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Washington (queer.de) - Barack Obama kann nach einer Siegesserie erstmals mehr Delegiertenstimmen bei den demokratischen Vorwahlen auf sich vereinen als Mitbewerberin Hillary Clinton. Der Senator aus Illinois hat gestern in Washington D.C., Maryland und Virginia drei weitere klare Siege eingefahren. Für ihn stimmten zwischen 60 und 75 Prozent der Wähler. Nach CNN-Angaben verfügt er nun über 1.215 Delegiertenstimmen, Clinton über 1.190. Zum Sieg sind 2.025 Delegierte notwendig. Obama gilt nun als Favorit. Eine Vorentscheidung wird am 4. März in den großen Bundesstaaten Ohio und Texas erwartet, die 389 Delegierte stellen. Hier wird ein knappes Rennen erwaret.

Der Ausgang könnte damit von den so genannten "Superdelegierten" entschieden werden. Das sind rund 800 Menschen, die nicht in Vorwahlen auf einen Kandidaten festgelegt werden, sondern demokratische Parteigrößen wie Senatoren oder Gouverneure. Von ihnen hat sich bislang knapp die Hälfte auf einen Kandidaten festgelegt, 60 Prozent davon bevorzugen Clinton.

Homo-Superdelegierte könnten Wahl entscheiden

21 dieser Superdelegierten sind offen schwul oder lesbisch. Zwölf von ihnen sprachen ihre Unterstützung Clinton zu, nur zwei Obama. Sieben haben noch keine Aussage über ihre Wahl getroffen. Sollte das Rennen so knapp bleiben wie jetzt, könnten ihre Stimmen im Sommer die Wahl des demokratischen Präsidentschaftskandidaten entscheiden. Zuletzt geschah das 1984, als Superdelegierte Walter Mondale seinem Konkurrenten Gary Hart vorzogen. Mondale verlor die Präsidentschaftswahl danach deutlich gegen Amtsinhaber Ronald Reagan.

Der Sieger im Duell Clinton gegen Obama muss im November gegen den republikanischen Kandidaten John McCain antreten. (dk)



Kalifornien ist nicht Utah

Homorechte sind niemals sicher. Das ist die Erkenntnis des politischen Erdbebens in Kalifornien, das bis gestern noch als liberal galt.
Kalifornien: Erstmals Homo-Ehe wieder abgeschafft

In den vergangenen Monaten haben rund 20.000 Homo-Paare in Kalifornien geheiratet - damit ist jetzt dank Volkes Wille Schluss.
Sieg für Obama - Niederlage für Homo-Ehe

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13 Kommentare

#1 TimmAnonym
  • 13.02.2008, 16:27h
  • Tja, jemand, der partout nicht mit einem Schwulen auf ein Foto will (queer.de berichtete) wird mit seinen Versprechungen für Schwule unglaubwürdig.

    Ich glaube eh, dass die meisten Frauen Homosexualität viel lockerer gegenüberstehen, als Heteromänner.
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#2 Manni2Anonym
#3 gerdAnonym
  • 13.02.2008, 18:50h
  • Wer von den beiden es wird, ist letztlich egal: Hauptsache ist, dass die Demokraten gewinnen.Denn es sind die Demokraten, die in den USA in den einzelnen Bundesstaaten die Civil Union (=Eingetragene Lebenspartnerschaft) bzw. in Massachusets die Eheöffnung durchsetzen.

