Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8158

Südamerika ist nirgends homofreundlicher, trotzdem ist Uruguay in unseren Breiten noch weitgehend unbekannt – zu Unrecht!

Von Dennis Klein

Uruguay hat gerade mal so viele Einwohner wie Berlin. Eingequetscht zwischen Brasilien und Argentinien führt es tourismustechnisch ein Nischendasein. Schwule leben dort aber für südamerikanische Verhältnisse im Paradies: Der Präsident hat erst im Dezember ein Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe unterschrieben – im hochkatholischen Lateinamerika ein Novum! Und ein Besuch lohnt sich: Die Küste der Rio de la Plata ist bezaubernd und die Szene in der Hauptstadt Montevideo vibriert. Kein Wunder, dass Brasilianer und Argentinier gerne hier Urlaub machen.

Von Deutschland aus bedienen mehrere Fluglinien den kleinen Staat. Am günstigsten ist dabei die brasilianische Gesellschaft TAM Linhas Aéreas, die von Deutschland aus über São Paulo nach Montevideo fliegt.

In der größten Ortschaft des Landes wohnt mit 1,5 Millionen Menschen fast die Hälfte der Bevölkerung. Die am Weihnachtstag 1726 gegründete Stadt erinnert mit ihrer sehenswerten Architektur an Buenos Aires – die Bevölkerung ist aber viel gelassener als in der argentinischen Metropole.

Sehenswert ist vor allem der Ortsteil Ciudad Vieja, in dem die kulturelle Avantgarde lebt und feiert. Hier wurde letztes Jahr übrigens auch ein Monument für die schwul-lesbischen Opfer der deutschen Nationalsozialisten eingeweiht – ohne den Streit, den das Berliner Mahnmal zur gleichen Zeit verursachte. Besonders viel Party machen die Uruguayer am 18. Juli, ihrem Nationalfeiertag. Dann gibt es ähnlich wie beim rheinischen Karneval kein Halten mehr.

Für Schwule öffnet jedes Wochenende der trendige Tanzschuppen Cain am Arenal Grande. Alle hübschen Jungs und Männer aus Uruguay versammeln sich bereits ab 11 Uhr morgens – richtig los geht’s aber erst nach Mitternacht. Auf mehreren Stockwerken wird alles angeboten von Country bis Techno. Stripper, Go-go-Tänzer und Shows versüßen den Partyabend. Zudem kann man in einem großen Darkroom (und einigen anderen Ecken) die Uruguayer mal von der anderen Seite kennen lernen. Auch mehrere schwule Saunen und der Cruising-Beach Turisferia im Süden der Hauptstadt laden zu Kontakten ein.

Wem nach der Party nach einem stressfreien Strandurlaub zumute ist, kann im 120 Kilometer entfernten Punta del Este auf seine Kosten kommen. Hier gibt es die wohl glamouröseste Strand-Szene Südamerikas – Rio ist kalter Kaffee dagegen! Einige gut betuchte Ausländer haben das bereits entdeckt und sich hier niedergelassen, was zum internationalen Flair beiträgt. Die Strände sind himmlisch, das Klima nicht zu heiß wie in subtropischen und tropischen Regionen weiter nördlich. Allerdings muss man sich sputen: Im April steht der Herbst bereits vor der Tür. Doch der nächste Sommer kommt in Uruguay immer…

13. Januar 2008



#1 redforceAnonym
#2 gerdAnonym
  • 15.01.2008, 09:06h
  • Sehr schön...gefällt mir gut. Falls mein Mann und ich einmal nach Südamerika reisen sollten, werden wir Uruguay wohl auch besuchen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 hwAnonym
#4 MichaelAnonym