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Die bakterielle Erkrankung ist in San Francisco aufgetaucht und gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent.

Von Michaela Monschein (pte)

Ein tödlicher Stamm antibiotikaresistenter Bakterien (MRSA), der zu einer fleischfressenden Form von Lungenentzündung führen kann, ist aufgetaucht. Erste Forschungen des San Francisco General Hospital Medical Center weisen darauf hin, dass der Erreger im Großraum San Francisco vor allem die homosexuelle Gemeinde in Castro heimsucht. In Großbritannien wurden laut BBC erst zwei Fälle von Infektionen mit dem USA300-Stamm bekannt.

Diese MRSA-Form wird normalerweise nicht in Krankenhäusern übertragen, sondern beim zufälligen Kontakt zwischen Menschen. Der neue Stamm ist gegen die Behandlung mit einer Vielzahl von Antibiotika resistent. Er führt zu großen Geschwüren in der Haut. In schweren Fällen kommt es zu einer tödlichen Blutvergiftung oder einer nektrotisierenden Lungenentzündung, bei der das Gewebe der Lungen zerstört wird. Details der Entdeckung wurden in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht.

13 Mal häufiger bei Schwulen

Laut dem Team um Binh Diep trat der Bazillus bisher 13 Mal häufiger bei homosexuellen Männern in San Francisco auf als bei anderen Menschen. Im Castro-Bezirk, in dem mehr homosexuelle Menschen leben als anderswo in den Vereinigten Staaten, trägt einer von 588 diese MRSA-Form in sich. In der Gesamtbevölkerung der Stadt ist einer von 3.800 Menschen betroffen. Laut Diep sind von diesen resistenten Infektionen häufig homosexuelle Männer in Körperbereichen betroffen, wo es während des Geschlechtsverkehrs zu einem Hautkontakt kommt. "Da diese Bakterie auch bei einem zufälligeren Kontakt übertragen werden kann, befürchten wir eine Ausbreitung auf die gesamte Bevölkerung."

Empfehlung: Nach dem Sex waschen

Die beste Möglichkeit eine Übertragung zu verhindern sei vermutlich, sich vor allem nach sexuellen Aktivitäten gründlich mit Seife und Wasser zu waschen. Die aktuelle Studie basiert auf einer Untersuchung der Daten von Kliniken in San Francisco und Boston. Mark Enright, einer der führenden britischen MRSA-Experten erklärte, dass die Höhe der Zahlen überraschend sei. "Wir wissen, dass der USA300-Stamm sich sehr leicht über Hautkontakt überträgt. Am meisten gefährdet sind homosexuelle Männer, Drogenkonsumenten und Sportler, wie etwa Ringer, die viel Körperkontakt haben. Viele Sexualpartner und häufiger Hautkontakt mit vielen verschiedenen Menschen erleichtern die Ausbreitung der Infektion."

17. Januar 2008



14 Kommentare

#1 BenedictusAnonym
  • 17.01.2008, 13:15h
  • Das hat uns gerade noch gefehlt. Als ob HIV nicht schon schlimm genug wäre. Jetzt nun auch noch was Tödliches, wovor man sich nicht mal mit Kondomen schützen kann.
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#2 Michael ThAnonym
  • 17.01.2008, 14:18h
  • @Benedictus
    Keine Panik, Du brauchst kein Ganzkörperkondom... Sehe den ganzen Artikel zwar SEHR skeptisch (SARS und Vogelgrippe gibt's ja schließlich auch nur als Horrormeldung und Propaganda!), aber wenn sich WASCHEN ausreicht, ist's doch nicht sooo schwierig. Macht doch jeder - hoffe ich mal...
    Und - wenn ich Deinen Nicknamen richtig interpretiere - waschen ist nicht mal bei den Katholiken verboten!
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#3 HampiAnonym
  • 17.01.2008, 19:20h
  • @Benedictus: Ja, was soll uns diese Meldung sagen? Wieder einmal, dass Homo-Sex gefährlich und schmutzig ist? Offenbar, wenn vor allem Schwule Bakterienträger sind. Irgendwie ist es ja schon bedenklich wenn vor allem schwule Männer davon betroffen sind, wo doch hier immer wieder geschrieben wird, wieviele heterosexuelle Männer auch kreuz und quer rumficken. Das Übel liegt wohl am Analverkehr zwischen schwulen Männern, da heterosexuelle Männer weit weniger Frauen finden, die sich gerne anal penetrieren lassen. Der Grund liegt nahe: Frauen haben keine zu stimulierende Prostatadrüse in ihrem Darm, und bekanntlich ist der Darm an sich im Innern absolut gefühllos, da er keine Nerven zur Stimulation besitzt. Ein Schwanz in einem Frauenarsch ist vermutlich ein genau so beengendes Gefühl wie zehn Tage Verstopfung vor dem erlösenden Stuhlgang....welche Frau steht schon auf so was (davon ausgenommen ist natürlich das "Rimming", weil direkt bei der Anusöffnung eine Stimulation aufgrund der dort vorhandenen Nerven möglich ist). Das innere vom Darm ist auch bei entleerter "Ampule" voll von Bakterien, auch nach einer Darmspülung.
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#4 Dr. Hampi erklärtAnonym
  • 17.01.2008, 22:31h
  • Der Erreger wird zwar durch Hautkontakt bei Analverkehr, nicht aber durch Hautkontakt bei Vaginalverkehr übertragen.
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#5 DigitusMonensAnonym
  • 17.01.2008, 23:11h
  • Das "Übel" liegt wohl in der höheren Promiskuität der Schwulen - trotz aller Weibergeschichten gibt es das Pedant zur Schwulensauna nicht - Männer haben einen stärkeren Sexualtrieb der bei Schwulen nunmal kumuliert. Aber das man sich in einer Sauna nicht wäscht.....
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#6 gerdAnonym
  • 18.01.2008, 02:11h
  • Mit dieer Meldung bin ich nicht ganz so einverstanden. Die entsprechende Bakterien-Erkrankung Staphylococcus aureus (MRSA) gibt es bereits schon sehr lange und ist nichts neues in der weltweiten Medizin.