    Obama oder Clinton ist mir daher gleich; Hauptsache die Demokraten gewinnen.
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#4 josefAnonym
  • 13.02.2008, 20:17h
  • wenn man bedenkt was die afro-amerikaner alles erleiden musten,und von den weissen beherscht wurden.finde ich das grandios das obama president wird.clinton hat keine chance die amerikaner sind noch nicht reif für eine frau als presidentin.
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#5 Fred/IsraelAnonym
#6 FrontfighterAnonym
  • 14.02.2008, 15:10h
  • Hier scheint echt keiner den Durchblick zu haben! Weder Barak Obama noch Hilary Clinton werden in Zukunft etwas ändern. Beide sind durch die Elite so weit gekommen, und diese bestimmt immer noch im Hintergrund, wer wie weit kommen wird... so war es schon immer!
    Hilary Clinton ist eine falsche Schlange, der würde nicht einmal ein wahnsinniger trauen. Sie verbindet eine tiefe Freundschaft mit George W. Bush, genauso wie ihr Mann Bill mit der Bush-Sippe zusammen arbeitet! Dies ist alles offen bekannt, keiner beachtet diese Fakten!
    Also, was geht?! Anscheinend wird nur wegen des Geschlechts gewählt oder wegen der verlogenen Wahlkampfversprechen der Frau Clinton?
    Nach ihrem Sieg in Kalifornien sprach Sie einen Satz aus, der genau derselbe war, wie der, mit welchem George W. Bush damals gegen Bill Clinton wetterte: "Wir bringen wieder Ordnung ins weiße Haus!" - So ein verlogenes Gesindel, hintenrum sind sie sich doch immer einig! Und das Volk schluckt bereitwillig!
    - ohne weitere Worte -
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#7 hwAnonym
  • 14.02.2008, 15:42h
  • also die mehrheit der jewish democrats ist für obama.
    und der linke israelische gay aktivist yoav sivan weiß von obama in einer babtisten kirche zu berichten:

    "If we're honest with ourselves," he told the crowd - some of whom might never have heard the word "gay" in church without derision - "we'll acknowledge that our own community has not always been true to King's vision of a beloved community. We have scorned our gay brothers and sisters instead of embracing them."
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#8 madridEUAnonym
  • 14.02.2008, 16:10h
  • Bin derselben Ansicht wie @Frontfighter. Es kann sich in USA nicht durch eine Frau oder einen Schwarzen als Präsidenten wirklich grundlegend etwas verändern. Lediglich die Tatsache, dass ein Fundamentalist wie Bush und seinesgleichen weggefegt würden, wäre als Erfolg zu werten. Wer von Euch glaubt denn schon im Ernst, dass Hillary oder Barrack bis zuletzt dafür kämpfen würden, ihren Untertanen endlich eine umfassende Sozialversicherung zu verschaffen, oder dass sie sich mit frommen Institutionen anlegen, um die Homo-Gleichstellung US-weit durchzusetzen ?
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#9 OlafAnonym
  • 14.02.2008, 16:26h
  • @Frontfighter / MadridEU

    Ich verstehe eure fatalistsche Einstellung nicht. Was sollen denn die Kandidaten groß verändern? Sie können natürlich große Pläne für eine sozialistische oder wie auch immer geartete Gesellschaft schmieden und dann bei den Wahlen 0,5 Prozent der Stimmen einfahren. Dann waren sie sehr idealistisch, aber haben gar nichts erreicht.

    Natürlich verspricht jeder Politiker mehr, als er halten kann. Die Linkspartei baut in Berlin genauso den Sozialstaat ab wie die CDU in NRW. Politik ist immer, das Machbare zu schaffen. Wenn ein Politiker die Welt verändern will, dann kommt meist so etwas raus wie bei den großen Weltveränderern Stalin oder Pol Pot.

    Ich finde es auch infam, Clinton eine Freundschaft mit Bush zu unterstellen. Natürlich behandelt man sich im Politikergeschäft mit gegenseitigem Respekt. Eine Freundschaft ist das nicht. Man kann doch den politischen Gegner nicht den Tod wünschen (oder wie einer von euch schreibt, dass der politische Gegner für ihn nur "Gesindel" ist)

    Eure Einstellung ist für mich demokratiefeindlich. Wenn ihr Revolution wollt, dann nehmt ihr auch Gewalt in Kauf. Clinton oder Obama werden das nicht tun. Wenn sie ein Lebenspartnerschaftsgesetz durchsetzen oder den Abzug aus dem Irak ist das ein Fortschritt. Mit eurer fatalistischen Einstellung gäbe es in den USA noch die Rassentrennung und wir hätten in Deutschland noch Monarchie und Pickelhauben oder schlimmeres. Denkt ihr nicht auch?
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#10 hwAnonym