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Queer.de empfiehlt: Diese Urlaubsziele sind wegen des schwachen US-Dollars zurzeit besonders attraktiv.

Von Dennis Klein

Einst als "Teuro" verschrien, treibt die Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung nun Touristen Freudentränen in die Augen. Gerade im Vergleich zum mächtigen amerikanischen Dollar hat der Euro beträchtlich an Wert gewonnen. Im Vergleich zu 2000 erhält man für einen Euro fast doppelt so viele "Greenbacks": Vor knapp acht Jahren sprangen für einen Euro läppische 82 Cent heraus, heute sind es rund 1,50 Dollar. Soll heißen: Für eine Levis 501, die im Outlet-Store für zirka 30 Dollar zu haben ist, musste man vor acht Jahren noch 37 Euro berappen; heute sind es lächerliche 20 Euro.

Dabei ist der Euro nicht der Krösus, der er im Vergleich mit der US-Währung zu sein scheint. Denn er hat in manchen Ländern auch an Wert verloren; selbst in solchen, in denen man es nicht vermutet. So musste der Euro beim nördlichen US-Nachbarn aus Kanada Federn lassen. Vor wenigen Jahren erhielt der deutsche Tourist für einen Euro noch 1,70 CAN-Dollar – heute sind es nur noch 1,50 Dollar. Damit ist das Land, das noch vor zehn Jahren für US-Amerikaner noch als Schnäppchenparadies à la Mexiko galt, inzwischen teurer als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Kanada ist nicht allein: Viele auch bei Schwulen beliebte Reiseziele haben inzwischen ihre Währung angehoben – und dazu noch mit höheren Inflationsraten zu kämpfen, die die Kaufkraft weiter schwächen. Besonders krass ist das in der Türkei zu beobachten: Dort hat der Euro binnen eines Jahres über zehn Prozent gegenüber der türkischen Lira verloren – hinzu kommt noch eine Inflationsrate von sieben Prozent. Summa summarum verlor der Urlaubseuro dort allein 2007 rund 20 Prozent an Wert.

Dennoch: Die Türkei gehört in Europa nach wie vor zu den preisgünstigsten Reisezielen. Für einen Euro erhält man dort im Durchschnitt 1,41 Euro an Waren, wie ein österreichisches Forschungsinstitut errechnet hat. Allerdings kann das je nach individueller Reiseplanung um einiges mehr sein, da auch Produkte in dem Vergleich inbegriffen sind, die für Reisende ohnehin unattraktiv sind. Besonders attraktiv für Schnäppchenjäger sind auch noch andere osteuropäische Länder wie Kroatien oder Ungarn – allerdings mit ebenfalls abnehmender Tendenz. Europa befindet sich hier auf einem Angleichungskurs.

Folgende Länder sind allerdings wegen des guten Umrechungskurses für schwule Urlauber besonders zu empfehlen – denn wie sich der Dollar weiter entwickelt, steht in den Sternen:

1. USA

Ob Key West, Honolulu oder New York, ob Grand Canyon, Yellowstone oder Death Valley – die Vereinigten Staaten bieten einige der besten und verschiedenartigsten Reisedestinationen der Welt. Partyurlaub in der Großstadt, Abhängen am Strand und Wandern in unberührter Natur – all das ist in einem Aufwasch möglich. Und dank des extrem schwachen Dollars ist das jetzt auch für Touristen mit kleinerem Budget möglich. Zwar sind die US-Großstädte wie New York nach wie vor ein teures Pflaster – aber in den vergangenen fünf Jahren sind dank des steigenden Euro die Preise um ein Drittel zurückgegangen. Insbesondere für Freunde von Markenklamotten lässt sich ein Teil des Urlaubs durch Shopping refinanzieren. Gerade Jeans oder Hemden in bester Qualität sind bis zu 80 Prozent günstiger als hierzulande. Auch Raucher zahlen in den meisten Staaten bis zu 60 Prozent weniger für ihre Markenkippen als in Berlin oder Hamburg. Und das gleiche gilt für die meisten anderen Produkte und Dienstleistungen.

