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Stockholm (queer.de) - Die schwedische Opposition will mit der Einbringung eines Gesetzentwurfs die Öffnung der Ehe im Königreich erzwingen. Der bereits in den Ausschüssen behandelte Entwurf solle bald zur Abstimmung gebracht werden, erklärten die oppositionellen Sozialdemokraten, Grüne und die Linkspartei. Sechs der sieben im Parlament vertretenen Parteien unterstützen die Ehe-Öffnung. Nur die Christdemokraten – der kleinste der vier Koalitionspartner – verhindert derzeit die Gleichstellung von Schwulen und Lesben.

"Wir wollen Druck auf die Regierung ausüben, denn die hatte bereits zehn Monate Zeit. Wir sind bereit, die Regierung zu überrollen", erklärte die sozialdemokratische Abgeordnete Carina Moberg. Die Gegner der Ehe-Öffnung sind entrüstet über den Vorstoß der Opposition: "Das ist ein unmoralisches Vorgehen", erklärte die Christdemokratin Yvonne Andersson. Sie sagte, es müssten erst die Beratungen beendet werden, bevor eine Entscheidung getroffen werden könne.

Die Regierung gab an, sie wolle in Kürze eine einheitliche Linie festlegen. Da die Mehrheit aber äußerst knapp ist, müssten nur wenige Abgeordnete mit der Opposition stimmen, um den Entwurf Gesetz werden zu lassen.

In Schweden gibt es seit 1995 Eingetragene Partnerschaften, die bereits jetzt die selben Rechte und Pflichten beinhalten wie die Hetero-Ehe. Zuletzt hat sogar die evangelisch-lutherische Kirche, der drei von vier Schweden angehören, die Öffnung der Ehe befürwortet (queer.de berichtete). (dk)



#1 wolfAnonym
  • 16.01.2008, 12:35h
  • wie immer, die"superchristen" die soviel nächstenliebe predigen, sind dagegen, merkwürdige demokraten ?
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#2 MarekAnonym
  • 16.01.2008, 16:33h
  • "Nur die Christdemokraten – der kleinste der vier Koalitionspartner – verhindert derzeit die Gleichstellung von Schwulen und Lesben."

    Es sind immer und überall die Christdemokraten (egal ob in Schweden oder in Deutschland die CDU) und andere religiöse Eiferer, die echte Gleichstellung und Grundrechte für alle verhindern!

    Naja, in Staaten, wo diese Parteien auch genug schwule und lesbische Wähler/innen haben, haben wir es wohl auch nicht besser verdient...
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#3 manni2Anonym
  • 16.01.2008, 19:32h
  • Alter Schwede...da sollten sich unsere scheintoten Politker mal ein Beispiel dran nehmen. Besonders unsere Kanzlerin der
    Herzen!!!
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#4 Linu86Anonym
  • 16.01.2008, 22:33h
  • Mit Linkspartei, Grünen und Sozialdemokraten unterstützen SÄMTLICHE Oppositionsparteien den Vorstoß!

    Auf Seiten der Regierung unterstützen die Liberalen, das Zentrum, und sogar die KONSERVATIVEN (26% !) den Vorstoß zur Öffnung der Ehe. Die einzigen die dagegen sind, sind die Christdemokraten. Die haben bei der letzten Wahl aber meines Wissens gerade einmal etwas über 6% der Stimmen erhalten... Was für ein Witz, dass gerade einmal 6% der Gesellschaft den Fortschritt verhindern können, wenn sie gerade zufällig mit in der Regierung sitzen!!
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#5 OliAnonym
  • 16.01.2008, 23:59h
  • Schweden zeigt, dass es noch deutlich absurder geht als bei uns. Dort verhindert, oder besser verzögert, eine Partei mit nur wenigen Sitzen die Eheöffnung, nur weil sie Teil der Regierungskoalition ist.

    In Deutschland verhindern im Grunde auch nur zwei Parteien zumindest eine Gleichstellung. Diese Parteien sind auch klar in der Minderheit. Im Bundestag haben CDU und CSU gerade einmal ein gutes Drittel der Sitze inne. Dennoch reicht es, sie regieren ja schließlich.
    Und außerdem haben sie die Mehrheit des Bundesrates. Der soll zwar Länderinteressen vertreten, vertritt aber Parteiinteressen und weil der Bundesrat nun mal nicht über eine repräsentative Zusammensetzung verfügt - die Oppositionen in den Ländern haben ja nichts zu sagen - kommt es zur der absurden Situation, dass CDU und CSU den Bundesrat beherrschen und mit einer Minderheitenmeinung erfolgreich die Gleichstellung verhindern können.

    Und dann wundert man sich über Politikverdrossenheit und mangelndes Vertrauen in unsere Demokratie, in der rund 2/3 der Menschen UND Bundestagsabgeordneten die Gleichstellung befürworten und trotzdem nichts passiert.

    Leider ist noch zu sagen, dass Befürworten nicht genug ist. Die Mehrheit befürwortet zwar, zeigt aber sonst nur geringes Interesse. Das reicht nicht, um Politiker zum handeln zu bewegen.

    Ich hoffe aber, es geht hier trotzdem jeder wählen.
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#6 BjörnAnonym
  • 17.01.2008, 02:00h
  • In Deutschland verhindern nicht "nur zwei Parteien" die "Gleichstellung". Sobald ein solches Gesetz beschlossen und vom Bundespräsidenten unterzeichnet worden wäre, würde irgendwer zum Bundesverfassungsgericht rennen und dieses die schöne neue Regelung höchstwahrscheinlich kippen. Es sei denn, die Auffassungen der Richter am BVG änderten sich und/oder jede homosexuelle "Ehe" würde juristisch so zurechtgefummelt, daß der berühmte "besondere Schutz von Ehe und Familie", den das Grundgesetz garantiert, in den Augen der Richter nicht gefährdet wäre.

    Das ist natürlich alles absurd, aber leider - auf unabsehbare Zeit - die Situation.
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#7 DanielJacksonAnonym
  • 17.01.2008, 21:56h
  • Ich hoffe, dass sich doch noch die Vernunft durchsetzt und die Ehe für Homosexuelle in Schweden geöffnet wird. Laut Dagens Nyheter gibt es auch bei den Christdemokraten vereinzelt Stimmen, die sich für eine Öffnung aussprechen. Aber leider sind die noch in der Minderheit.
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#8 LiangAnonym
  • 18.01.2008, 03:20h
  • Ich hoffe, das Selbe passiert auch bald in Grossbritanien!
    Dort ist die Civil Partnerschaft auch gleich mit der Ehe gestellt, wird nur anders genannt. SOmit koennte man ja auch schwarzen Mitbuergern gleiche Rechte geben, aber nicht als Menschen anerkennen. Diskriminierung!
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