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Die Autopsie war nicht eindeutig. Freund Gyllenhaal trauert, während andere Schadenfreude zeigen und den Tod ausnutzen.

Von Carsten Weidemann

Der überraschende Tod des 28-jährigen Schauspielers Heath Ledger am Dienstag ließ viele bestürzt zurück, auch seinem guten Freund und Brokeback Mountain Kollegen Jake Gyllenhaal. Den Medien gelang es bislang nicht, eine Stellungnahme von Gyllenhaal einzuholen, da er sich gerade für Dreharbeiten zum Film "Brothers" in New Mexiko aufhält und das Filmteam alles tut, um ihn abzuschirmen. Die Produktionsfirma teilte jedoch mit, dass Gyllenhaal sehr betroffen sei. Die Dreharbeiten würden jedoch nicht abgebrochen.

Die Autopsie ergab bislang keine eindeutigen Resultate über die Todesursache, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Es seien weitere Untersuchungen notwendig, ein endgültiges Ergebnis könne man erst in einer Woche mitteilen. In der Wohnung seien jedoch zwei Packungen mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln gefunden worden. Inwieweit diese zum Tod von Ledger beigetragen haben, bleibt also noch unklar.

Festtag für Homophobe

Neben zahlreichen Trauerbekundungen von Schauspielerkollegen mischen sich auch Missklänge. So äußerte sich "Fox Radio News"-Moderator John Gibson homophob über Ledger, nannte ihn einen Verwirrten mit einem ernsthaften Drogenproblem, und witzelte, er habe sich wohl umgebracht, weil er Aktienverluste habe hinnehmen müssen, oder die Clinton-Obama-Debatte gesehen habe.

Die wenigen Mitglieder der Westboro Baptist Church des Predigers Fred Phelps haben indessen angekündigt, die Beerdigung von Ledger mit einer Mahnwache zu begleiten. Seit Jahrzenten hält die Familie aus Topeka im Bundesstaat Kansas regelmäßig lautstarke Protestkundgebungen bei Begräbnissen ab. Dabei sind Transparente mit Aufschriften wie "Gott sei Dank für tote Soldaten" und "Gott hasst Schwuchteln" zu sehen.

Auf der Webseite der Kirche begründete der Phelps-Clan die Entscheidung: Gott hasse alle Leute, die mit dem Film "Brokeback Mountain" zu tun haben, denn dieser sei ein schleimiger Eimer voller Kotze. Gott hasse Schwule und Schwulen-Ermöglicher, und Heath Ledger habe mit großem Spaß Gott getrotz.

Und auch weniger gottesfürchtige Kriminelle des Internets nutzen den Tod von Heath Ledger aus. Sie haben in Windeseile zahlreiche Seiten ins Leben gerufen, die man über Google finden kann, und die Informationen zum Tod versprechen, meldet "Computerbild". Besucht man diese gefakten Seiten, wird man aufgefordert, die Installation eines Skriptes zuzulassen, und holt sich damit Schädlinge auf den Rechner.

24. Januar 2008, akt. 21.25h



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11 Kommentare

#1 Fleur-de-lysAnonym
#2 DizAnonym
  • 24.01.2008, 18:28h
  • Ich finde es unglaublich, wie heutzutage mit dem Tod und Leid anderer Menschen umgegangen wird.
    Kommentare auf Newsseiten, die über das Drogenvideo von Amy Winehouse berichteten, sagten mehr als einmal "die ist eh so hässlich, soll sie doch abkratzen.".
    Wenn ich sowas höre, wird mir einfach nur kalt.
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#3 pitAnonym
  • 24.01.2008, 22:40h
  • das sind die religoesen gruppen. welche leute sind da denn mitglieder. man kann solche dummheit nur mit einer anderen dummheit bezahlen oder ueberhaupt diese leute meiden und aus solchen vereinen austreten, denn das passt einfach nicht mehr in unserer heutigen zeit.
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#4 Andreas BaslerAnonym
#5 TimmAnonym
  • 25.01.2008, 12:00h
  • "Die wenigen Mitglieder der Westboro Baptist Church des Predigers Fred Phelps (...)"

    Man sollte wohl eher Sekte statt Church und Hassprediger statt Prediger sagen...

    Jemand, der gegen Menschen hetzt, deren einziger "Fehler" es ist zu lieben, zeigt schon, was für ein faschistischer Menschenhasser er ist. Aber wenn man dann auch noch Begräbnisse stört und Tote lächerlich macht, zeigt das, dass diese Subjekte die Bezeichnung Mensch nicht mehr verdienen, denn so handeln keine Menschen, sondern Satanisten...
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#6 skydiverProfil
  • 25.01.2008, 12:56hStuttgart
  • Ich kann das überhaupt nicht verstehen, warum diese Sekte: "Westboro Baptist Church" des Predigers Fred Phelps in Amiland noch nicht verboten wurde !!!

    Ich hätte mir sehr gewünscht, jetzt wo der alte Phelps Gott sei Dank hoffentlich in der Hölle schmort, endlich Ruhe einkehren würde !!! Aber seine Nachfahren scheinen ja noch militanter zu sein, als der alte Haudeegen selber :-((
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#7 Dreamthief
  • 26.01.2008, 19:51h
  • Man hat es nicht leicht, aber leicht hat es einem.

    Es ist aber schon erstaunlich, wie weit die Menschheit gekommen ist. Nun können noch nicht einmal Heteros in Ruhe sterben, ohne dass sich der Rest der Welt mit homophoben Unsinn beschäftigen muss.

    Da muss man sogar als Atheist schon ausrufen: "Oh Herr wirf Hirn vom Himmel." Anscheinend hat man es in einigen Regionen noch bitter nötig.

    Die arme Tochter, in dem Alter bekommt man ja doch schon so einiges mit von der Welt.
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#8 predigerAnonym
#9 ClaudiaAnonym
  • 28.01.2008, 19:01h
  • Ich versteh nicht, was die alle eine Stellungnahme von Jake Gyllenhall haben wollen. Es sollte doch klar sein, dass es ihm wohl nicht gerade blendend geht und jeder der einen geliebten Menschen verloren hat weißt wohl nur zu gut wie es einem da geht. Ist doch klar das Jake da nicht die Öffentlichkeit sucht. Lasst ihn und Heaths Familie in Ruhe trauern!!!
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#10 BenAnonym
  • 28.01.2008, 20:06h
  • Es ist schon schade, ein so talentierter Schauspieler, der noch so vieles hätte tun können ... für uns schwule hat er viel getan mit dem Film Brokeback Mountain !

    Thanks, Heath.

    Du bist zwei Tage nach einem guten Freund von mir gestorben, Ihr werdet viel Spaß "da oben" zusammen haben ...

    Wir sollten Heath ein Denkmal setzen !

    Jake und seiner Familie in Australien wünsch ich die Kraft es zu verstehen ...

    Der Tod eint alle ... er fragt nicht bist du weiß oder schwarz, schwul oder hetero ... !
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