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Hereford (queer.de) - Ein britischer Bischof muss einem Bewerber auf einen Arbeitsplatz als Erzieher Entschädigung zahlen, weil er den Jobsuchenden nur wegen dessen sexueller Orientierung abgelehnt hatte. Bischof Anthony Priddis wurde gestern von einem Gleichbehandlungstribunal zur Zahlung von 47.000 Pfund (63.000 Euro) an John Reaney verurteilt.

Reaney hatte sich bei der Diözese von Hereford im Summer 2006 auf den Job beworben. Er wurde von acht Delegierten der Jugendarbeit einstimmig als neuer Jugend-Betreuer vorgeschlagen worden, der nur noch vom Bischof abgesegnet werden müsse. Dieser hat dem gläubigen Christen in einem zweiten Vorstellungsgespräch "erniedrigende Fragen" über dessen Sexualleben gestellt und daraufhin abgelehnt. Er argumentierte, dass der Mann als Schwuler, der gerade eine fünf Jahre dauernde Beziehung beendet hatte, die Forderung der Kirche nach dem Zölibat für Unverheiratete nicht nachkommen könne.

"Der Antragsteller wurde allein wegen seiner sexuellen Orientierung abgelehnt", erklärte das Tribunal daraufhin. Die 63.000 Euro beinhalteten ausgefallene Lohnzahlungen, Rentenansprüche und ein Schmerzensgeld.

"Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist und dass lesbische und schwule Christen, die in der anglikanischen Kirche arbeiten wollen, mit Menschlichkeit behandelt werden müssen", sagte Reaney nach dem Urteilsspruch. Sein Verfahren war von der Homo-Gruppe Stonewall unterstützt worden.

Bischof Priddis hat sich bereits im Dezember bei Reaney entschuldigt. Seine Entscheidung, Reaney abzulehnen, sei ihm damals nicht leicht gefallen und erst nach Gesprächen mit anderen und Gebeten zustande gekommen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FloAnonym
  • 11.02.2008, 18:07h
  • Bravo! Das die meisten Kirchen nichts mehr lieben als Geld, ist das die beste Methode die zu treffen...
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#2 SaschaAnonym
  • 11.02.2008, 18:10h
  • Tja, und da wundert man sich, dass es bei uns keine vergleichbaren Klagen gibt, dabei schützt das AGG doch ganz bewusst eine Vielzahl von Diskriminierungstätern und überlässt die Opfer ihrem "Schicksal". Und dann stellt man heuchlerisch fest, dass es nicht zu "Massenklagen" gekommen ist.

    Glückwunsch an Großbritannien in diesem Punkt - so sieht im Gegensatz zu den hiesigen Verhältnissen "democracy at work" aus!!!
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#3 DanielAnonym
  • 11.02.2008, 20:07h
  • @ Sasha: Arbeitsgericht Hamburg?

    Ist es so eine Art masochismus, dass alle in diesem Forum immer Deutschland schlecht reden müssen?

    Werdet Ihr dafür bezahlt?
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#4 hwAnonym
#5 SaschaAnonym
  • 11.02.2008, 22:04h
  • @Daniel:

    Damit ist der weitgehende Schutz der Diskriminierungstäter durch das AGG (v.a. Kirchen, Diskriminierung am Arbeitsplatz) in keiner Weise effektiv behoben. Bei uns ist ein solches Urteil eine absolute Ausnahme!
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#6 SaschaAnonym
  • 11.02.2008, 22:05h
  • Außerdem, @Daniel, wird die EU-Kommission schon wissen, warum sie insbesondere Deutschland im Bereich des Schutzes am Arbeitsplatz zu Nachbesserungen aufgefordert hat!
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