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  • 07. Februar 2008, noch kein Kommentar

Tilda Swinton zeigt auf der Berlinale ihre Doku über den an Aids verstorbenen Regisseur und Künstler.

Von Carsten Weidemann

Tilda Swinton will mit dem von ihr produzierten Dokumentarfilm "Derek" dem verstorbenen Regisseur Derek Jarman ein Denkmal setzen. Der Film sei aus dem Gefühl entstanden, "dass zu viele talentierte Künstler und Regisseure noch nie etwas von Derek Jarman gehört haben". Dem ZEITmagazin LEBEN sagt sie, dass Jarman für sie "eine Gegenkraft, aber von innen, aus dem Herzen der Kultur heraus" gewesen sei. "Ich fühlte mich wie ein Kind, das in dieser Umgebung erzogen wurde. Denn die Zeit mit Jarman war meine Geburt als Künstlerin." Der Film wird auf der Berlinale gezeigt.

Ihr sei klar geworden, so Swinton, "dass die Filmlandschaft in England nach Jarmans Tod nicht mehr dieselbe war." Sie suchte Kontakte zu unabhängigen amerikanischen Regisseuren und machte, wie sie sagt, "auch eine kleine Karriere in Hollywood".

Swinton, Tochter aus adligem schottischen Haus, wurde im elitärsten englischen Internat erzogen, studierte in Cambridge Sozialwissenschaften und Literatur: "Da, wo ich aufgewachsen bin, hat man ein sehr starres Bild von sich und der Welt." Deshalb habe sie sich immer heimisch gefühlt "unter Menschen, die ihre eigenen, einzigartigen Wege suchen. Etwa in Londons gay community der achtziger Jahre".

Swinton und ihr Doku-Team werden mit einem Ehren-Teddy, dem schwul-lesbischen Filmpreis am 14.2. geehrt. Außerdem zeigt die Edition Salzgeber ab Mitte Februar Jarmans letzten Spielfilm "Blue".

07.02.2008