Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8232
  • 29. Januar 2008, noch kein Kommentar

Die Berlinale steht vor der Tür und zum 22. Mal werden die "Teddy Queer Film Awards" verliehen.

Von Carsten Weidemann

Das wichtigste internationale Filmfestival in Deutschland, die Berlinale, startet am 7. Februar. Zum 58. Mal werden bis zum 22. Februar rund eine halbe Million Menschen in die Kinosäle strömen und sich einen Überblick über das Schaffen der Filmemacher verschaffen. Und vielleicht kommt sogar Madonna, die mit "Filth & Wisdom" ihre erste Regiearbeit hinter sich hat.

Traditionell wird auch wieder viel schwul-lesbisches Kino zu sehen sein. Die besten Beiträge werden am Donnerstag, den 14. Februar mit dem "Teddy Awards" geehrt. Der weltweit wichtigste schwul-lesbische Filmpreis wird in den Kategorien Kurz-, Dokumentar- und Spielfilm und zum zweiten Mal in der langen Teddy-Tradition auch als Zuschauerpreis vergeben.

2008 werden zwei Special Teddys für besondere Verdienste für die queere Filmkultur verliehen. Hans Stempel und Martin Ripkens erhalten einen Special Teddy für ihre Tätigkeit als Filmkritiker, Filmescouts und Filmemacher. In ihrer mehr als 50-jährigen Lebens- und Arbeitsbeziehung haben sie sich für das internationale Autorenkino eingesetzt und selbst zwei Filme über schwules Leben und schwule Geschichte gemacht. Die Biografie dieses Paares steht für ein lebenslanges leidenschaftliches schwules Engagement für den Film in den und gegen die nicht selten homophoben Strukturen des Filmgeschäfts.

Mit einem weiteren Special Teddy werden Tilda Swinton, James Mackay, Isaac Julien, Colin McCabe, Keith Collins und Simon Fisher Turner ausgezeichnet, die sich als ‚Familie’, als Mitstreiter und Verbündete des britischen Filmemachers Derek Jarman um dessen Erbe bemüht haben. Dass uns Derek Jarman immer noch präsent ist und seine Werke immer noch verfügbar sind, verdanken wir dieser Gruppe von Freunden, die seine Kunst nicht konserviert und archiviert haben, sondern Derek, seinen ‚Spirit’ lebendig gehalten haben und halten.

Selbstbewusst und glamourös, wie man es vom Teddy erwartet, werden am 14. Februar im Haus der Kulturen der Welt diejenigen Filmemacher von einer internationalen Jury aus Queer-Film-Festivalmachern ausgezeichnet, die, wie schon Pedro Almodovar, Gus van Sant, François Ozon und viele andere vor ihnen, die Welt um queere Filme bereichern. Die von Annette Gerlach moderierte Preisverleihung, die mit einem bunten Musik- und Showprogramm und internationalen Stars aufwartet, wie auch die anschließende Party, die mit breiter Unterstützung der schwul-lesbischen Szene Berlins steigen wird, sind ein Höhepunkt der Berlinale und werden weltweit mit großem Interesse verfolgt.

29.01.2008