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Nürnberg (queer.de) - Lambda Bayern schreibt erneut den Michael-Schmidpeter-Preis aus. Bis zum 30. Juni können alle bayerischen Schüler Bewerbungen einsenden, die sich mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzen. Dabei können Filme, Hörspiele, Interviews, Seminartexte oder andere kreative Arbeiten eingereicht werden. Mit dem Schüler- und Lehrerpreis werben die Organisatoren dafür, dass Homosexualität in Schulen behandelt wird, um jungen Schwulen und Lesben das Coming-out zu erleichtern.

Das diesjährige Schwerpunktthema für die Einsendungen ist "Sport". Dabei geht es laut Lambda weniger um Outing im Profisport als viel mehr um die Lebenswirklichkeit der Schüler selbst. Als Beispiele für Arbeiten werden genannt: "Wie geht es schwulen Jungs im Fußballverein?" oder "Dürfen sich Jungs für Eiskunstlauf interessieren, obwohl sie
heterosexuell leben?".

Die Schirmherrschaft des Preises hat wie im letzten Jahr die grüne Landtagsabgeordnete Christine Stahl übernommen. An der Preisverleihung in Nürnberg wird auch Bürgermeister Ulrich Maly (SPD) teilnehmen.

Der Schmidpeter-Preis ist nach einem bayerischen Schüler benannt, der sich im Sommer 2006 das Leben nahm, nachdem er sich unglücklich in einen Klassenkameraden verliebt hatte. (pm/dk)



#1 MarekAnonym
  • 28.01.2008, 17:01h
  • "Der Schmidpeter-Preis ist nach einem bayerischen Schüler benannt, der sich im Sommer 2006 das Leben nahm, nachdem er sich unglücklich in einen Klassenkameraden verliebt hatte."

    Wirklich schlimm, dass Liebe einen in den Selbstmord treibt. Die Selbstmordrate ist unter homosexuellen Jugendlichen um ein Mehrfaches höher als bei heterosexuellen...

    Und all die homophoben Politiker und homophoben Kirchen tragen eine Hauptschuld daran. Und auch jeder, der sie durch Wahl bzw. Mitgliedschaft finanziell und moralisch unterstützt, hat ebenfalls Blut an seinen Händen...
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#2 SaschaAnonym
  • 28.01.2008, 20:25h
  • Ganz genau, @Marek,

    und auch Fernsehsender wie RTL, der in einer gerade von jungen Zuschauern verfolgten Serie wie "ALLES WAS ZÄHLT" die homosexuelle Identität auf unverschämte Weise herabwürdigt, machen sich mitschuldig daran, dass die Selbstmordrate unter jungen Homosexuellen so exorbitant höher liegt.

    Junge Schwule dürfen bei RTL nach ihrem Coming Out offensichtlich nicht das sein , was sie sind, sondern werden vielmehr auf heterosexistische Weise so dargestellt werden, als warteten sie nur darauf, sich doch zum angeblich allein seligmachenden Hetero-Dasein bekehren zu lassen. Einmal mehr wird die homosexuelle Identität als minderwertig herabgestuft und homosexuelle Männer sowie deren Beziehungen ins Lächerliche gezogen.

    Zitat von heute:

    "Finde ich ja echt super, dass du jetzt wieder auf Frauen stehst."

    KONTAKTFORMULAR FÜR EURE PROTESTMAILS:

    www.rtl.de/kontakt.php?Bereich=RTL-Fernsehprogramm

    Im Auswahlfenster "ALLES WAS ZÄHLT" anklicken. Der Wortlaut meiner an anderer Stelle geposteten Protestmail oder einfach meine oben stehenden Sätze dürfen gern übernommen werden.

    SCHLUSS MIT HOMOPHOBIE UND HETEROSEXISMUS in der RTL-Soap "ALLES WAS ZÄHLT"!!!
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#3 gerdAnonym
  • 29.01.2008, 13:37h
  • Schön das es diesen Preis gibt und schade das dieser Jugendliche sich aus zurückgewiesener Liebe das Leben nahm.

    Gleichwohl mag ich es aber auch hier wieder nicht, alle Kirchen in "einen Topf zu werfen". Das stimmt nun ganz und gar nicht. Erinnert sei an die sehr positive Haltung der lutherischen und reformierten Landeskirchenleitungen der EKD und an das gute Grundsatzdokument "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken". Nun hört doch endlich mal auf, alle christlichen Kirchen "in einen Topf zu schmeissen". Ich finde das ziemlich daneben und geht glatt am Thema vorbei.

    In lutherischen und reformierten Kirchen erhalten homosexuelle Paare, die heiraten, einen öffentlichen Segnungsgottesdienst. Ich war selbst schon Gast dort und weiss daher sehr wohl, dass die lutherischen Kirchen sich akzeptierend und anerkennend gegenüber homosexuellen Paaren verhalten.

    Wenn dann schimpft über bestimmte Kirchenleitungen aber nicht über ALLE, das mag ich nicht.
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