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Zürich (queer.de) - Das Bezirksgericht Zürich hat Sex in "gastgewerblichen Räumen" grundsätzlich für gesetzeswidrig erklärt. Damit wären auch Darkrooms in der Schweiz illegal, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung". Die Entscheidung des Einzelrichters will der Kläger vor dem Obergericht, der nächsthöheren Instanz, überprüfen lassen. Homo-Gruppen kritisierten das Urteil scharf.

Das Verfahren geht auf den Wirt des "Dynasty Club" zurück, gegen den die Behörden wegen sexueller Handlungen im Lokal eine Strafe von 300 Franken (180 Euro) verhängt hatten (queer.de berichtete).

Das Gericht sah Sex in öffentlich zugänglichen Lokalen als Verstoß gegen das Gastgewerbegesetz an. Weil ein großer Teil der Bevölkerung Sex in Gaststätten als unsittlich empfindet, könne er auch in Schwulen-Bars nicht genehmigt werden. Sonst müssten sexuelle Handlungen in allen Gaststätten erlaubt sein, so das Gericht. Die Freiheit, die eigene Sexualität auszuleben, höre dort auf, wo sich andere gestört fühlen könnten.

Dabei wurde auf den Paragraf 17 des kantonalen Gastgewerbegesetzes hingewiesen, das in allen Einrichtungen die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sitte vorschreibe. Wenn Darkrooms erlaubt werden sollten, müsse zunächst dieser Paragraf geändert werden.

Roger Markowitsch vom "Verein der Gay-Betriebe Schweiz" (Vegas) nannte das Urteil einen "Dolchstoß". Die Richter hätten mit dem generellen Verbot auch eine Vereinbarung mit der Stadt Zürich missachtet, die den Betreibern von Homo-Bars unter bestimmten Voraussetzungen (Prostitutionsverbot, Mindestalter 18 Jahre, Präventions-Informationen) Darkrooms erlaubte. (dk)



28 Kommentare

#1 ÜwchenAnonym
  • 13.02.2008, 15:57h
  • Wozu braucht man auch Darkrooms? Muss ein Schwuler überall wo er hingeht unbedingt die möglichkeit zum Poppen haben? Behaltet eure Schwänze wenigstens einmal in eurer Hose. Mich stören Darkrooms auch finde das Verbot sehr gut. Allerdings sollten dann auch alle Swinger Clubs geschlossen werden. Gleiches Recht für alle.
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#2 TimmAnonym
  • 13.02.2008, 16:24h
  • Ich selbst finde Darkrooms eklig und wünschte mir, es gäbe sie gar nicht!

    ABER: ich finde es dennoch diskriminierend, wenn Darkrooms verboten werden und (Hetero-)Swingerclubs (dasselbe, nur unter anderem Namen) weiterhin erlaubt sind.

    Das zeigt wieder mal, wie mit zweierlei Maß gemessen wird.
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#3 WernerAnonym
  • 13.02.2008, 16:43h
  • Au weia, jetzt geht' s aber los!!! Wer so ein Schwachsinns-Urteil verkündet, gehört genauso geschlagen wie diese Gutmenschen-Mafiosi, die Rauchverbote für Kneipen beschließen.

    Mir graut jetzt schon vor einer sterilen, keimfreien und eigentlich toten Gesellschaft.
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#4 ErikAnonym
  • 13.02.2008, 16:50h
  • Wenns das Gesetz gibt, dass in Kneipen und Bars kein Sex erlaubt ist, dann gehört das natürlich auch in Schwulenbars umgesetzt. Es wäre ja eine Diskriminierung der Heteros, wenns nur in Schwulenbars nen Darkroom geben darf.

    @Timm: Wieso sind Swinger-Clubs diskriminierend? Einfach nen Swingerclub für Schwule aufmachen und man hat eine gleiche Einrichtung. Wo wird hier bitte mit zweierlei Maß gemessen?
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#5 wolfAnonym
  • 13.02.2008, 16:54h
  • @werner
    du hast mit deinen befürchtungen recht !
    jetzt fehlt blos noch DIE BIO-KNEIPE !!!!
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#6 stromboliProfil
  • 13.02.2008, 17:57hberlin
  • wir hatten ja schon hier drüber gelesen : Zürich: Homo-Clubs im Visier der Polizei-25. April 2007.
    gleichlaufend gab es die aidsperventionsdisskussion in berlin und die vorstellung des, in der subkultur völlig untergegangenen gemeinsamen antrages von spd/cdu - grüne & fdp. Darin wird die bundesregierung aufgefordert. in grenznahen ausland - österreich und schweiz zu beobachten, wie dort mit dem problem der prävention und dem sogenannten barebacking umgegangen wird.

