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Warschau (queer.de) - Der neue polnische Regierungschef Donald Tusk hat angekündigt, keine Reformen für Schwule und Lesben einzuläuten. "Es wird keine Legalisierung von homosexuellen Ehen geben und der Ministerrat wird sich erst gar nicht mit dem Thema beschäftigen", erklärte seine Regierungssprecherin Agnieszka Liszka nach Angaben von "Polskaweb". Zuvor hatte eine Homo-Gruppe der neu gewählten Regierung einen fertig vorbereiteten Gesetzentwurf zugesandt, mit dem die Rechte von Schwulen und Lesben auf europäisches Niveau gehoben werden sollte. Als Grund für die Abfuhr wird die ablehnende Haltung der polnischen Bevölkerung genannt.

Allerdings wolle die Regierung kleine Zugeständnisse machen. So solle die Möglichkeit eines CSD durch die Warschauer Innenstadt ab 2010 garantiert werden. Selbst das ist allerdings der ehemaligen Regierungspartei LPR zu viel. Ex-Vizeminister und Europaabgeordneter Wojciech Wierzejski erklärte mit Blick auf den CSD: "Es erwartet uns ein Heer von Kinderschändern und ein Tsunami der Unzucht." Er bezeichnete Schwule als "mächtige Gruppe von Personen mit psychischen Störungen". Er empfiehlt, dass sich ein "Chefarzt für Tierheilkunde"
Homosexuellen annehmen solle.

Der Konservative Donald Tusk hat im Oktober letzten Jahres die Wahlen gegen den Rechtspopulisten Jaroslaw Kaczynski gewonnen (queer.de berichtete). Kaczynski galt zuvor als schwulenfeindlichster Regierungschef der EU. (dk)



13 Kommentare

#1 stefanoAnonym
#2 wolfAnonym
  • 10.01.2008, 17:16h
  • also so leid es mir tut, so gehts nicht !
    wenn die polnische bevölkerung so sehr gegen schwule und lesben ist, hat dieses land in der eu nichts mehr verloren !
    die eu hat auf diese reizenden äusserungen sofort mit sanktionen zu reagieren und auch finanzielle einschnitte vorzunehmen, denn es ist dem polnischen volk unter keinen umständen zuzumuten hilfe und unterstützung von päderasten und tierisch kranken annehmen zu müssen, die arme bevölkerung kann das nicht mal beichten, weil sie nicht weiss warum, denn geld stinkt ja bekanntlich nicht !
    der klerikale verein hat nachweislich ganze arbeit geleistet und sollte besonders unter die lupe genommen werden mit seinen machenschaften, siehe radio maria ect. !
    aber allein die tatsache, dass hochrangige politiker mit solchen dogmen ungestraft in der öffentlichkeit schwadronieren gehen, ist absolut untragbar !
    wie soll mit einem solchen "partner" jemals eine gemeinsame verfassung entstehen können ????
    da ist ja nigeria eu tauglicher !
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#3 tomAnonym
  • 10.01.2008, 18:28h
  • gibts denn die heizkraftwerke aus der zeit noch, wo polen zu deutschland gehörte? Nicht dass so ein polnischer lausbub noch auf die idee kommt, mit gas anzufeuern und stückgut zu verbrennen.
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#4 AmirAnonym
  • 10.01.2008, 19:09h
  • Was hätte wohl Tusks Vater dazu gesagt, der gemeinsam mit Homosexuellen und anderen Minderheiten im KZ unmenschlich behandelt wurde?
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#5 michael1989Anonym
  • 10.01.2008, 21:49h
  • naja was soll man denn erwarten wenn man vor nichteinmal einem jahr quasi gesagt hat wir homos gehören ausgerottet dann kann man nicht so einen spagat wagen.... außerdem ist die polinische bevölkerung ja auch nicht dafür.... muss noch einiges passieren bevor wir westeuropäisches "feeling" in der hinsicht in polen zu erwarten hat......
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#6 michael1989Anonym
  • 10.01.2008, 22:11h
  • was ich noch allgemein sagen wollte
    wir homos reagieren viel zu sensibel auf unser "handycap" wir sollten einsehen, dass sich nicht alles nur um uns dreht sondern auch andere probleme und interessen um die es geht.... man sollte auf keinenfall sanktionen einleiten wenn es vorurteile gegenüber uns gibt...
    das sind zustände die man beheben kann.....
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#7 wolfAnonym
  • 11.01.2008, 08:35h
  • @michael
    ich habe weder ein handicap, noch bin ich behindert, nur weil ich schwul bin ! allerdings bin ich sensibel genug um mich dagegen zu wehren jeden 2. tag von irgendeinem, meist "hochrangigem" heini, als pädophil, pevers und krank bezeichnet zu werden !
    nur das schwule problem ist in diesem zusammenhang gar nicht ausschlaggebend, denn alle zur eu beigetretenen länder im osten haben ähnlich gesellschaftspolitische probleme und sind im moment eigentlich nicht zu integrieren ! werfen die eu damit um jahrzehnte in ihrer entwicklung zurück, profitieren aber ohne ende.
    wieso sollen wir das schulschiff für diese machtspielchen sein , und sie auch noch finanzieren ???
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#8 holgerAnonym
  • 11.01.2008, 08:50h
  • bauern, die äpfel verkaufen, deren größe nicht irgendeiner eu-richtlinie entsprechen, müssen starfen zahlen. und derart menschenverachtende äußerungen bleiben ohne folgen und öffentliche reaktionen?????

