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Havanna (queer.de) - Die kommunistische Partei Kubas berät derzeit über die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften. Das erklärte Mariela Castro, Nichte von Staatspräsident Fidel Castro und Chefin des staatlichen Zentrums für Sexualkunde, gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE. Die Partei berate über die Einführung eines Instituts mit eheähnlichen Rechten, das sowohl homo- als auch nichtverheirateten heterosexuellen Paaren offen stehen soll.

Die 44-Jährige nannte als Beispiel der Benachteiligung Schwuler und Lesben das Erbrecht. Auch würden Homosexuelle von der Bevölkerung nach wie vor als minderwertig angesehen. Eine staatliche Anerkennung könne das ändern. Des Weiteren berate die Parteiführung die Möglichkeit, Geschlechtsanpassungen in Kuba zuzulassen. Bislang gebe es auf der Insel 27 diagnostizierte Transsexuelle, denen eine Operation ermöglicht werden müsse. Ein derartiges Gesetz hatte Mariela Castro bereits 2006 angeregt.

Ein Vertreter der Parteiführung hat sich noch nicht zu diesem Thema geäußert.

Bislang hatten Schwule und Lesben auf der Insel einen schweren Stand: Nach der kommunistischen Revolution 1959 schickten die Kommunisten Homosexuelle in Arbeitslager, in denen viele ermordet wurden. Zwar wurde 1979 Homosexualität offiziell legalisiert, allerdings drohte Schwulen und Lesben auch weiterhin die Inhaftierung wegen "antisozialen Verhaltens". In den letzten Jahren hat sich die Situation verbessert, allerdings sind Homo-Gruppen und CSDs nach wie vor verboten.

Kuba wäre der erste nicht demokratische Staat, der Homo-Paare anerkennt. (dk)



#1 RabaukeAnonym
  • 22.01.2008, 17:12h
  • Ich möchte, wenn an dieser Meldung etwas wahres ist, der Kubanischen Regierung und seinem Volk, alles erdenklich Gute, für diese ersten Schritte, in eine neue Aera, des MITEINANDER gratulieren. Sehr bewegend!
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#2 hwAnonym
#3 ColeAnonym
  • 22.01.2008, 18:36h
  • Ich fände es toll, wenn dieser Vorschlag auf fruchtbaren Boden fallen würde. Letztlich der Glaube fehlt mir. Gerade wurde auf Kuba gewählt. Zur Wahl stand 1 Partei, mit Fidel an der Spitze. Mal vom Tourismus abgesehen, ist dieses Land noch sehr rückständig und Fidel hat Reformen, na sagen wir mal, eher zögerlich, wenn überhaupt, zugelassen. Sein Bruder Raoul, der zur Zeit die Amtgeschäfte führt, scheint auch nicht gerade vom Reformwillen geprägt. Obwohl die 40 Jahre alten Autos auf Kubas Straßen einen gewissen Charme versprühen, so fürchte ich, dass das Land drängendere Probleme hat, deren Lösung Vorrang haben (in den Augen der kubanischen Bevölkerung, nicht in meinen).

    Überall, wo es schön ist, gibt es auch Schattenseiten, leider:

    home.arcor-online.de/franky.steck/seite3.htm
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#4 gerdAnonym
  • 22.01.2008, 19:22h
  • Das wäre ein guter Schritt für Kuba...nicht nur in Europa, Neuseeland, Südafrika sondern auch in Amerika gibt es immer mehr Fortschritte zu vermelden. Gerade erst Uruguay zum 1. Januar 2008 mit Zulassung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft und jetzt also Kuba...das wäre sehr gut, denn es hätte massiven Einfluss auf weitere Karibikinselstaaten, wo Homosexualität sogar noch unter Strafe steht (Jamaica, Grenada, Antigua,...).

    Da wünsche ich dieser mutigen Nichte viel, viel Erfolg.
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#5 SaschaAnonym
  • 23.01.2008, 00:38h
  • @gerd:

    Die Betonung liegt hierbei auf LATEINamerika!

    Noch ein paar Jahre, und Länder wie Brasilien haben uns in Sachen Homo-Gleichstellung auch formaljuristisch bei weitem überholt. In punkto gesellschaftlicher Offenheit im Umgang mit sexueller Vielfalt ist dies ohnehin schon seit langem der Fall.
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