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Berlin (queer.de) - Die Staatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren gegen die homofeindliche radikal-katholische Website kreuz.net eingestellt. Ein Bürger hatte im Oktober letzten Jahres Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt, weil die Seite Homosexuelle diffamiere. "Im Zuge der Ermittlungen ist es nicht gelungen, einen Tatverdächtigen namhaft zu machen", erklärte jetzt die Staatsanwaltschaft in einem Schreiben. Grund: Die deutschsprachige Seite werde im amerikanischen Bundesstaat Arizona betrieben.

Wegen der "weit gefassten Meinungsfreiheit" sind die "zur Anzeige gebrachten Texte in den USA nicht strafrechtlich relevant, entsprechende Auskunftsersuchen im Wege der Rechtshilfe werden von den zuständigen US-Behörden daher regelmäßig abschlägig beschieden". Die Textverfasser könnten aus diesem Grund nicht ermittelt werden, so die Staatsanwaltschaft.

Kreuz.net macht in seinen Artikeln oft Stimmung gegen Homosexuelle und spricht ihnen ihre bürgerlichen Rechte ab. Schwule werden generell als "Homo-Ideologen" oder "Unzüchtige", Eingetragene Partnerschaften als "Homo-Konkubinat" bezeichnet. Im Impressum ist nur eine kalifornische Adresse angegeben. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

42 Kommentare

#1 splattergayAnonym
  • 28.01.2008, 15:13h
  • Gut so. Ich möchte wissen, wer meine Feinde sind. Diese Seite spricht sogar unter Katholiken nur eine kleine Minderheit an. Ich finde die offizielle kath. Kirche viel gefährlicher, weil sie ein weitreichendes Machtgefüge besitzt.
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#2 Fleur-de-lysAnonym
#3 RoyAnonym
  • 28.01.2008, 16:12h
  • Kreuz.net missfällt der RKK in Deutschland sogar sehr. Da gab es mal einen Bischof der bestätigt hat das diese Seite absolut gar nichts mit der RKK zu tun hat. Da wird nicht nur gegen Schwule gehetzt, sondern auch der Holocaust geleugnet und eine Weltverschwörung durch Freimaurer zusammengesponnen. Im Grunde handelt es sich da um einen Haufen Geisteskranker Häretiker. Viel schlimmer sind allerdings noch die Kommentare.
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#4 skydiverProfil
  • 28.01.2008, 16:16hStuttgart
  • Wer braucht denn schon kreuz.net ?!? Für mich ist die Seite und die Macher ein "Furtz im Wind" !!! Am liebsten wäre es mir, wenn nicht immer wieder über derartige "Sekten" berichtet werden würde, und Man(n) denen somit keine weitere "Beachtung" schenkt und diese auch weiter "ignoriert" !!!
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#5 Neugieriger.Anonym
  • 28.01.2008, 16:43h
  • „Non quaeras, quis hoc dixerit; sed quid dicatur, attende.“ Wer das im Impressum stehen hat, ist sich der Brisanz bewusst. Das das, was gesagt worden ist, vollkomener stercus ist, ist klar. Er ist es aber autark, also unabhängig vom Verfasser. Und daher kann man von der Scheiße, die rauskommt, auf den Arsch schließen, womit kein argumentum ad hominem geführt wird, worauf der hübsche Satz wohl hinaus will, sondern genau der (gültige) Weg zurück, die Induktion, beschritten wird. Wobei ich die Seite für Realsatire halte, und selbst wenn nicht, bin ich sowieso gegen den Volksverhetzungsparagrafen und alle anderen die Meinungsfreiheit einschränkenden Gesetze; da ist uns Amiland (noch) voraus.
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#6 MarekAnonym
  • 28.01.2008, 16:55h
  • Was ich nur komisch finde:
    bei anderen Seiten sind die deutschen Staatsanwaltschaften und die deutsche Politik sehr schnell mit Sperrverfügungen, die zwar die Seite nicht abschalten, aber zumindest die Zugriffe darauf von deutschen Rechnern unterbinden.

    Aber hier versteckt man sich plötzlich hinte r ausländischen Servern...
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#7 stromboliProfil
  • 28.01.2008, 17:22hberlin
  • ja @marek,
    wenn schon das aufsuchen einer pornosite mit pädophilem inhalt straffällig macht, warum dann nicht das aufsuchen einer seite mit beleidigenden und volksverhetzenden inhalten. In beiden fällen sollen die gesellschaft geschützt werden!

    liegt das zweierlei maß nehmen, an der tatsache, dass das hetzen über schwule weniger relevant ist, wie das hetzen über juden?!
    Aber wem sag ich da was neues...
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#8 RalfAnonym
  • 28.01.2008, 17:30h
  • Es ist unselige alte Tradition in Deutschland, dass die Hetze gegen Schwule und Lesben nicht strafrechtlich verfolgt wird. Sie gilt im Gegenteil als schützenswerte Äußerung der Meinungs- und/oder Religionsfreiheit.
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#9 ArkanumAnonym
#10 Warnung vor Fundamentalisten Anonym
  • 28.01.2008, 19:39h
  • Zumindest den Kollegen von den Ex-Gays geht es jetzt wohl an den Kragen.

    Grüne warnen vor Ex-Gay-Bewegung und obskuren Homo-Heilern

    Link: typo3.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/News/1607917.pdf

    Mit einer Kleinen Anfrage warnen Bündnis 90/DIE GRÜNEN vor obskuren Therapieangeboten zur "Heilung von Homosexualität" durch christlich-fundamentalistische Gruppen und die Scientology-Organisation.

    Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, erklärt: "Die Bundesregierung muss vor diesen gefährlichen Angeboten warnen. Solche pseudowissenschaftlichen Therapien und Kurse können schwere psychische Folgen für die Betroffenen haben.
    Die Bundesregierung hat hier Verantwortung im Sinne des Patienten- und Verbraucherschutzes, zumal einige Organisationen den Eindruck in der Öffentlichkeit zu erwecken suchen, sie wären seriöse Forschungseinrichtungen und wären staatlich anerkannt.

    In letzter Zeit treten einschlägige Organisationen verstärkt öffentlich auf. Dabei versuchen sie durch eine geschickte Umdeutung von Begriffen wie Selbstbestimmung und bestimmten Studien ihre religiös begründete Ablehnung der Homosexualität wissenschaftlich oder ethisch zu verbrämen."

    Zuletzt hatte die Diskussion um ein "Homoheilung"sseminar bei dem evangelikal orientierten Christival-Kongress, dessen Schirmherrschaft die Bundesjugendministerin übernommen hat, für öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) und die Grünen hatten mit ihrer Kritik eine Absage des Seminars bewirkt.

    Link: typo3.lsvd.de/611.0.html?&cHash=a0cd38f350&tx_ttnews[backPid
    ]=7&tx_ttnews[tt_news]=6566
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