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Köln (queer.de) - Für seine Fernsehdokumentation "Homosexualität ? genetisch bedingt?" ist der Journalist Ted Anspach (31) mit dem Felix-Rexhausen-Preis ausgezeichnet worden. Der Bund Lesbischer und Schwuler Journalisten (BLSJ) verlieh den mit 500 Euro dotierten Journalistenpreis am Samstagabend in Köln. Anspach beziehe "auf verantwortungsvolle Weise Stellung für eine unvoreingenommene Anerkennung lesbischer und schwuler Lebensweisen", lobt der BLSJ. Die Dokumentation wurde am 13. Februar 2007 auf Arte gesendet.

Ted Anspach zeigt in seiner Dokumentation, dass Homosexuelle noch immer ausgegrenzt werden, indem beispielsweise Forscher in den USA weiterhin nach einem "Homosexualitäts-Gen" suchen. Diese Frage ist allerdings längst überholt: Sie lässt sich nicht beantworten und hilft Homosexuellen in der Gestaltung ihres Lebens auch gar nicht weiter.

Ted Anspach gelang es zudem, eine "Therapiesitzung" fundamentaler und evangelikaler Christen zur "Heilung" von Homosexualität zu filmen. Dabei wird der Zuschauer zum Beobachter einer offenkundig menschenunwürdigen Situation. Der Filmemacher verliere "niemals die politische Brisanz des Themas aus dem Blick", lobt Jury-Mitglied Dr. Jürgen Bräunlein. Anspach liefere "eine ebenso informative wie spannend aufbereitete Dokumentation, die sich jeden reißerischen Ton verbietet".

Ted Anspach ist Franzose und lebt in Paris. Nach seinem Jura-Studium an der Elite-Universität Sorbonne kam er zum Journalismus. Für Arte und den französischen Bildungssender France 5 dreht er Dokumentarfilme zu sozialen und historischen Themen. Zurzeit arbeitet er an einer Ronald-Reagan-Biographie für Arte. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro spendet Anspach an die lesbisch-schwule Hilfs- und Beratungsorganisation Lambda im polnischen Krakau.

Neben Anspach zeichnet der BLSJ Kerstin Kilanowski mit dem undotierten Sonderpreis des Felix-Rexhausen-Preises aus. Damit wird ihr dreistündiges Radio-Feature "Tanz auf der Grenze ? Was ist Mann, was ist Frau?", gesendet auf WDR3 am 30. Juni 2007, gewürdigt.

Der lesbisch-schwule Medienpreis wurde zum zehnten Mal vergeben. Der BLSJ würdigt damit ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben und Schwule. (dk)



#1 ColeAnonym
  • 28.01.2008, 21:01h
  • Ich habe die Doku auf Arte gesehen und ich war anfänglich skeptisch und dann begeistert. In der Dokumentation beschäftigt man sich sachlich bis amüsiert mit sinnigen und unsinnigen Fragen zum Thema Homosexualität. Die Antworten sind so, wie wir es schon immer ahnten, vieldeutig. Die Dokumentation beweist, dass keine wissenschaftliche, religiöse oder gesellschaftliche Theorie über Homosexualität allein gesehen richtig ist. Und auch, wenn man am Ende denkt: nichts Neues, alles schon mal gehört und wusste ich schon, sehenswert ist sie trotzdem, allein wegen der unverkrampften Art sich dem Thema zu nähern. Mehr davon bitte.
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#2 seb1983
  • 28.01.2008, 21:35h
  • Wurde von einem (Hetero)Freund der sich öfter als ich auf arte rumtreibt damals darauf aufmerksam gemacht und haben es uns dann zusammen angesehen.
    Sehr informativ und teils erschreckend, wie gewohnt aber beispielhaft sachlich (kreuz.net würde wohl sagen homoideologisch unterwandert).

    Für mich jedenfalls wirklich gutes Fernsehen wenn auch nicht leicht verdaulich und damit nicht unbedingt was für jeden Abend
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