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Bereits in der dritten Staffel begeistert die Fernsehserie "Six Feet Under" die Zuschauer in den USA. Jetzt soll auch das Herz des deutschen Publikums erobert werden. Zunächst mit der gerade erschienen ersten Staffel auf DVD und beim Bezahlsender Premiere. Irgendwann in diesem Jahr dann auch auf VOX. Die Serie hat das Zeug, auch hierzulande Kult in der Community zu werden. Denn es gibt einen überzeugend gespielten Schwulen.
Schwarzer Humor, bislang eine Bastion der Briten, findet man nun ebenbürtig in amerikanischen Produktionen. "American Beauty" ist so ein Beispiel. Wer sich beim Anschauen der ersten Folge von "Six Feet Under" an genau diesen Film erinnert fühlt, den trügt der Instinkt nicht. American Beauty-Autor Allan Ball ist für diese Serie als Co-Autor und Executive Producer verantwortlich.

Schauplatz der Handlung ist das Leben einer amerikanischen Familie Fisher, die ihren Lebensunterhalt durch Beerdigungen verdient. Als der Vater Nathaniel an Heilig Abend durch einen Verkehrsunfall mit seinem nagelneuen Leichenwagen stirbt, muss die Familie zusammenrücken. Die beiden Söhne Nate und David müssen zusammen mit der Mutter Ruth und der jüngsten Tochter Claire das Bestattungsinstitut weiter führen. Es prallen Welten aufeinander. Der älteste Sohn ist vor dem Familienleben geflohen und hat die letzten zehn Jahre in Europa verbracht. David verkörpert nach außen hin den konservativen Saubermann, lebt aber ein heimliches Leben als Schwuler. Sein Lover, ein Cop, fordert ihn immer wieder zum Coming out auf. Die Matriarchin Ruth muss sich mit ihrem heimlichen Ex-Lover nach dem Tod ihres Mannes neu arrangieren. Und die etwas egozentrische Claire lässt schon mal den Fuß eines Verstorbenen mitgehen, um es ihrem treulosen Freund heimzuzahlen.

Running Gag der Serie: Zu Beginn stirbt jeweils eine Person, die es zu bestatten gilt, und die Verstorbenen reden gern schon mal in das Gewissen ihrer Bestatter. Während sich Nate immer wieder mit seinem Vater wegen ihres gestörten Verhältnisses auseinander setzt, wird David von allen möglichen Toten wegen seiner Feigheit und seines Lebens im Schrank ausgelacht. Besonders bewegend ist die Folge "Davids Gewissen", in der ein junger Schwuler brutal ermordet wird. Dessen Tod bringt David endlich dazu, sich seiner Mutter zu öffnen. Michael C. Hall spielt den verklemmten David mit Bravour.

Six Feet Under, erste Staffel mit 13 Folgen auf DVD