    www.bmg.bund.de/cln_040/nn_600110/DE/Themenschwerpunkte/Prae
    vention/HIV-AIDS/Aktionsplan-AIDS,templateId=raw,property=pu
    blicationFile.pdf/Aktionsplan-AIDS.pdf


    zusätzlich ein auszug aus der antragsrede von jens spahn cdu:
    Eine Selbstverpflichtung von Anbietern ?anonymer sexueller Kontakte“ - so heißt das offiziell -, ein in diesem Parlament durchaus strittiges Thema, sieht vor, Kondome, Informationen und Gleitgel auszulegen. Ein Problem ist, dass solche Vorgaben oftmals nicht umgesetzt werden. Im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutz debattieren wir darüber, ob es sinnvoll ist, dem Nichteinhalten von Selbstverpflichtungen gegebenenfalls gesetzliche Regelungen folgen zu lassen. Analog dazu wollen wir, die Große Koalition, schauen, inwieweit die angesprochene Selbstverpflichtung umgesetzt wird, insbesondere in den großen deutschen Städten, wo die Infektionszahlen stark steigen. Falls sie nicht umgesetzt wird, müssen wir über gesetzliche Regelungen nachdenken.

    Das Gleiche gilt für die Ausrichter von Partys und die Betreiber von kostenpflichtigen Internetportalen, die gezielt sexuelle Kontakte zwischen HIV-Positiven und -Negativen ermöglichen. Auch da muss man schauen, was durch eigenes Engagement in den entsprechenden Bereichen möglich ist. Wenn dort aber nichts passiert, dann bin zumindest ich nicht bereit, dauerhaft zu akzeptieren, dass damit auch noch Geld verdient wird.

    Der blick über die grenze hatte offensichtlich erfolg; lässt sich abschätzen, was als nächster schutzvorwand herhalten muß , um saubere verhältnisse in diesem , unserem lande zu schaffen.
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#7 JohannesAnonym
  • 13.02.2008, 18:39h
  • Darkrooms sollten hier in De auch verboten werden. Wenn ich in eine Disco gehe, will ich tanzen; wenn ich in eine Kneipe gehe, will ich was trinken..

    Bei den meisten schwulen Veranstaltungen gibt es immer Darkrooms - finde das absolut schade, weil Schwule damit selber ein Klischee bestärken.

    Da sollten sich viele Veranstalter ein Beispiel an Hetero-Veranstaltungen nehmen und "Darkrooms" in schwule Swinger-Clubs u.ä. verlagern, wo sie nunmal hingehören!
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#8 madridEUAnonym
  • 13.02.2008, 18:49h
  • @stromboli: Dunkelräume hin oder her, es ist vor allem die lächerliche Folgerung, man würde sich da schneller etwas holen als im Lotterbett eines Hochhaus-Studios, im ländlichen Gasthaus, auf dem Klappsitz im Auto oder beim Fummeln im Park. Derweil stehen sie eingeklemmt zur Stosszeit im gewissen Metro-Waggon auf der bekannten schwulen Strecke und wollen vor den bösen Buben geschützt werden, anstatt ins harmlose Nebenabteil zu wechseln.
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#9 remixbebAnonym
  • 13.02.2008, 19:24h
  • @ Johannes! Sehe es ganz genauso wie Du. Und da wundert man sich, warum Schwule diesen Ruf weg haben. Ich glaube eben, das ist nur ein Ausschnitt, aber eben der sichtbarste!
    Ich selbst hab seit 6 Jahren nur mit einem einzigen Partner Sex gehabt, meinem Freund. Ehrlich gesagt ist diese "Sexualisierung" mit ein grund, warum ich so gut wie nie in die Szene gehe
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#10 RoyAnonym
  • 13.02.2008, 21:21h
  • Meine Güte, die politisch korrekten Maulkorbverteiler haben wieder zugeschlagen. Ich wette demnächst wollen diese linken fanatiker wahrscheinlich noch ein Alkoholverbot, McDonaldsverbot, Autobahnverbot und generall alles was Spaß macht oder in irgendeiner Weise der Gesundheit schadet.
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