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Wien (queer.de) - Ein Wiener Gericht hat heute entschieden, dass das Wort "Berufsschwuchtel" keine Beleidigung darstellt. Der FPÖ-Politiker Dimitrij Grieb hatte vergangenes Jahr in einem Kommentar in der Wochenzeitung "Zur Zeit" den 44-jährigen Gery Keszler, Organisator der Aids-Benefizveranstaltung Life Ball, mit diesem Wort beschimpft. Daraufhin klagte Keszler. Richterin Brigitte Zeilinger erklärte nach Angaben des "Standard", "Berufsschwuchtel" sei in diesem Fall "zu wenig beleidigend, um die Meinungsfreiheit außer Kraft zu setzen".

Grieb, der persönlicher Mitarbeiter eines Europa-Abgeordneten der rechtspopulistischen FPÖ ist, hatte den Life-Ball-Organisator angegriffen, weil "das jemand ist, der ständig seine geschlechtliche Orientierung zur Schau trägt wie ein Adelsprädikat". Das Wort sei daher als "Stilmittel der Übertreibung" zu sehen. Dieser Argumentation folgte Richterin Zeilinger. Weil Keszler massiv in der Öffentlichkeit stehe, müsse er sich "auch öffentliche Kritik gefallen lassen", erklärte sie. Zwar sei der Kommentar "böse gegen Homosexuelle geschrieben", das decke sich aber noch mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung.

Keszler will Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Er nannte den betreffenden Ausdruck "ein widerliches Schimpfwort" und "vulgär". (dk)



36 Kommentare

#1 BjörnAnonym
  • 15.01.2008, 17:58h
  • Schön, daß man nun selbst in der Bundesrepublik - wo man österreichische Politik eigentlich nie zur Kenntnis nimmt - weiß, was irgendein FPÖ-D*** in einem rechtslastigen Käsblättchen zusammengeschmiert hat. Aber es gilt natürlich noch immer: Viel Feind - viel Ehr'.
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#2 joshAnonym
  • 15.01.2008, 18:23h
  • tut mir leid, so leicht kann man das nicht nehmen, finde ich. erinnert euch an moskau wo ähnliche urteile gefällt wurden. ja viel feind , viel ehr. aber auch was für eine welt rückwärts in der das diffamieren und beleidigen von schwulen juristisch erlaubt ist.
    zum glück ist die würde des menschen unantastbar. ha!

    was ist der nächste schritt?
    muss wer sich abends im wiener stadtpark rumdrückt dann "hinnehmen" dass er zum schwulenklatschen rechtsradikaler ein willkomenes opfer ist?
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#3 wolfAnonym
  • 15.01.2008, 18:43h
  • möchte mal wissen, was die herren sagen, wenn man sie als nazischwengel bezeichnen würde !
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#4 PI LeserAnonym
  • 15.01.2008, 19:11h
  • So tragisch ist das auch wieder nicht. Die Grünen bezeichnen ja auch dauernt irgendwelche Kardinäle oder Politiker als Hassprediger oder stellen unsinnige Vergleiche zu Pol Pot her. Da muss man sich nich Wundern wenn die andere "Seite" dann auch sowas macht.
    Als Berufsschwuchtel würde Ich auch Volker Beck bezeichnen, denn genau das isser auch.
    Meiner Meinung nach sollte man sagen dürfen was man will, auch wenn es den Politisch Korrekten SED Wählern hier nicht gefällt.
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#5 hwAnonym
  • 15.01.2008, 19:53h
  • heute wurde mir von einem bekannten der körperliche vollzug des verbalen mobbens an einem schwulen schüler in einer mannheimer privatschule, fast auschließlich deutsche mittelschicht, während des
    sportunterichtes berichtet.
    er wurde brutal zusammengetreten. das in anwesenheit des sportlehrers, der wegen des lärms
    in der sporthalle nicht mit bekam, was hinter den geräten geschah.
    die polizei verhaftete die täter nach kurzer zeit in der schule. der schwule schüler kam mit notarzt ins krankenhaus.
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#6 wolfAnonym
  • 15.01.2008, 19:58h
  • @PI
    lies mal den karl may zu ende, hilft dem satzbau .......... ?
    man muss mit herrn beck nicht immer einer meinung sein,
    aber sein engagement, das er immer wieder zeigt, zu bemängeln ist einfach nur bescheuert ! wenn mal alle schwänzlefasser so viel mut zeigen würden !
    hat mit den grünen eigentlich nicht viel zu tun !
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#7 LukeAnonym
  • 15.01.2008, 20:04h
  • Also gut ihr lieben Ösis, die dieses Urteil o.k finden, wir wissen ja alle, dass eure Sportler weder von Fußball noch von sonst irgendeiner Sportart ohne Schnee eine besondere Ahnung haben. Darüber hinaus wissen wir, dass einige von euch ihre rechte Gesinnung mit einer derart stolz geschwängerten Brust vor sich her tragen, dass einem manchmal das Kotzen kommt. Klar, dass gibt es bei uns auch, aber unsere Politiker haben jedenfalls manchmal noch ihre sieben Sinne zusammen und paktieren nicht mit diesen braunen Flachbirnen, so wie eure Regierungsvertreter das in der Vergangenheit mehr als ein Mal getan haben.

    Nun dieses Urteil, das mir wiederum beweist, dass ihr nicht mal auf rechtlicher Ebene in der Lage seit, diesem braunen Pack die Stirn zu bieten. Ich schätze, wenn Berufsschwuchtel für euch keine Beleidigung ist, dann ist es Berufsidiot mit Richterrobe wohl auch nicht. Glüchwunsch Österreich, aber nicht nur in Preussen sind die Richter auf dem rechten Auge hin und wieder blind.
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#8 SebiAnonym
  • 15.01.2008, 20:05h
  • Just heute hat jemand in meiner Gegenwart das Wort "Schwulität" benutzt. Gemeint war natürlich "Unannehmlichkeit". Ich hab mal angedacht, "Judität" oder "Niggertät" zu etablieren, damit auch die anderen Holocaustgruppen ihre Chance auf nachträgliche Dauerentwürdigung bekommen.
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#9 LukeAnonym
  • 15.01.2008, 20:14h
  • @ PILeser

    Volker Beck ist schwul und kein Berufsschwuler. Ich bin kein Grün- und erst recht kein SED-Wähler und finde trotzdem, dass ein Politiker sich nicht zu solchen Äußerungen hinreißen lassen darf. Vielleicht solltest du dich mal über die FPÖ informieren, bevor du hier irgendjemanden in irgendeine Ecke stellst. Das war nun wirklich nicht die erste verbale Entgleisung eines Vertreters dieser Partei und das hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun. Aber was soll's, deiner Meinung nach soll jeder sagen dürfen, was er will. Bin mal gespannt, wenn dich einer beleidigt, ob du dann auch noch so cool bist.
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#10 DavidAnonym
  • 16.01.2008, 01:02h
  • Darf man die FPÖ dann ofiziell auch als Nazis bezeichnen?
    Kann doch keine Beleidigung sein, oder??
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