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  • 28. Januar 2008, noch kein Kommentar

Das Zockerparadies ist auch ein Mekka für Schwule und Lesben. Ende April trifft sich die Homo-Reiseorganisation IGLTA in der Wüstenstadt.

Von Dennis Klein

Noch vor 100 Jahren war die Gegend um Las Vegas eine karge Wüste. Geier kreisten begeistert im Himmel, sobald sie Menschen entdecken. Heute hat sich einiges geändert: Zwei Millionen Menschen tummeln sich in Las Vegas samt seines Speckgürtels – 30 Millionen Besucher erweisen dem Spielerparadies pro Jahr die Ehre. Und selbst wer nicht viel von Roulette und Co. hält, kommt hier auf seine Kosten: Nirgendwo sonst ist das Motto "Anything Goes" wahrer als in der Wüstenstadt. George Bushs Prüderie ist weit weg – hier wird gefeiert! Zahlreiche 24-Stunden-Bars und Clubs für die schwule Zielgruppe laden zur Dauerparty ein – und Musikstars sowie weltbekannte Künstler wie David Copperfield zeigen hier täglich ihr Können.

Kein Wunder also, dass die International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA) vom 30. April bis zum 4. Mai zu ihrem 25. Geburtstag die Jubiläums-Konferenz auf dem Strip abhält, auf dem ein Kasino nach dem anderen um Besucher wirbt. Dort treffen sich mehrere hundert Teilnehmer aus der Reisebranche. Zeitgleich findet auch der Las Vegas Pride statt, zu dem eine beeindruckende Parade und natürlich viele Partys gehören. "Der Fun-Faktor kommt sicher nicht zu kurz", erklärte IGLTA-Geschäftsführer John Tanzella.

Allerdings sollte Las Vegas in kleiner Dosis genossen werden. Besonders Besucher, die aus Dörfern oder Kleinstädten kommen, werden bei der dekadenten Mega-City, in der es immer glitzert und funkelt, völlig aus der Bahn geworfen. Besonders in die Spielbanken, die jedem noch so leger gekleideten Touristen offen stehen, sollte man sich von Anfang an Limits setzen. Wer als Einstiegsdroge mit einem Wetteinsatz von einem Dollar beginnt, ist schon oft mit Schulden am nächsten Morgen aus dem Kasino gegangen. Deshalb: Ein Maximum setzen, was man zu verlieren bereit ist. Und nie versuchen, verlorenes Geld zurück zu gewinnen - das klappt nie!

Zu empfehlen sind natürlich auch Ausflüge in die Umgebung – denn obwohl Las Vegas wahrlich eine Stadt in der Wüste ist, sind andere schöne Reiseziele in greifbarer Nähe: So liegt der Grand Canyon nur 240 Kilometer entfernt und ist gut mit der Autobahn zu erreichen. Auch andere Naturwunder sind – für US-Verhältnisse – nur ein Katzensprung entfernt und bieten das perfekte Kontrastprogramm zur künstlichen Welt des Sündenpfuhls. Besonders empfehlenswert: Der Bryce Canyon im Südwesten Utahs (430 Kilometer von Las Vegas) – mit seinen roten und orangefarbenen Sedimenten halten ihn viele für das beeindruckendste Naturwunder Amerikas. Dank günstiger Mietwagen und einem gutem Dollarkurs ist eine Fahrt dorthin auch erschwinglich – vorausgesetzt, man hat seinen Sparstrumpf nicht bereits im Casino Royale verspielt…

28. Januar 2008