2. Südafrika

Der Euro hat gegenüber dem südafrikanischen Rand in den vergangenen zwei Jahren 30 Prozent an Wert gewonnen. Das zehn Stunden entfernte Reiseziel ist gerade für Schwule mit Abenteuerlust ein Muss: Denn hier gibt es einen Szene wie nirgends sonst auf dem schwarzen Kontinent. Homosexualität ist hier nicht nur legal (anders als in den meisten anderen afrikanischen Ländern), Schwule und Lesben dürfen im ehemaligen Apartheid-Staat sogar heiraten (anders als in Deutschland). Die Kombination aus offener Lebensweise in aufregenden Großstädten wie Kapstadt oder Johannesburg und aus der magischen afrikanischen Landschaft macht das Land zu einem der größten Erlebnisse. Mit günstigen Inlandsflügen oder mit dem Auto (Vorsicht: Linksverkehr und chaotische Fahrer) erreicht man leicht Perlen wie den Kruger-Nationalpark. Hier kann jeder nach Geschmack und Geldbeutel auf seine Kosten kommen, egal ob beim Zelten oder in einer privaten Lodge. Und einen genialer Vorteil wird oft vergessen: Da sich Südafrika in der selben Zeitzone befindet wie Deutschland hat man bei der Ankunft keinen Jetlag, sondern kann gleich mit dem Abenteuer beginnen – auch das ist bares Geld wert!

3. Großbritannien

England ein günstiges Reiseziel? Wenn man es mit osteuropäischen Staaten oder asiatischen Destinationen wie Thailand vergleicht, sicher nicht. Aber: Das britische Pfund hat in nur einem Jahr zwölf Prozent an Wert verloren. Erstmals seit Jahren ist England damit statistisch günstiger als Deutschland: Ein Euro war Ende 2007 auf der Insel 1,01 Euro wert. Dabei gibt es große nationale Unterschiede: London ist weiterhin ein sehr teures Pflaster – aber Partystädte wie Edinburgh, Nottingham oder Manchester (hier wurde die Originalserie "Queer as Folk" gedreht) stehen der Hauptstadt in nichts nach.

5. Februar 2008



14 Kommentare

#1 GeographAnonym
  • 05.02.2008, 16:16h
  • Ach ja, die Türkei liegt in Europa? Vielleicht sollten einige Leute geographische Grundkenntnisse auffrischen...
    Ab dem Bosporus beginnt Asien: 3% der Türkei gehören also zu Europa, doch wer macht da schon Urlaub? Die Touristengebiete liegen allesamt im 97% der Landesfläche ausmachenden Asien.
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#2 hwAnonym
  • 05.02.2008, 16:35h
  • @ geopraph

    außerdem wäre noch anzumerken, daß das kanadische aussenministerium seine diplomaten
    auf folterstaaten hinwies.
    in amerika waren das die usa.
    in asien z.b. israel, china, syrien, afghanistan und der iran.

    die türkei war nicht dabei.

    ob das an den 3 % europa liegt ?
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#3 Fred/IsraelAnonym
#4 hwAnonym
  • 05.02.2008, 17:49h
  • @ fred

    was soll das ?
    natürlich kenne ich türkische folteropfer.
    wieso errege ich dein mitleid ?
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#5 Fred/IsarelAnonym
  • 05.02.2008, 18:09h
  • egal hw, laß uns wenigstens bei diesem thema hier um reisen sprechen,darum geht es ja hier.
    das andere thema nervt ganz gewaltig.
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#6 madridEUAnonym
  • 05.02.2008, 19:00h
  • @geograph: Wir haben aber in der Schule gelernt, dass die Türkei durchaus geographisch grösstenteils
    zu Asien, politisch aber zu Europa gehört.
    Zweifelt da noch jemand, dass die Kanaren ganz und gar zur EU gehören ? Afrika steht schon in den Startlöchern !
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#7 fabianAnonym
  • 06.02.2008, 09:14h
  • Bevor der Kriegstreiber Bush nicht endgültig abgetreten ist, ist jeder in den USA ausgegebene Touristendollar ein Dollar zuviel.

    Warum empfiehlt QUEER nicht all jene auf Dollarkurs basierenden Touristenziele wie Thailand, Vietnam, Ecuador, Laos usw. (obendrein mehrfach billiger als die USA und ihre britischen Vasallen)

    PS. Bush will jetzt den (Verteidigungs)Kriegshaushalt erneut um SIEBEN Prozent steigern, zulasten sozialer Ausgaben
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#8 FreiheitAnonym
  • 06.02.2008, 14:11h
  • @Fabian: Dümmliches rechtes populistisches Geschwafel ohne Hintergrundwissen.
    Besonders deine aufgezählten Länder sind ja ein großartiges Beispiel.
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#9 GeographAnonym
  • 06.02.2008, 17:47h
  • @madridEU:

    Die Kanaren sind auch der spanischen Krone unterstellt und somit politisch eindeutig Europa.

    Bei der Türkei, Zypern (das bereits zur EU gehört) und Israel kann ich diesen Sachverhalt nicht verstehen...

    Das ist der einzige Punkt, in dem ich mit der CDU übereinstimme: Die Türkei hat in der EU nichts verloren!
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#10 WissenderAnonym