    ...in welcher welt leben wir eigentlich????
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#9 SchorschAnonym
  • 11.01.2008, 09:14h
  • Polen ist ein klares und mahnendes Beispiel dafür, welche Schäden jahrhundertelange unhinterfragte und unkontrollierte religiöse (in diesem fall christlich-katholische) Propagande in den Köpfen der Menschen anrichtet und wie sehr dadurch der Fortschritt in sozialer und ethischer Hinsicht geschädigt wird. Wir sollten uns öfter klar machen, dass nicht nur Religionen mit Bärten und Kopftücher ernste Gefahr für den Fortschritt der menschlichen Zivilisation insgesamt bedeuten.

    Ich kann in dem Zusammenhang - aber das ist nur eine persönliche Meinung - diese Organisation sehr empfehlen:
    www.giordano-bruno-stiftung.de
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#10 LukeAnonym
  • 11.01.2008, 18:09h
  • Noch vor wenigen Wochen wurde ich hier an ähnlicher Stelle zu einem ähnlichen Thema der Polenfeindlichkeit bezichtigt, als ich gesagt habe, dass dieses Land bzw. viele (zu viele) Polen immer noch am Rock der katholischen Kirche hängen und in großer Zahl homophob sind. Jetzt hier dieser Umschwung, komisch.

    Nun gut, ich wiederhole mich ungern, aber ich sage es gern noch ein Mal, fast alle Länder des ehemaligen Ostblocks, die Tschechische Republik mit ihrer angeblich liberalen Haltung zur Homosexualität eingeschlossen, sind durchweg überfordert, wenn es um Homosexuelle und deren Rechte geht. Und wer glaubt, dass es bei einem EU-Beitritt um die Einhaltung von Rechten und Gesetzen geht, der sollte spätestens jetzt merken, das das nicht der Fall ist. So schnell wie möglich Staaten des ehemaligen Ostblocks in die EU einzuverleiben, scheint mir eher eine Sache des Prestiges zu sein. Frei nach dem Motto: Wir haben eben doch immer Recht gehabt!

    Alles muss schnell gehen, da bleiben halt ein paar auf der Strecke, Hauptsache die Subventionen fließen. Hier wäre ein Punkt, wo die EU ansetzen könnte, um wirklich etwas zu bewegen. "Ihr bekommt nur dann Kohle, wenn Ihr etwas an eurer homophoben Haltung macht. Fördert Aufklärungskampagnen, setzt Euch mit den Menschen auseinander und sucht den Dialog. Keine Besserung, keine Kohle" Aber ich glaube nicht, dass sich die EU-Abgeordneten auch nur ansatzweise zu so einer Maßnahme durchringen können. So zahlen wir weiter für Länder, in denen wir nur von wenigen als normale Menschen gesehen werden. Was soll's, der Kohle sieht man ja nicht an, woher sie kommt. Vielleicht markiere ich ab heute jeden Geldschein mit dem Aufdruck: Achtung ich habe mal einem Homo gehört! Mal sehen wer sich sträubt, den anzunehmen.
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