboyAnonym
  • 10.01.2008, 16:17h
  • ""("Der erste der Eier hat mal in diesen Kaputt land"). ""

    *Lach*

    Ist die Frage von welchem Land "Er" hier spricht. Von dem Land, das er sich ausgesucht hat darin zu leben?

    Ich frage mich, wieso solche Leute nicht in ihr Heimatland zurückkehren und den Hänkern beim Richten der Schwulen zujubeln...
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#2 SaschaAnonym
  • 10.01.2008, 16:42h
  • @tommiboy:

    Also, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit "migrantischem Hintergrund", die ich kenne, leben hier in aller Regel schon in der dritten Generation, sehen sich aber interessanterweise immer noch als "Ausländer" und "Nichtdeutsche" und werden von der Gesellschaft als solche gesehen.

    Ob das vielleicht auch und vor allem mit der völlig verfehlten, im Grunde massiv fremdenfeindlichen DEUTSCHEN Politik zu tun hat?

    Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass es sich freiwillig jemand aussuchen würde, in einem Land zu leben, in dem er vom ersten Tag an und spätestens durch das perverse, sozialselektionistische deutsche Schulsystem zum "Prekariat" erklärt wird und auch ansonsten von Herrn Koch und Co. den Eindruck vermittelt bekommt, sowieso nur der letzte Abschaum in dieser Gesellschaft zu sein. Das fängt übrigens schon beim immer noch dem "arischen" Gedanken verpflichteten deutschen Staatsbürgerrecht an.

    Dass wir uns nicht falsch verstehen: Meine Ausführungen beziehen sich nicht auf die hier zu Recht an den Pranger gestellten Hass-Rapper, deren Ausbrüche selbstverständlich verboten und gesetztlich geahndet gehören.

    Aber wer - wie du in deinem Posting - daraus Schlussfolgerungen über die allgemeine Situation und Konstitution junger Menschen mit migrantischem Hintergrund in dieser Gesellschaft ableiten möchte, sollte doch etwas besser informiert sein und nicht nur den rechtsradikalen Schwachsinn nachplappern, den Herr Koch und seine Parteifreunde alle (vier) Jahre wieder zum Besten geben.
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#3 ingoAnonym
  • 10.01.2008, 22:40h
  • #2 Sascha schreibt am 10.01.2008, 16:42:58 Uhr:
    Also, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit "migrantischem Hintergrund", die ich kenne, leben hier in aller Regel schon in der dritten Generation, sehen sich aber interessanterweise immer noch als "Ausländer" und "Nichtdeutsche" und werden von der Gesellschaft als solche gesehen.
    Ob das vielleicht auch und vor allem mit der völlig verfehlten, im Grunde massiv fremdenfeindlichen DEUTSCHEN Politik zu tun hat?

    ------

    Hallo Sascha, du scheinst ja anscheinend nur Migranten türkischer oder arabischer Herkunft zu kennen. Ich habe z.B. mit Vietnamesen, Cubanern, Polen, Italienern andere Erfahrungen im Arbeitsalltag gemacht. Die brauchten z.B. keine 3 Generationen, um die deutsche Sprache zu erlernen, sie hatten keine Probleme, sich mit mir oder anderen zu unterhalten, sie hatten auch keine Probleme, sich am Leben im deutschen Alltag zu beteiligen und sich eizubringen. Selbst für Vietnamesen, deren Sprache für mich immer ein Geheimnis bleiben wird, war es nach einem halben Jahr Schulbank möglich, deutsch zu sprechen.

    Anders als Deine erwähnten Jugendlichen und jungen Erwachsenen!
    Sie haben sich genau dieses Land mit seinem perversen, kostenlosen Schulsystem ausgesucht.
    Sie haben sich genau dieses perverse Land mit seinen sozialen Annehmlichkeiten ausgesucht.
    Sie haben sich genau das Land, dem Du „arisch“ verpflichtendes, deutsches Staatsbürgerrecht nachsagst, aus welchen Gründen auch immer, zugewand.
    Sie machen sich selbst zum Prekariat!
    Niemand zwingt sie, in einem so perversen Land zu leben. Wir haben offenen Grenzen. Merkwürdig, dass sie bleiben.