    Wenn Patienten in der Klinik oder einer anderen Einrichtung verstorben sind, die Träger von MRSA waren, so sind diese aus gesetzlicher Sicht (dt. Bestattungsgesetz) keine Leichen nach Infektionskrankheiten. Die Besiedelung ist nach dem Infektionsschutzgesetz nicht meldepflichtig. Beim Umgang mit Leichen sind die üblicherweise erforderlichen Hygienemaßnahmen ausreichend. Der Leichenschau durchführende Arzt wird deshalb auf der Todesbescheinigung in solchen Fällen unter Infektionsgefahr NEIN ankreuzen.

    Daher ist diese Meldung mir "zu schnell" aus dem englischen Newsbereich entnommen, ohne dies kritisch zu hinterfragen.
    Ob es sich wirklich um einen neuen Bakterienstamm innerhalb von MRSA handelt, bleibt doch sehr immer noch fraglich. Das dieses Thema halt dann in San Francisco "hoch gekocht" wird, ist auch nicht weiter verwunderlich, da dort Ärzte/Mediziner extrem ihren Blick bei den Patienten auf Infektionskrankheiten richten und dort genau beobachtet wird. ("daneben ist es auch ein gern genommenes Thema von Rechtsradikalen und Evangelikalen" und daher sollte eine solche News auf Queer sehr kritisch begleitet werden).

    Wahrscheinlicher ist eher, dass der angeblich "neue" Bakterienstamm wieder aus Haiti oder ähnlichen Wegen schon längst seine Verbreitung in der Welt hat; aber es dort einfach nicht beobachtet wird, da keine extreme medizinische Beobachtung vorhanden ist. Hinzukommt- dass gerade in der homosexuellen Community solche News schnell weitergetragen werden ("da funktioniert immer sehr gut das Spiel "Stille Post"). So gesehen ist mir das Thema zu "reisserisch" und "zu wenig nachgedacht" hier im Artikel geschrieben.
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#7 christianAnonym
  • 18.01.2008, 14:22h
  • Wie wäre es mal mit Recherche, liebe Queer-Redaktion? Ein kurzer Anruf in der Mikrobiologie jeder Universität hätte schon gereicht. Bakterien und Bazillen sind übrigens zwei verschieden paar Schuhe, das weiß sogar Wikipedia.

    Ausserdem kommt es lediglich bei immunsuprimerten oder immunschwachen Patienten zum Ausbruch der Symptomatik, wie etwa bei HIV-Positiven, Krebskranken oder Transplantationpatienten. Weiterhin ist MRSA (Methicillin Resistenter Staphylococcus Aureus) DER nosokomiale Keim schlechthin, d.h. die Übertragung findet GERADE in Krankenhäusern statt.

    Also: Bevor ihr so eine Meldung in euer Textprogramm rotzt, befragt vertrauenswürdige Quellen. Danke.
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#8 NobbiAnonym
  • 18.01.2008, 15:13h
  • @Christian
    Es kommt "lediglich bei immunsuprimerten oder immunschwachen Patienten zum Ausbruch der Symptomatik, wie etwa bei HIV-Positiven" - ach, auf die können wir verzichten?

    @alle
    Es geht ja nicht um das "klassische" MRSA, sondern eine ähnliche, gefährlichere Variante.
    S.:

    www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/411/153021/
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#9 christianAnonym
  • 18.01.2008, 15:30h
  • Hallo!

    Nein, natürlich können wir auf die nicht verzichten und ich wünsche keinem eine solche Infektion! Ich wollte lediglich der Panikmache ein wenig entgegenwirken, dass wir alle gefährdet sind...
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#10 DavidAnonym
  • 18.01.2008, 17:22h
  • "@Benedictus: Ja, was soll uns diese Meldung sagen? Wieder einmal, dass Homo-Sex gefährlich und schmutzig ist? Offenbar, wenn vor allem Schwule Bakterienträger sind. Irgendwie ist es ja schon bedenklich wenn vor allem schwule Männer davon betroffen sind, wo doch hier immer wieder geschrieben wird, wieviele heterosexuelle Männer auch kreuz und quer rumficken"
    Aha. Wo kommen denn die vielen unehelichen Kinder und Abreibungen her? Bordelle, Strassenstrich, und und und?
    Alles von Schwulen verursacht und besucht?
    Diese Tatsache schreibe ich hier immer wieder, und diese Tatsache lässt Hampi gerne weg.

    "Das "Übel" liegt wohl in der höheren Promiskuität der Schwulen"
    Ich dachte das wäre in erster Linie eine MÄNNLICHE Eigenschaft. Oder wie erklärt sich obiges Beispiel?
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