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Bremen (queer.de) - Der Streit um ein homophobes Seminar beim Bremer Jugendkongress Christival geht auch nach dessen Absage weiter. So kritisiert der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) die Grünen, die die Debatte um das Seminar, in dem es um die "Heilung" von Homosexualität gehen sollte, angestoßen haben: "Anstelle einer sachlichen Auseinandersetzung werden engagierte christliche Gruppen beschimpft und diffamiert", erklärte der CVJM-Gesamtvorstand. Die Organisation vermisse den "Respekt gegenüber Andersdenkenden und Andersglaubenden, deren Glaubens-, Gewissens- und Meinungsfreiheit in gleicher Weise durch das Grundgesetz geschützt ist wie die der Kritiker".

Unterstützung erhalten die Kritiker vom bayerischen Landesbischof Johannes Friedrich. Er teile die "Kritik an dem abgesagten Seminar voll und ganz", zitiert der Lesben- und Schwulenverband aus einem Brief. Wie die evangelische Nachrichtenagentur Idea meldet, äußert sich Friedrich allerdings nicht zu dem Brief, da dieser privater Natur gewesen sei.

Auch die Bundesarbeitarbeitsgemeinschaft "Christen bei den Grünen" unterstützt die Kritik an dem Seminar. Dieses sei von "christlich-fundamentalistischen Gruppen" organisiert worden, erklärte deren Sprecherin Sybille Mattfeld-Kloth.

Die Grünen haben eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, die voraussichtlich morgen beantwortet wird. Darin wird auf den wachsenden Einfluss von "Homo-Heilern" hingewiesen und nach der Position der Regierung sowie von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu diesen "Therapien" gefragt. Von der Leyen ist Schirmherrin von Christival.

Der Jugendkongress wird vom 30. April bis 4. Mai in Bremen stattfinden. (dk)



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11 Kommentare

#1 MarkusAnonym
  • 12.02.2008, 22:38h
  • Mir ist nicht ganz klar, wieso das Seminar homophob sein soll. Nur zum
    Verständnis. Phobie bedeutet Angst, Wikipedia erklärt Homophobie als "eine
    soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit".

    Man kann ja gerne sachlich Kritik gegen das Seminar vorbringen, aber nur
    weil jemand Schwule heilen möchte, kann man ihn nicht so ohne weiteres als
    homophob abstempeln. Da macht man es sich dann doch ein bisschen zu
    einfach.
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#2 SaschaAnonym
  • 12.02.2008, 22:43h
  • Man kann es gar nicht oft genug sagen:

    Die so genannte Meinungsfreiheit hört genau da auf, wo die Verunglimpfung und Diskriminierung bestimmter Gruppen anfängt, wo direkt oder indirekt deren gleichwertiges Existenzrecht in irgendeiner Weise in Frage gestellt wird, also dort, wo Volksverhetzung im wahrsten Sinne des Wortes anfängt.
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#3 handwerker/LQAnonym
#4 DavidAnonym
  • 12.02.2008, 23:10h
  • @Markus:
    Du empfindest es etwa NICHT als schwulenfeindlich, wenn man jungen Schwulen/Lesben, die gerade in der Coming-Out-Phase sind einhämmert, sie könnten geheilt werden, und das auch noch dadurch unterstreicht, indem man Homosexualität generell abwertet, indem man diesen Menschen in einer kritischen Lage einredet sie seien krank und therapiebedürftig - aber nicht das sei therapiebedürftig das man alle Vorurteile bekämpft um sich zu akzeptieren, sondern
    man könne ja einfach an der Neigung rumdoktern.
    Jeder, der sein COming-Out hinter sich hat, weiss wie sehr man dagegen angekämpft hat, und das die Tatsache sich selbst nicht akzeptieren zu können und versuchen daran rumzudoktorn einen erst recht krank macht!!!
    Ist es richtig, das auch noch durch solche Angebote zu unterstützen?????

    Mich macht es einfach nur wütend, das solches christliches Geschwätz vom Seelenheil spricht, in Wahrheit aber Seelen zerstört! ich habe mir durch sowas meine JUgend ruiniert und hätte die verlorenen Jahre gerne wieder.
    Das sind für mich Seelenverbrecher, für die ich absolut keinen Respekt, sondern nur Verachtung empfinde!

    Ich finde es erstaunlich, das vom Angriff auf die Meinungsfreiheit gesprochen wird, wo es doch die Kirche selber ist, die sich in Belange einmischt die sich nichts angehen und 2.) sagen kann was sie will.

    Wie steht es denn um die Meinuhsfreiheit eines homosexuellen Kirchenangstellten, der sich zu seiner Beziehung bekennt oder gar eine Lebenspartnerschaft eingeht?
    Diese werden von der Kirche gefeurt, obwohl das man Bekenntnis zu einer homosexuellen Beziehung auch als Meinungsfreiheit auslegen könnte!
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#5 SaschaAnonym
  • 12.02.2008, 23:35h
  • @Markus:

    Was erlaubst du dir eigentlich, hier den Menschen verachtenden Praktiken, die in dem betreffenden Seminar propagiert werden sollten, auch noch das Wort zu reden???

    "Heilen" kann man nur eine Krankheit, und daher sind derartige Denkansätze schon per se und von Anfang an eine unverschämte Herabwürdigung und Verunglimpfung homosexueller Menschen und einer gleichberechtigten homosexuellen Identität.

    Wenn irgend etwas eine Krankheit ist, dann sind es eben solche Menschen verachtende Gesinnungen, die jedem Individuum Heterosexualität als die eine und absolute, angebliche Norm aufdrücken wollen - mit verheerenden Folgen für die Betroffenen bis hin zum Selbstmord.

