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Dakar (queer.de) - Eine Massenverhaftung von mutmaßlichen Homosexuellen im Senegal hat international zu Protesten geführt. Die Polizei nahm in der Hauptstadt Dakar Medienberichten zwischen sieben und 20 Männer fest, die im Boulevardmagazin "Icones" geoutet wurden. Behörden machten zu der Zahl und dem Aufenthaltsort der Festgenommenen keine Angaben. Sie gaben nur an, dass mehrere Personen wegen des Verdachts auf Homosexualität in Gewahrsam genommen wurden.

"Icones" hatte am Sonntag Bilder von einer angeblichen Homo-Hochzeitsfeier abgedruckt, auf denen die Gesichter von Dutzenden Männern zu sehen waren. Die "Hochzeit" soll bereits vor 18 Monaten stattgefunden haben. Das Magazin soll für die Aufnahmen umgerechnet 2.000 Euro bezahlt haben.

"Wir fürchten um unser Leben – insbesondere diejenigen, die auf den Fotos zu sehen sind", erklärte Aktivist Jean R. gegenüber der Homo-Gruppe ILGA. "Einige von uns verstecken sich nun, andere fliehen aus dem Land".

Aids- und Homo-Gruppen stellen nun in Frage, ob Ende des Jahres eine internationale Konferenz über HIV und sexuell übetragbare Krankheiten im Land abgehalten werden kann. "Es kann in Dakar keine offene Diskussion über den Einfluss von Menschenrechtsverletzungen auf HIV-Infektionszahlen stattfinden, wenn am selben Ort eine derartige staatliche Drangsalierung stattfindet", erklärte Danilo da Silva, Co-Vorsitzender der panafrikanischen ILGA.

Der westafrikanische Staat hat 12,4 Millionen Einwohner, von denen 95 Prozent Sunniten sind. Auf Homosexualität stehen bis zu fünf Jahre Haft. Der Senegal ist einer der wenigen frankophonen Länder, die gegen Schwule vorgehen. (dk)



11 Kommentare

#1 FloAnonym
#2 SaschaAnonym
  • 06.02.2008, 22:08h
  • @Flo:

    Stellt sich nur die Frage, woher dieser "Barbarenstaat" kommt, sprich: das Ergebnis welcher historischen Entwicklung er eigentlich darstellt.

    In diesem Zusammenhang sollten gerade diejenigen, die die betreffenden Länder ausgebeutet und die auch heute immer noch vorherrschenden Strukturen überhaupt erst geschaffen haben, endlich einmal ihrer Verantwortung gerecht werden.
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#3 Fred/IsraelAnonym
  • 06.02.2008, 22:48h
  • sorry, eigentlich wollte ich ja nichts hier schreiben, aber auf den dumm fug mal wieder.
    südamerika und asien waren auch kolonien,was ist passiert -alle sind in der moderne angekommen.

    und dann gibt es islamische ländern die keine kolonien waren, und diese sind genauso oder noch schlimmer als senagal.
    also machmal frage ich mich, wie tief das niveau noch sinken kann.
    vielleicht sollte man einfach nichts schreiben, über themen von den man keine ahnung hat.

    Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam

    www.welt.de/politik/article1500196/Der_Terror_kommt_aus_dem_
    Herzen_des_Islam.html


    nicht wieder täter und opfer verwechseln
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#4 SamuelAnonym
#5 joergAnonym
  • 07.02.2008, 13:48h
  • ziemlich bescheuert, dass Schwulenfeindlichkeit hier von einigen fast reflexartig mit "Islam" in Verbindung gebracht wird. In Deutschland wurden Schwule in der Nazizeit umgebracht, aber auch in anderen "christlicheren" Zeiten wurden Schwule aus "christlichen" Gründen verfolgt. Ob Christentum, Islam oder Judentum - die Fundamentalisten der monotheistischen Religionen haben immer engagiert gegen Schwule und Lesben gekämpft. Auch in Israel musste der Gay Pride letztes Jahr vorsichtshalber nach einem Mord im Vorjahr als geschlossene Veranstaltung in einem Stadion stattfinden.
    Wir leben leider nicht im Paradies, nur weil Schwule in Berlin ungefährdet die Motzstraße rauf- und runterlaufen dürfen, in Tel Aviv zwei Straßenzüge und sich in San Francisco in einer Straße mit Gay-Bars auch öffentlich küssen dürfen.
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#6 HoppiAnonym
#7 Fred/IsraelAnonym
  • 07.02.2008, 16:35h
  • das problem ist einfach, das ihr keine ahnung vom islam habt und denkt, es wäre eine religion wie jede andere:

    naja,dann nehmen wir halt mal die taz im interview mit kelek:

    www.taz.de/nc/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artik
    el/?ressort=do&dig=2008%2F01%2F26%2Fa0007&src=GI&cHash=0db57
    0b4a2


    ausschnitt:
    "Nennen Sie mir in Europa ein größeres Problem als das, das Muslime bereiten.

    Der Rechtsradikalismus?

    Ich würde den Islam mit dem Rechtsradikalismus vergleichen. Sie trennen das, weil Sie sagen: Das sind arme Menschen, die praktizieren nur ihre Religion. Aber auf die rechtsradikalen Deutschen zeigt man mit dem Finger und sagt: Da muss man was tun!

    Vergleichen Sie den Islam mit dem Rechtsradikalismus? Oder den Islamismus?

    Wie wollen Sie denn Islam und Islamismus trennen?

    Ein Islamist strebt einen islamischen Staat an. Ein Muslim will nur seine Religion praktizieren und kann in einem demokratischen, säkularen Staat leben.

    Sehen Sie, da sind wir uns einig. Ich sehe eben, dass eine individualisierte Form des Islam nicht existiert und der Islamismus immer stärker wird."

    der islam ist nämlich durch und durch rechtskonservativ. und der politische islam knüpft an die nazis an.

    Der politische Islam knüpft an die Nazis

    www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,450090,00.html

    und es ist ein trauerspiel,dass ihr ausschließlich mit dem argument von PI kommt, es gibt genügend links/emanzipatorische kräfte, auch unter kulturmuslimen und säkularen muslimen, die ihr im stich laßt.
    deswegen macht ihr euch auch zum steigbügelhalter.
    früher war die emazipatorische linke ja mal für freiheit, gegen religiöse intoleranz, gleichberchtigung von frau und mann, gleichbrechtigung von schwulen und gegen patriacrch angetreten - alles vergessen.

    www.ex-muslime.de/

    Islamismus
    Wo sind die moderaten Muslime?

    www.welt.de/politik/article1637034/Wo_sind_die_moderaten_Mus
    lime.html


    aus falsch verstandener toleranz und unwissenheit wird geschwiegen. es darf halt nicht sein, was realität ist.
    zum glück gibt es aber immer mehr linke und liberale die dies checken. nein nicht pi.^^

    adf-berlin.de/html_docs/symbole/images/antideutsch.jpg
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#8 HoppiAnonym
#9 SebiAnonym
  • 07.02.2008, 22:24h
  • War hier schon mal jemand im Senegal? Wenn ja, dann ist vielleicht auch schon aufgefallen, dass man weit und breit keine Kopftücher sieht (als ich dort war, hab ich innerhalb von 2 Wochen kein einziges gesehen, in Deutschland seh ich täglich welche). Ehepartner werden beim Standesamt gefragt, ob sie „Monogamie“ eintragen lassen wollen (was auch zunehmend im Kommen ist). Kurzum: Es geht nicht um einen islamistischen Staat. Dass Homosexuelle als Minderheit verfolgt werden, liegt an der allgemeinen Rückständigkeit und den mangelnden demokratischen Strukturen (obwohl im Grunde westlich anmutend, heitere Vetternwirtschaft). Erinnerung: In Deutschland wurde die Strafverfolgung von Homosexuellen erst 1969 ausgesetzt. Der Straftatbestand verschwand 1993!!!
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#10 Fred/IsraelAnonym
  • 08.02.2008, 01:02h
  • der man, mit den vielen namen - rightqueer.
    natürlich ist es kein islamischer staat, wohnen ja auch nur 95% muslime dort. ;-)))
    vielleicht solltest du mal zum onkel doktor gehen, wegen deinen vielen namen. wird es nicht langsam peinlich?
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