    Leute, wie der Kommentator von „Der erste der Eier hat mal in diesen Kaputt land“ hat erstens auch noch keine besonderen Deutschkenntnisse und hätte, zweitens, genau wie die Schläger von München oder Heilbronn (war gestern) wahrscheinlich ebensowenig Hemmungen, einen deutschen Rentner zusammenzuschlagen.
    Kein Pole, Vietnamese, Cubaner, Italiener, Indianer, Eskimo würde sich auf solch ein Niveau herablassen. Selbst ein Rechtradikaler hätte bei Rentnern Skrupel.

    Skrupellos sind Moslems!

    #1 tommiboy schreibt am 10.01.2008, 16:17:50 Uhr:
    ""("Der erste der Eier hat mal in diesen Kaputt land"). ""

    *Lach*

    Entweder, man hat Eier, oder man redet drüber!

    *auch lach*
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#4 PoldiAnonym
  • 10.01.2008, 22:40h
  • ja, ja @sascha
    das sind sind schon starke kerle, die alte männer krankenhausreif schlagen oder in gruppen über einen einzelnen herfallen.
    man muss nicht ständig das selbe herunterbeten. es ist nicht nur die ausländerpolitik schuld an dem unglück, sondern auch in gleichem masse diese jugendlichen und ihre eltern selbst, da sie sich auf grund ihres glaubens, der nicht nur religion ist, sondern auch soziales reglement, dieser gesellschaft verschliessen.
    es ist vielmehr der kampf einer religiösen gegen eine sekularisierte gesellschaft, bei dem die mental schwächeren auf der strecke bleiben und orientierungslos resignieren.
    wir haben doch in den osteuropäischen ländern ein ähnliches problem. die religionen wurde über lange zeit unterdrückt und erleben heute ihre renaissance. die neue sexualmoral, auf die man sich beruft, entspringt der religiösen tradition, deren wurzeln in einem halben jahrhundert nicht absterben konnten.
    schliesst sich dann nicht dort der kreis, wo die auf der strecke gebliebenen das heil in der religiösen tradition suchen, in der sie ihrem zorn dadurch freien lauf lassen und andere, vor allem minderheiten nach alter tradition geiseln.
    als im jahr 1870 die weltliche herrschaft der päpste endete, bäumte sich pius IX ein letztes mal auf, als er das unfehlbarkeitsdogma verteidigte:
    "la tradizione sono io" - die tradition bin ich.
    wir haben diese schreckliche tradition grösstenteils überwunden.
    von muslimischen mitbürgern kann erwartet werden, dass sie teilweise auch mit ihrer religiöse tradition brechen und sich in den kulturkreis, in dem sie leben, so gut wie möglich, integrieren, um darin überlebensfähig zu sein.
    in der demokratie muss es möglich sein, uneingeschränkt über diese problematik zu diskutieren.
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#5 gute KampagneAnonym
  • 11.01.2008, 11:01h
  • Super, dass der LSVD so am Ball bleibt.

    Das sollten wir doch eine Mitgliedschaft honorieren.
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#6 SaschaAnonym
  • 11.01.2008, 23:58h
  • @Poldi:

    Wer an einem perversen Bildungssystem festhält, das insbesondere junge Menschen türkischer Abstammung de facto auf das gesellschaftliche Abstellgleis schiebt, braucht sich nicht darüber zu wundern, dass einige (bei weitem nicht die Mehrzahl) dieser jungen Menschen Zuflucht in ihren tradtionellen Milieus suchen. Gerade weil das traditionelle soziokulturelle Umfeld dieser Gruppe sich von dem hiesigen recht deutlich unterscheidet, hätte die deutsche Politik von Anfang an dafür sorgen müssen, dass die Einwanderer, die seinerzeit wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands beigetragen haben, sich hierzulande anerkannt und als gleichberechtigte Staatsbürger fühlen und ihre Kinder effektiv gleiche soziale Chancen erhalten. Hierzu hätte es - das gilt übrigens auch für alle anderen sozial benachteiligten Gruppen - einer besonderen Föderung junger Menschen mit migrantischem Hintergrund in einem dafür geeigneten Schulsystem bedurft. Die skandinavischen Ländern machen vor, wie es geht!

