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New York (queer.de) - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisiert Ägypten scharf, weil der Staat Männer zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie HIV-positiv sind. Seit Oktober letzten Jahres seien Berichte von Männern eingetroffen, die wegen eines "ausschweifenden Lebensstils" vor Gericht gestellt worden sind.

So hätten sich der Menschenrechtsorganisation zufolge im Stadtzentrum Kairos zwei Männer gestritten, als die Polizei einschritt. Als einer der beiden sagte, er sei HIV-positiv, seien beide sofort verhaftet worden. Die Moralpolizei habe gleich gegen sie wegen Homosexualität ermittelt. Die Männer seien in der Haft gefoltert worden, weil sie ein "Geständnis" nicht unterschreiben wollten. Außerdem seien sie "analen kriminaltechnischen Untersuchungen" ausgesetzt worden, mit denen festgestellt werden sollte, ob sie schwulen Sex hatten.

Weitere zwei Männer seien später nachweislich verhaftet worden, weil deren Telefonnummern bei den zuerst Verhafteten gefunden wurden. Alle vier seien am 2. Februar zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, berichtet Human Rights Watch. Einer von ihnen werden 23 Stunden pro Tag mit Ketten an sein Bett gefesselt. Die Menschenrechtsorganisation fordert Ägypten auf, alle auf diese Weise verurteilten Männer freizulassen.

Homosexualität ist in Ägypten nicht direkt strafbar, allerdings werden Schwule wegen "Moralgesetzen" verurteilt. Weltweite Aufmerksamkeit erregte die Verhaftung von 52 Männern auf einer Party im Jahre 2001. 23 von ihnen wurden trotz internationaler Proteste zu Haftstrafen und Zwangsarbeit verurteilt. Die Richter befanden, dass sie sich der "moralischen Verdorbenheit" und "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht hätten. (dk)



10 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 07.02.2008, 16:37h
  • und das in einem Land, wo die Pharaonen und kniffelige Architektur, sensationelle Medizin, in einer Jahrtausenden, alten und fortschrittlichen Kultur existierten. Ein Land das auf solche Art und Weise rückwärts läuft. Das ist schon sehr traurig.
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#2 holgerAnonym
#3 DanielAnonym
  • 07.02.2008, 18:44h
  • Ich würde so gerne einmal mit meinem Freund die Pyramiden erleben und die alten ägyptischen Kulturschätze. Aber wegen diesen Nachrichten meide ich das Land. Habe keinen Bock im Urlaub noch inhaftiert zu werden.
    Schon schade, dass solche Touristen-Hochburgen noch immer so ein verkrampftes System haben.
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#4 Johnny BiAnonym
  • 08.02.2008, 03:56h
  • Anale kriminaltechnische Untersuchungen.... Das hört sich doch eigentlich ganz interessant an.
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#5 PeterAnonym
  • 08.02.2008, 07:21h
  • @johnnyb

    manche Kommentare sind sowas von blöd und daneben dass ich kotzen könnte! das mal in Deine Richtung.

    Und trotzdem fahren wir Europäer und ach so freien Schwulen doch gerne mal zum Badeurlaub nach Ägypten.

    Ich jedenfalls nicht, keine Devisen für so ein Barbarenland.

    Peter
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#6 rodolfoAnonym
  • 08.02.2008, 09:14h
  • ich lebe und arbeite seit sechs Jahren in Aegypten und erlebe das taegliche Leben in einem Land, das von einer Maennergesellschaft beherrscht wird. Millionen junge Maenner duerfen gem. ihrer Religion und der Traditionen keine sexuellen Kontakte zum weiblichen Geschlecht vor der Heirat haben. Heiraten koennen sie aber erst wenn sie genug Geld haben um eine Frau aus ihrer Familie auszuloesen. Viele von ihnen erreichen ein relativ hohes Alter bis sie erste Kontakte zum weiblichen Geschlecht bekommen koennen, da sie einfach nicht genug verdienen um genuegend fuer die Heirat sparen zu koennen. Es stellt sich die Frage, wie sie ihre natuerlichen Triebe in der Entwicklung des Mannes kontrollieren und bewaeltigen. In touristischen Gebieten leben Maenner wochen- und monatelang in Wohngemeinschaften zusammen und sehen taeglich leicht bekleidete Touristinnen im Gegensatz zu den mehr oder weniger bedeckten weiblichen Wesen in ihren Heimatorten. Kann man diesen Mangel in der natuerlichen Entwicklung eines Mannes wirklich nur durch das gierige Anschauen von Pornobildern oder Porno Shows im TV oder durch Augen-Sex auf der Strasse ausgleichen ???
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#7 hoppelAnonym
#8 Fred/IsraelAnonym
  • 08.02.2008, 12:23h
  • @7; tux,rightqueer etc etc etc etc.
    kannst du deine unerträgliche relativierung endlich mal unterlassen!
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#9 BernhardAnonym
  • 08.02.2008, 13:09h
  • Ich war mit meinem Freund vor drei Jahren in Ägypten, Nilkreuzfahrt und anschließend noch Rotes Meer. Der Kabinenstuart auf dem Schiff und ein Barkeeper in Hurghada waren schwul und haben uns nachgestellt, aber wir haben uns auf nichts eingelassen. Das ging so weit, dass wir plötzlich kein warmes Wasser auf dem Schiff hatten. Dabei wollte er nur, dass wir ihn in die Kabine holen. Das war das Letzte. Ich möchte nicht wissen, was in dieser "Männergesellschaft" nach Dienst abgegangen ist. Das ist doch dort auch nicht anders als bei uns, wer schwul ist, weiß ich nach 10 Sekunden, wie mein Gegenüber auch. Das ist das, was Heten nicht begreifen können, weil denen diese Art der Kommunikation fremd ist.
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#10 Johnny BiAnonym