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  • 01. April 2004, noch kein Kommentar

Boston Sechs Wochen vor dem vom Verfassungsgericht von Massachusetts festgelegten Starttermin von Homo-Trauungen wird der politische Kampf härter: Der republikanische Gouverneur Mitt Romney, ein erbitterter Gegner der Homo-Ehe, hat Justizminister Thomas F. Reilly (Demokraten) aufgefordert, beim Verfassungsgericht um einen Aufschub zu bitten, bis die Bürger in einer Volksabstimmung über die Frage entscheiden können. Reilly weigert sich jedoch zu handeln, da Romney lediglich politische Gründe für einen Aufschub genannt habe jedoch keine juristischen. "Es ist eindeutig, dass das Gericht seine Entscheidung getroffen hat", so Reilly, "stimme ich den Richtern zu? Keineswegs. Aber ich kann mich deswegen nicht über unsere Gesetze hinwegsetzen." Hintergrund ist die Entscheidung des Parlaments am Montag, eine Volksabstimmung im November 2006 – dem frühest möglichen Zeitpunkt – durchzuführen. Darin sollen die Bürger gefragt werden, ob sie der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zustimmen oder diese verbieten wollen – dann würde automatisch eine Eingetragene Partnerschaft mit limitierten Rechten für Homos eingeführt werden. Romney argumentiert, er wolle verhindern, dass der Staat Schwulen und Lesben die Ehe öffnet, dieses Recht dann aber zwei Jahre später dann wieder wegnehme. Derweil versuchen auch Abgeordnete, gleichgeschlechtliche Hochzeiten ab dem 17. Mai doch noch zu verhindern. So will der Abgeordnete Paul Losocco (Republikaner) einen Gesetzentwurf ins Parlament einbringen, der das Ehe-Gesetz abschafft und dafür sowohl gemischt- als auch gleichgeschlechtlichen Partnern die Eingetragene Partnerschaft anbietet. Die Ehe wäre demnach lediglich eine kirchliche Institution. Loscocco will heterosexuelle Paare jedoch weiter bevorzugen, so dass nur sie die steuerlichen Vorteile des Bundes in Anspruch nehmen können und dass ihre Eingetragene Partnerschaft in anderen US-Staaten als Ehe anerkannt wird. (dk)