    Diese dreisten und gefährlichen Demagogen befördern aktiv eine Gesellschaft, in der homosexuelle Menschen nach wie vor massiv diskriminiert und unterdrückt werden, und anschließend benutzen sie die daraus resultierenden Probleme der Betroffenen, um wiederum Homosexualität zu verunglimpfen und als "heilungsbedürftig" hinzustellen.

    Diesem perversen und im schlimmsten Sinne homophoben Angriff auf die Menschenwürde müssen wir in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft aktiv entgegentreten!
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#6 wolfAnonym
  • 13.02.2008, 08:42h
  • ausgerechnet der cvjm regt sich auf, die wöllen sich wohl von sich selbst heilen ! lach !
    jeder kennt den schönen schwulenhit der 70ziger "ymca" !
    dieser verein war schon für seine sexkontakte berühmt bevor es darkrooms gab. in new york der anlaufpunkt für obdachlose stricher.
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#7 MarekAnonym
  • 13.02.2008, 11:56h
  • Sämtliche neutrale Psychologen, Mediziner, Sexualwissenschaftler, etc. sagen einstimmig, dass man die sexuelle Orientierung nicht ändern kann und jeder Versuch dies zu tun schwere psychische Störungen verursacht!!

    Aber mit Wissenschaft hatte die Kirche ja schon immer ein Problem - die wünschen sich wohl insgeheim, dass sie Wissenschaftler wieder als Ketzer verbrennen können...

    Ich bin froh, dass wenigstens die Grünen sich auch um solche Themen kümmern und nicht wie alle anderen Parteien schweigen. Andere (wie z.B. die FDP) labern zwar immer viel rum, aber wenn es dann um die tägliche Praxis geht, hört man nichts von denen...
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#8 bastapapstaAnonym
  • 13.02.2008, 12:17h
  • @Markus

    Du willst allen ernstens agumentieren, dieses von geisteskranken Scharlatanen gemachte Seminar, um welches es sich hier handelt, hätte nichts mit Homophobie zu tun. merkwürdige theorie die du da anbringst. Es scheint in Wirklichkeit so zu sein, dass DU gläubiger Christ bist, und nicht gegen die sogenannten "christlichen Werte" verstossen willst.
    Ich finde, dass DU es dir hier sehr EINFACH machst !
    Deine Aussage zeugt meiner Meinung nach von mangelnder Intellegenz & von Anhaftung.

    In Wickipedia habe ich übrigens auch nach geschaut.
    Die Bundesregiereung hat in der Beantwortung der von Volker Beck gestellten kleinen Anfrage sich a)
    von solchen diskriminierenden Organistationen, bzw. derartigen Seminaren distanziert & b) versichtert, dass
    diese Organisationen nicht mit staatlichen Mitteln gefördert würden.

    Wenn man aber bei Wickipedia die Literatur zu diesem Drecksverein ( OJC) durchliest- hier der Link

    de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Jugend_und
    _Gesellschaft


    stellt man fest, dass Spenden an OJC vom Finanzamt als "Sonderangaben" anerkannt, dh. von der Steuer abgesetzt werden können. Diskriminierung ( Förderung der Homophobie) kann also von der Steuer abgesetzt werden. Also doch eine "indirekte" staatliche Förderung.

    Wickipedia:
    Zitat Anfang
    "Die Offensive Junger Christen ist Mitglied im Fachverband für Ökumenische Diakonie im Diakonischen Werk der EKD und im Ring Missionarischer Jugendbewegungen. Das Reichelsheimer Europäische Jugendzentrum ist Mitglied im CVJM Westbund." Zitat Ende

    Es ist also nicht verwunderlich, dass der CVJM sich jetzt künstlich aufregt.

    Die Offensive Junger Christen ist Mitglied im Fachverband für Ökumenische Diakonie im Diakonischen Werk der EKD und im Ring Missionarischer Jugendbewegungen. Das Reichelsheimer Europäische Jugendzentrum ist Mitglied im CVJM Westbund.

    Ich kann nur sagen : macht an den Christivaltagen
    ( 30.04.-04.05.08) Demos gegen diese menschenverachtenden Inhalte, die nicht nur in
    diesem abgesagten Homo-Heilungsseminar propagiert werden. Ich halte die ganzen Seminare des Christival für gefährlich. Sie richten sich nach meiner Meinung gegen eine objektive Aufklärung
    Jugendlicher in der Phase der Suche der Identität.
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#9 bastapapstaAnonym
  • 13.02.2008, 16:08h
  • Habe gerade,

    der heutigen Befragung von Volker beck entnommen,
    dass das Christival mit 250.000 € von der Regierung ( dh. vom Staat ) unterstützt wird. 250.000 € für Diskriminierung & eine Gehirnwäsche von Jugendlichen, die auf ihrer Identitätssuchen sind, die nach dieser Veranstaltung wohl noch mehr in Verzweiflung sind als vorher.
    Das ist echt zu Kotzen !
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#10 stromboliProfil
  • 14.02.2008, 10:20hberlin
  • bastapapsta schreibt am 13.02.2008, 12:17:15 Uhr:...
    danke @bastapapsta, mehr solche zusammenhänge brauchts, um zu verstehen, woher der wind weht und wohin die fähnleinträger ziehen...

    aber so sind die religionen nun mal.. erst stochern sie im mist, in der hoffnung unentdeckt zu bleiben, dann entdeckt, rudern sie scheinheilig in aller herren richtungen; nur nicht wirklich zurück!
    Das heilungsangebot ist zwar beim treffen nicht mehr staatlich unterstützt, wird aber von seinen förderern unter der hand, während den erleuchtungstagen weiter angeboten.
    Die auslagen und reisekosten zahlt weiterhin z.t. der steuerzahler...
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