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Modelcoach Bruce Darnell bemitleidet Männer, die ihre Gefühle runterschlucken. Und zeigt Herz in einer neuen TV-Show.

Von Carsten Weidemann

Er ist als emotionales Jury-Mitglied an der Seite von Heidi Klum bei "Germany's next Topmodel" berühmt geworden. Doch die dritte Staffel der Erfolgs-Show findet ohne den Zuschauerliebling statt. Dafür startet am 12. Februar Bruce Darnells eigene Show. "Bruce" wird täglich um 18.50 Uhr in der ARD zu sehen sein. "Das ist wie ein Sechser im Lotto. Denn ich kann das machen, woran ich glaube", berichtet der 50-Jährige im Exklusiv-Interview mit dem Magazin "InTouch". Ob in der neuen Styling-Show auch wieder so viele Tränen fließen werden wie wir es von Bruce Darnell gewohnt sind? "Ich habe kein Problem damit, meine Gefühle zu zeigen. Ich bin ehrlich zu mir selbst - das ist Bruce!", so Darnell.

In "Bruce" mimt Darnell den Styling-Ratgeber, berät seine Kandidaten in Punkto Klamotten, Frisur und Make-up. Seine Botschaft: "Du kannst immer noch etwas aus dir machen!" Doch um sich komplett neu zu erfinden, müsse man tiefer gehen, sich Fragen wie: "Wer bin ich?", "Wo will ich hin?" stellen. "Jeder hat das Recht, sein Leben auf den Kopf zu stellen." Seine Antwort auf die Frage, was für ihn ein absolutes Styling-No-Go sei: "Kein Gespür für Mode zu haben! Viele tragen Kleider doch nur, damit sie nicht frieren müssen. Dabei ist Kleidung ein super Mittel, sich und seine Persönlichkeit auszudrücken!" Darnell - selbst ehemaliges Model - ist nicht traurig, dass die dritte Staffel "Germany's next Topmodel" ohne ihn stattfindet: "Es war eine tolle Erfahrung, zwei Jahre für Heidi Klum zu arbeiten. Doch jetzt habe ich meine eigene Show und könnte glücklicher nicht sein."

08.02.2008



#1 stefanoAnonym
  • 09.02.2008, 10:29h
  • dieses ständige "umgestyle" von menschen ("ihr seid nicht ok, so wie ihr seid") im fernsehen geht mir auf die nerven. und immer diese schutzbehauptung, man würde den menschen damit helfen wollen - aua, aua, aua! das ist bei sat1 bisher am schlimmsten (da kommt der stylist teilweise sogar noch mal vorbei und macht der umgestylten vor laufender kamera und vor allen freunden vorwürfe, dass sie seine tipps nicht jeden tag 24/7 umsetzt, und stylt sie dann einfach noch mal um - ganz nach dem motto: DU BIST NICHT OK, AN DIR MUSS ETWA VERÄNDERT WERDEN, DU BIT NICHT VOLLWERTIG), aber jetzt auch noch ard? braucht kein mensch! ganz schlimm.
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#2 snoopyAnonym
  • 09.02.2008, 17:06h
  • hey, ruhig blut, ich glaub der bruce wird das eher entspannt angehn. An Mode an sich ist doch nichts schlimmes, solange es ein spiel bleibt in dem man sich entfalten kann und es nicht bierernst nimmt.
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#3 rubberbikercgnAnonym
  • 09.02.2008, 22:00h
  • Ich stimme stefano voll und ganz zu. Mode ist etwas für Konsumtiger. Unsicherheit in Persönlichkeit und Geschmack führt dazu, in einer Hammelherde unselbständiger "fashion victims" irgendwelchen kurzlebigen Trends hinterherzurennen, welche oft genug albern oder hässlich sind. Manche beziehen ihr Selbstbewusstsein aus der Zurschaustellung teurer Markenartikel. Arme Huschen!
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#4 wolfAnonym
  • 10.02.2008, 07:42h
  • mode kann spielerisch sehr toll sein und spass machen !
    aber was in den letzten jahren so an mode, egal ob weiblich oder männlich produziert wurde ist einfach nur unansehnlich (ausnahmen sind selten). allein die unsägliche frisurenmode, überwiegend pappköppe. die klamotten zeichnen sich durch labels aus, man hat das gefühl den trägern einen euro zukommen lassen zu müssen. chic ist nun wirklich was anderes.
    seit 30 jahren trägt fast jeder bedruckten müll, die meisten wissen nicht mal was drauf steht, hat nun wirklich nichts mit persönlichkeit zu tun.
    aber immer wieder gern gesehen, ein 2 zentner mops in creativen addidasstreifen mit sneakers !!!!
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#5 antosAnonym
  • 10.02.2008, 10:10h
  • Interessant ist Mode nur in ihren Hochregionen - wo sie zur Kunst wird und sich und ihre Geschichte selbst reflektiert. Nur dort sind "spielerische" Elemente überhaupt möglich:

    www.elle.de/iimages/90/z2DYnRgUEOsOXGtwEhyNdbqPVl00f2IKLLfrm
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    images.artnet.de/artwork_images/174240/148707.jpg

    Was im TV vorgeführt wird, hat weder mit bewußter Ästhetik noch mit Spiel irgendwas zu tun. Da gehts ganz unverspielt darum, die jeweils umgezogene Person in ihrem sozialen Marktwert zu optimieren. Daher auch die Verbissenheit, die Stefano mit seinem Hinweis auf den Zweitbesuch des Optimierers gut beschreibt. Sozialer Marktwert - da werden natürlich "gewisse Grenzen" (zum Nachsprechen: "Es muss schließlich auch Grenzen geben!"), nämlich die des "guten Geschmacks", der zauberhafterweise in einer sozialen Schicht immer ähnlich ist, nie überschritten.
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#6 rubberbikercgnAnonym
  • 10.02.2008, 12:12h
  • Zu diesem Thema gips heute abend eine Sendung im Deutschlandfunk:

    Freistil 10.02.2008 · 20:05 Uhr

    "Kleider machen süchtig"
    "Fashion Victims" und das Diktat der Mode
    Von Martin Stümper

    "Kleider machen Leute" heißt es, doch die Mode fordert auch Opfer. Die sogenannten "Fashion Victims" sind die Süchtigen der Modebranche. Sie geben Unsummen für die neuesten Trends und Kreationen aus, anstatt die Stromrechnung zu bezahlen.

    Ihre Schränke quellen über von Klamotten und ihre Schuhsammlungen sind oft ein Vermögen wert: denn jedes Modejahr präsentiert einen neuen Schnitt und neue Farben und all dies muss ein "Fashion Victim" haben - in allen Variationen.

    Die Gründe für die Mode-Obsession sind vielfältig: Besitzgier, Gruppenzwang, Markenhörigkeit oder Kompensierung von Minderwertigkeitskomplexen.
    Die "Fashion Victims" haben eines gemeinsam: sie sind Opfer einer Hochglanz- und Werbeindustrie, die gekonnt mit den Schwächen und Träumen ihrer Kunden spielt. Nach dem Motto: Kaufe dieses Produkt und du betrittst die Welt der Stars und Sternchen.
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