    All dies ist aber in Deutschland aus rein ideologischen, zu einem großen Teil fremdenfeindlichen Motiven bis zum heutigen Tage in keiner Weise hinreichend geschehen. Und dann erlauben sich eben diese dreisten, in Wahrheit rechtsradikalen Ideologen, die Ergebnisse ihrer eigenen perversen Politik eben den jungen Menschen anzulasten, denen in diesem Lande keinerlei angemessene soziale und gesellschaftliche Perspektive geboten wird.

    So sieht Menschen verachtende, diskriminierende, sozial ausgrenzende und im Kern rassistische Politik aus!
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#7 FloAnonym
  • 13.01.2008, 12:00h
  • Es wird auch endlich mal Zeit, dass wir alle rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten ausnutzen, um endlich das Verbreiten von Hass zu stoppen. Wir haben viel zu lange nur zugesehen und auf die Zeit und gute Worte gehofft.

    Da diese hasserfüllten Menschen mit Argumenten und Fakten aber nichts anfangen können helfen nur juristische Schritte und die Sprache des Geldes (Boykotte, etc.). Das ist leider das einzige, was die verstehen und ohne das, wird es immer schlimmer werden.
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#8 stromboliProfil
  • 13.01.2008, 13:41hberlin
  • ...was dem einen recht, ist dem anderen nicht gleich billig... !
    So könnte man den diskurs über die sogenannte migration umschreiben, aber der gegegenseitige vorwurf nützt keinem.
    @sascha,
    Richtig, die einst willkommenen wurden in die ecke gestellt, in der erwartung , nach ein paar jahren ansparen für ein häusle in anatolien, gehn die schon wieder von selbst zurück!
    Richtig, die 2te generation der hiergebliebenen, hat sich in ihre gefühlte heimeligkeit der migranten-gettos zurückgezogen.
    Richtig, von bereitschaft auf einander zu zugehen, keine spur auf beiden seiten.

    Aber es gibt auch unterschiede zu beobachten: zum beispiel schaffen mehr mädchen den abschluß und mehr noch den weg zu weiterführenden schulen. Übrigens kein phänomen der "ausländischen herkunft " , was immer das auch sein soll. Vielmehr dritt es durchgängig auf bei den sogenannten problemkindern, also kinder ,deren eltern, im erziehungsbereich, aus was für gründen auch immer, versagen! Also auch ein individuelles problem das sich mit allgemeinstatistik nicht recht abdecken lässt. In einem gewissen maß gilt: jeder ist seines glückes schmied! Was wir zu verfügung stellen müssen , sind die GLEICHEN VORAUSSETZUNGEN!
    Was sagt uns das nun? Vieleicht ,das mädchen, über ihre ohnehin benachteiligte situation als frau, sich dem streben nach aufstieg eher verschreibt als der tumbe macho, dem es genügt, mit den glocken zwischen den beinen zu bimmeln.
    Hier eine paralele zu untersuchungen aus der zeit vor 1989, schwule betreffend: ihr aufstiegswille war geprägt durch einen erhöhten bildungswunsch und arbeitsplatzauswahl.
    Ob das , in zeiten des in der mitte angekommenseins noch stimmt , wage ich mittlerweile zu bezweifeln!

