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Berlin (queer.de) - Volker Beck hat seine Kritik an der evangelischen Großveranstaltung "Christival" verteidigt. "Wenn ein Seminar behindertenfeindlich, antisemitisch, antihomosexuell, rassistisch oder frauenfeindlich ausgerichtet ist, werde ich mir immer die Freiheit nehmen, dies zu kritisieren, und ich erwarte von jeder demokratischen Politikerin und jedem demokratischen Politiker klare Distanz", erklärte Beck auf die Frage eines Christen im Portal "Abgeordnetenwatch". Dieser hatte dem menschenrechtspolitischen Sprecher der Grünen vorgeworfen, den Jugendkongress in "Misskredit" bringen zu wollen. "Spielen Sie bitte nicht die verfolgte Unschuld!", warf Beck daraufhin seinem Kritiker entgegen. Wenn dieser meine "man könnte über Homosexualität nur als Defizit, Krankheit oder Sünde sprechen, dann ist womöglich diese Ihre und Ihrer Freunde Haltung das Problem."

Christival war in die Kritik geraten, weil dort ein Seminar angeboten werden sollte, das die Umerziehung von Schwulen und Lesben zu Heterosexuellen zum Thema hat. Schirmherrn der Veranstaltung ist die CDU-Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (queer.de berichtete). Nach Protesten zogen die Veranstalter das Seminar zurück, blieben aber dabei, dass Homosexuelle therapiert werden sollten (queer.de berichtete).

Christival findet vom 30. April bis zum 4. Mai in Bremen statt. (dk)



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Polizei nimmt 34 Christival-Gegner fest

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Nach Protesten: Christival-Seminar verlegt

Ein Wüstenstrom-Seminar ist nach Protesten von Homo-Aktivisten verlegt worden und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

10 Kommentare

#1 stefanoAnonym
#2 wolfAnonym
  • 15.01.2008, 13:54h
  • abgesehen davon, dass diesen ganzen christinianisierungshumbug kein mensch braucht, ist es schon selbstverständlich, dass solche veranstaltungen prinzipiell in "missionarischem eifer" missbraucht werden !

    man kann auch mit abstand und "anstand" hallellujah singen und rituale zelebrieren "zur persönlichen erbauung", keine frage, am besten mit händel oder bach !!!
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#3 holgerAnonym
  • 15.01.2008, 14:08h
  • auch ich als pfarrer kritisiere diese veranstaltung, ist sie doch unvereinbar mit meinem christlichen selbstverständnis.

    volker beck hat uneingeschränkt recht!!!!
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#4 wolfAnonym
  • 15.01.2008, 14:22h
  • @holger
    vielen dank für deinen kommentar.
    ich bewundere die vielen pfarrer und priester, die ihrer arbeit noch gewissenhaft nachgehen können, ob dieser merkwürdigkeiten, es ist mit sicherheit nicht einfach, schon garnicht im alltäglichen leben, denn da sind die unspektakulären dinge angesagt !
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#5 Franky_EyesAnonym
#6 SvenAnonym
  • 15.01.2008, 15:23h
  • Ja, ich hätte auch ein tolles Thema:
    "Glaubensfreiheit durch Religionsverbot"
    Frei im Glauben sind wir schließlich nur, wenn es keine Religionen gibt, die einem den Glauben diktieren wollen.
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#7 Jörg GengnagelAnonym
#8 gerdAnonym
  • 15.01.2008, 23:02h
  • Das hat Volker Beck sehr gut gemacht und er hat da auch meine volle Unterstützung. Heilungsseminare in Deutschland sollten wir mit aller Kraft kritisieren und nicht zulassen. Die Veranstalter sind rein ideologisch motiviert (siehe hierzu den Film Latter Days) und unglaubwürdig. Sie müßten erstmal öffentlich erklären, dass es sie freut und dass sie es gut finden, wenn homosexuelle Paare glücklich zusammenleben. Da aber ist gerade bei den Veranstaltern Fehlanzeige. Wenn Frau Vonholdt oder Frau Hoffmann eine schriftliche Erklärung abgeben würden, dass sie homosexuelle Paare akzeptieren und diese unterstützen, wie es das Grundsatzdokument der EKD "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" aufzeigt, dann erst gewinnen solche Menschen wieder ein wenig an Glaubwürdigkeit zurück.
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#9 GrueneAnonym
  • 28.01.2008, 19:34h
  • Jetzt wird es eng für die Wirrköpfe

    Grüne warnen vor Ex-Gay-Bewegung und obskuren Homo-Heilern

    typo3.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/News/1607917.pdf

    Mit einer Kleinen Anfrage warnen Bündnis 90/DIE GRÜNEN vor obskuren Therapieangeboten zur "Heilung von Homosexualität" durch christlich-fundamentalistische Gruppen und die Scientology-Organisation.

    Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, erklärt: "Die Bundesregierung muss vor diesen gefährlichen Angeboten warnen. Solche pseudowissenschaftlichen Therapien und Kurse können schwere psychische Folgen für die Betroffenen haben.
    Die Bundesregierung hat hier Verantwortung im Sinne des Patienten- und Verbraucherschutzes, zumal einige Organisationen den Eindruck in der Öffentlichkeit zu erwecken suchen, sie wären seriöse Forschungseinrichtungen und wären staatlich anerkannt.

    In letzter Zeit treten einschlägige Organisationen verstärkt öffentlich auf. Dabei versuchen sie durch eine geschickte Umdeutung von Begriffen wie Selbstbestimmung und bestimmten Studien ihre religiös begründete Ablehnung der Homosexualität wissenschaftlich oder ethisch zu verbrämen."

    Zuletzt hatte die Diskussion um ein "Homoheilung"sseminar bei dem evangelikal orientierten Christival-Kongress, dessen Schirmherrschaft die Bundesjugendministerin übernommen hat, für öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) und die Grünen hatten mit ihrer Kritik eine Absage des Seminars bewirkt.

    typo3.lsvd.de/611.0.html?&cHash=a0cd38f350&tx_ttnews[backPid
    ]=7&tx_ttnews[tt_news]=6566
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#10 TomAnonym
  • 27.04.2008, 12:58h
  • Wenn ich mir so manchen Gay-Chatroom anschaue, bin ich mir nicht sicher, ob sich diese Szene wirklich toleranter darstellt als ein Teil der Veranstalter des Christivals. Wie dort z.T. über "Ex-Gays" hergezogen wird und "Ex-Ex-Gays" beklatscht weden, grenzt, denke ich, nicht weniger an Diskriminierung. Sind die Schulbladen "Hete", "Gay", "Ex-(Ex-)Gay" wirklich hilfreich für ein friedliches Zusammenleben oder sollten sie nicht endlich und endgültig auf den Schrotthaufen für sprachlichen Sondermüll geworfen werden? Aggression und Intolleranz von welcher Seite auch immer bringen uns, denke ich, auch im 21. Jhd. nicht weiter. Darum kehre jeder vor seiner eigenen Haustür und achte auf seinen eigenen Sprachgebrauch, wo dieser Menschen (Homo, Christ, beides u.v.m.) diskriminiert und ausschließt.
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