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  • 20. Januar 2008, noch kein Kommentar

MiLùs neues Album "Longing speaks with many tongues" trift direkt in die Seele

Von Carsten Weidemann

MiLù beherrscht "die Kunst der geheimen Seelensprache". Ein Schamane im Norden Norwegens sagte einmal zu MiLù: "Du singst wie das Meer - still und aufbrausend." Treffender hätte der weise Mann es nicht ausdrücken können. Das neue Album. "longing speaks with many tongues" ist puristische, archaische Lebendigkeit, schnörkellos und in sich ruhend, und trifft beim Hörer direkt in die Seele.

Aber es ist nicht nur "eine Stimme" die MiLù so eigen macht, es ist ihre Stimmvielfalt, die vier Oktaven umfasst, und ihr facettenreicher Ausdruck. Neben klassischen Tönen gehören auch Joikgesänge zu ihrem Repertoire.

MiLu beschreibt über ihr künstlerisches Schaffen, dass eben nicht alle Erlebnisse in Worte gefasst werden können: "Als Kind erlebte ich eine sogenannte Nahtoderfahrung. Nichts in meinem Leben war danach wie es einmal war. Meine Erfahrung ist ein für mich existenzielles und außeralltägliches Erlebnis, an das ich mich jederzeit wirklichkeitsgetreu erinnern kann. Es ist nicht Mittelpunkt meines Lebens, es ist die Basis meiner Lebensanschauung und Kunst geworden."

So ist es nur konsequent, dass sie sich auf ihrem zweiten Soloalbum vornehmlich ihrer eigenen Sprache bedient - eine universelle Vokalsprache, die uns vermuten lässt, der Orient liegt im Eismeer.

MiLù singt, textet und produziert Ihre Musik selbst. Die Anfänge mit ihrer Band "Mila Mar", getragen von spielerischer Eleganz, war eine jugendliche Rebellion in vier Oktaven. Es folgten Mainstream-kommerziell gekrönte Veröffentlichungen und Konzerttourneen mit "Schiller", zwei Goldene Schallplatten, Kooperationen mit Filmemachern bis hin zu ihrem ersten Soloalbum "No Future in Gold".

Die Lieder ihres aktuellen Albums "longing speaks with many tongues", Lieder wie tara, warm oder frida lassen vermuten, dass MiLù ihre Wurzeln gefunden hat.

21. Januar 2008