    Also hat auch @poldi recht, wenn er von den verweigerungen der eltern schreibt: ...es ist nicht nur die ausländerpolitik schuld an dem unglück, sondern auch in gleichem masse diese jugendlichen und ihre eltern selbst, da sie sich auf grund ihres glaubens, der nicht nur religion ist, sondern auch soziales reglement, dieser gesellschaft verschliessen."
    Sich in den sozialen cocoon seiner religion zu verschließen, den gesellschaftlichen disput den religiösen sprechern und verbänden zu überlassen spricht bände!
    Dem gegenüber kann sich eine gesellschaft, egal wie offen oder represiv, nicht wehren. Das ist die eigentliche gefahr der wir gegenüber stehen: wir sprechen nicht mehr mit den menschen, wir sprechen mit interessenvertretern .

    In meinem viertel sind alle eckkneipen in türkischer hand. Und alle als vereinslokal deklariert, mit eintritt nur für vereinsmitgliedern! Nicht mal tafla eine backgammon variante kann man mehr dort mit ihnen spielen. Die möglichkeit des sich kennenlernens sich zunehmend auf deklamationsritualen beschränkt; mal aus rechten , mal aus linken ecken. Dabei fällt mir die abgrenzung der türkischen mitbürger am meisten auf; die arabischen sind alle öffentlich zugängig.

    Es mag sein , das religiöse einflüsse den kontakt erschweren, aber als alleinige erklärung ist mir das zu wenig. Vor 20 jahren waren die kneipen alle (!) offen, für alle! Was also hat sich gedreht und wie reagieren wir darauf. Da ist es nicht getan sich in sack und asche zu hüllen und sich den ausländerfeindlichkeitsmantel umzuhängen; da brauchts eine offene forderung auch an die andere seite: kommt endlich raus aus eurem selbstgemachten nationalitätsgetto, rein in eine alle umfassende gesellschaft.
    Das würde , um am thema g-hot zu bleiben, die gettophantasien wieder auf den realen boden zurückholen und den möchtegerncoolinthegangpseudogangstas den boden unter den verschwitzten schweißfüßen nehmen!

    Das es geht zeigt das beispiel rütlischule: die lehrerschaft, übergestresst, einen aufruf verfassen um auf die unhaltbaren zustände hinzuweisen; erfolg: eine medienkampagne die einerseits, nachahmungstäter unter den schülern an anderen schulen hervorbrachte, andererseits auch die schlafende bürokratie auf trapp brachte. Neue lehrer, aber wichtiger noch : endlich ein neues erziehungskonzept! Man könnte nun sagen : warum nicht gleich so !
    Mittelerweile vermarktet sich die schule samt schüler als vorzeige label , incl. modeschau. Aber warum auch nicht!
    EIGENINITIATIVE! Das war angesagt. Und eltern, die seit jahren nicht dem elterntagungen teilnehmen, nicht den forderungen der schulleitung zur zusammenarbeit/mitarbeit nachkommen, muß das recht des staates auf eingriff ins sogenannte elternrecht entgegengehalten werden. Egal aus welchem kulturzusammenhang selbige stammen! Aber auch die rechte des staates müßen GEMEINSAM erarbeitet sein
    , nicht in koch'scher manier aus dem rezeptbuch brauner köche stammen.
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#9 sajoAnonym
  • 17.01.2008, 11:55h
  • Super Kommentar von ingo, dem ist nichts hinzuzufügen!
    Während Sascha mal wieder einen unsäglichen Mist von sich gibt. Natürlich sind immer die Deutschen an allem Schuld. Warum bist du nicht im gelobten Land Brasilien geblieben?
    Pervers finde ich, dass der Staat uns nicht vor gewalttätigen Ausländern schützt!
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#10 antifahhAnonym
  • 17.01.2008, 12:40h
  • lesen hilft. uns ist bekannt, das jemand, der hier mal früher kommentiert hatte, bereits gegen ihn strafanzeige erstattet hatte.
    im übrigen gibt es auch websites, z.bsp. usenext, wo man sich den kompletten song als mp3 downloaden kann.
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