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Hamburg (queer.de) - Die Hamburger Kulttranse Olivia Jones hat wegen der knappen Wahlprognosen ihre Kandidatur für die Hamburger Bürgerschaft zurückgezogen. Grund: Sie will den Grünen keine Stimmen wegnehmen. Der Sinneswandel kam beim Sammeln der nötigen Unterstützungsunterschriften für ihre Kandidatur: "Viele Wähler haben mir ins Gesicht gesagt: Normalerweise wähle ich ja die Grünen, aber diesmal wähle ich dich. Das wäre genau das gewesen, was ich mit meinem Nichtwähler-Wahlkampf nicht gewollt habe", meint Deutschlands bekannteste Drag Queen, "denn die Grünen stehen mir politisch sicherlich am nächsten. Und auch, wenn ich bestimmt keine echte Konkurrenz bin, könnten ein paar hundert Stimmen bei dem prognostizierten knappen Ergebnis schlimmstenfalls Wahl entscheidend sein."

Sie verweist darauf, dass Hamburg bereits schlechte Erfahrungen mit Protestwählern gemacht habe. "Ein zweites Schill-Trauma möchte ich nicht erleben", so Jones. Innensenator Ronald Schill (Schill-Partei) musste 2003 seinen Hut nehmen, weil er Bürgermeister Ole von Beust (CDU) mit dessen Homosexualität erpressen wollte. Es war zuvor weithin bekannt, dass der Bürgermeister schwul ist, allerdings wurde das in den Medien nie debattiert. Nach dem Skandal erreichte die CDU 2004 die absolute Mehrheit, während die Schill-Partei in die Bedeutungslosigkeit abstürzte.

Nach einer neuen Umfrage von election.de kann Rot-Grün darauf hoffen, Beust abzulösen. Demnach erhielte die SPD 38 Prozent und die Grünen 13 Prozent. Die CDU würde lediglich 37 Prozent erreichen, die FDP fünf Prozent. Die Linkspartei käme auf sechs Prozent und zöge erstmals in die Bürgerschaft ein. Trotzdem hätten SPD und Grüne eine knappe Mehrheit. Die Hamburger werden am 24. Februar an die Wahlurne gehen.

Bei der letzten Bürgerschaftswahl konnte Olivia Jones immerhin 0,5 Prozent der Stimmen auf sich verbuchen (queer.de berichtete). (pm/dk)



18 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 25.01.2008, 15:40h
  • Die Entscheidung ist richtig; und Olivia Jones sollte sich überlegen, warum sie nicht bei den Grünen mitmacht. Sie ist bestimmt dort willkommen.
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#2 PhilAnonym
  • 25.01.2008, 16:35h
  • Um Himmels willen. Die SPD wieder in Hamburg an der Macht. Schlimmer Gedanke. Mit dem damaligen Wechsel und den Jahren unter der CDU Regierung ist Hamburg doch gerade erst gewachsen und nun soll das alles wieder hops gehen. Na gute Nacht.
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#3 bastianAnonym
#4 OrnithologeAnonym
#5 Linu86Anonym
#6 OrlandoAnonym
  • 26.01.2008, 10:50h
  • @1: Richtig. Sie wäre dann, neben Volker Beck (Alle Achtung), die 2. Person, die man im Moment wahrnimmt, von den Grünen.
    Früher war das anders. Ab und zu gabs auch mal paar Bilder, wenn auch nur aus Bayreuth.
    Mal im ernst. Irgendwie nehme ich die Grünen nicht mehr so wahr. Vielleicht liegts auch daran, das ich wohl eher "links" bin.
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#7 MarkusAnonym
#8 einer von vilen linken aus hessenAnonym
  • 26.01.2008, 17:36h
  • @orlando: Da ist echt was dran! Denn wer heute noch allen ernstes behauptet, die grünen (oder meinetwegen auch die so genannte spd) seien links, irrt gewaltig.

    die haben gemeinsam mit der sozialkahlschlagpartei von schröder soviel sozialabbau in diesem land betrieben das sich die balken biegen. und das schlimmste ist, sie haben auslandseinsätzen(die immernoch gegen das gg verstoßen!) der bundesmacht zugestimmt!
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#9 hwAnonym
#10 TaskyAnonym
  • 27.01.2008, 11:59h
  • Qalle sogenannten Linken:

    Mich wundert ja immer was ihr so unter linker Politik versteht. Wohl auschließlich die Allimentation eines Teils der Bevölkerung durch soziale Transferleistungen um sie von gesellschaftlicher Beteiligung abzuhalten. (Arbeitswelt!)

    Wenn das ein linkes Konzept ist, dann will ich kein linker sein. Wenn links aber heißt für Chancengleichheit in der Bildung zu kämpfen, um Menschen zu befähigen ihr eigenes Schicksal positiv zu gestalten, dann bin ich ein begeisterter Linker.

    Schade das sich so viele verbitterte und verkrustete Leute mit diesem Titel schmücken!
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