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  • 12. Februar 2008, noch kein Kommentar

Stürmische Zeiten: Ein schwules Pärchen zieht ein – und die verzweifelten Hausfrauen müssen den Klimawandel ausbaden. Jetzt im TV!

Von Dennis Klein

Intrigen, Todesängste, durchbohrende Gartenzäune, ein vorgetäuschter Selbstmordversuch, ein angeheuerter Auftragskiller, Drogenprobleme, schlechtes Wetter, Ehebruch, Beschneidungs-Streit, Design-Katastrophen und Kochduelle: Willkommen in der vierten Staffel der derzeit erfolgreichsten Serie der Welt. "Desperate Housewives" läuft am 13. Februar auf Pro Sieben an. Wegen des Autorenstreiks wurden bislang nur zehn Folgen gedreht und im US-Sender ABC ausgestrahlt. Doch diese zeigen mehr Dramatik als "Explosiv" und "Dschungel-Camp" in 20 Jahren.

Diesmal zieht auch ein schwules Pärchen in die ohnehin von schwulen Zuschauern vergötterte Straße. Ab Folge vier zeigen Bob und Lee, dass auch homosexuelle Trendsetter einen äußerst schlechten Geschmack in der Auswahl ihrer Garten-Accessoires haben können. Bis zur durch den Streik erzwungenen Serienpause stehen die Beiden aber noch etwas im Hintergrund – machen sich aber natürlich schon Feinde.

Alle vier Hauptfiguren haben mit ihren Problemen zu kämpfen: Gabrielle, die Ende der dritten Staffel gemerkt hat, dass ihr neuer Ehemann ein Arsch ist, bandelt wieder mit Carlos an. Der hat aber so seine Probleme mit Edie, die in noch bösartigerer Weise intrigiert. Susan wird schwanger, hat aber mit Eheproblemen und – wie immer – ihrer eigenen Schusseligkeit zu kämpfen. Lynette kämpft auch – aber gegen Krebs und ihre Mutter. Und Bree, der Inbegriff der perfekten Hausfrau, bekommt Konkurrenz: Die neue Nachbarin Katherine will noch perfekter sein – muss aber versuchen, ein dunkles Geheimnis zu behüten, auch wenn sie dabei ebenso dunkle Gerüchte streut. Ach so, und Bree muss natürlich das Geheimnis der Schwangerschaft ihrer Tochter bewahren, dessen Kind sie als ihr eigenes ausgeben will. Ein klimatechnischer Showdown in Folge neun inklusive mehreren Todesfällen zeigt zudem, wie wichtig eine Hausratsversicherung ist. Also Business as usual in der Wisteria Lane…

Ein Höhepunkt der Serie ist der Gastauftritt von Richard Chamberlain in Folge acht. Der 73-Jährige stellt dabei eine Figur dar, die gar nicht so anders ist als Chamberlain, der erst im Rentenalter – vor vier Jahren – sein Coming-out hatte.

Wenn Pro Sieben mit den zehn Folgen der vierten Staffel durch ist, gibt es auch schon bald Nachschub: Die Autoren von "Desperate Housewives" haben ihren Streik beendet und sind jetzt wieder bei der Arbeit. Die Produktionsfirma hat bereits angekündigt, dass im Frühling neue Episoden im US-Fernsehen gezeigt werden sollen. Damit dürften die deutschen Zuschauer im Sommer in den Genuss der Fortsetzung kommen.

Um die Zukunft der Saga brauchen sie sich ohnehin keine Gedanken zu machen: ABC hat bereits mit Serien-Erfinder Marc Cherry einen Vertrag bis Mitte 2011 geschlossen – so lange dürfte uns Junkies die wöchentliche Serien-Droge mindestens noch verabreicht werden.

Desperate Housewives, ab 13. Februar mittwochs um 20:15 Uhr auf Pro Sieben (Wdh. samstags um 17 Uhr).

12. Februar 2008



GLAAD Awards: Sieg für "Milk" und "Desperate Housewives"

Am Wochenende sind zum 20. Mal die GLAAD Media Awards verliehen worden, mit denen die Homogruppe Gay & Lesbian Alliance Against Defamation Fernseh- und Kinoproduktionen ehrt, die für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben einen Beitrag leisten.
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