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Madrid (queer.de) - Mariano Rajoy, konservativer Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten für die nächsten Monat stattfindenden Parlamentswahlen, hat in einem Radiointerview angekündigt, das Adoptionsrecht schwul-lesbischen Ehepaaren wieder zu entziehen. Außerdem wolle er die Ehe-Öffnung rückgängig machen und stattdessen Eingetragene Partnerschaften einführen. Homo-Paare sollten aber weiterhin eheähnliche Rechte haben, so Rajoy. Seine Partei will zudem ein "Familienministerium" einführen, dessen Ziel der Schutz der traditionellen Familie sei.

Ein weiterer hochrangiger spanischer Oppositionspolitiker hat bei einer Wahlkmapfveranstaltung in Almería die Fähigkeit von Schwulen und Lesben, Kinder groß zu ziehen, in Frage gestellt. Javier Arenas, Chef der Partido Popular in Andalusien, erklärte vor rund 1.000 Anhängern, Experten zweifelten daran, ob Homosexuelle gute Eltern sein können. Nach Angaben der Tageszeitung "El Público" ließ er aber offen, um welche Experten es sich dabei handelte.

Umfragen zufolge liegen die regierenden Sozialisten zwar knapp vor den Konservativen. Allerdings beträgt ihr Vorsprung laut El País weniger als drei Prozent und liegt damit innerhalb der Fehlertoleranz.

Die spanischen Sozialisten haben nach ihrem Wahlsieg 2004 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). (dk)



#1 madridEUAnonym
  • 14.02.2008, 15:55h
  • Bis auf die Adoption werden unsere Rechte bei einem konservativen Wahlsieg nicht beschnitten ? Auf Druck der Kirche kann man sich jetzt schon vorstellen, was sonst noch alles an Fortschritt über die Klinge springen wird. Die PP wird sich auch sofort für erneuten Zwang der Teilnahme am Religonsunterricht an öffentlichen Schulen einsetzen, denn Aufklärung fürchten die Pfaffen ganz besonders. Ich kann ihre vergrämten Gesichter nicht mehr sehen und ihre säuselnden Stimmen nicht mehr hören !
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#2 LukeAnonym
  • 14.02.2008, 16:56h
  • Drei Schritte vor und vier zurück? Bitte liebe Spanier bleibt eurem liberalen Kurs treu.
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#3 wolfAnonym
#4 SmartiSaarAnonym
#5 madridEUAnonym
  • 14.02.2008, 18:51h
  • Da spanische Homosexuelle, wie überall, nur eine Minderheit im Lande darstellen, ist es beim Wahlverhalten der Hetero-Bevölkerungsmehrheit nicht ausschlaggebend, was die Sozialisten für unsere Gleichstellung getan haben. Auch sind Antidiskriminerungsgesetze und Frauenrechte beim grössten Teil des Wahlvolkes nicht so recht angekommen. Hinzu kommt Zapateros offenes Ohr für separatistische Forderungen in Katalonien und im Baskenland, was auch viele fortschrittliche Spanier verprellt. Bleibt zu hoffen, dass sich mit Einmischung der Bischöfe in den Wahlkampf viele Wähler dann doch lieber entsetzt von den Konservativen abwendet.
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#6 MarekAnonym
  • 14.02.2008, 19:09h
  • Da können wir nur hoffen, dass Zapatero wieder die Wahl gewinnt und die Ewiggestrigen möglichst hoch verlieren...

    Vielleicht merken sie dann endlich mal, dass mit Hasspropaganda gegen Homos kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist...
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#7 FredAnonym
#8 madridEUAnonym
  • 15.02.2008, 12:09h
  • Nun ja, lieber @fred, danke für Dein Lob, aber meine Natur ist stets auf Ausgleich bedacht. Man sollte ja immer die Gemeinsamkeiten suchen, statt sich als Minderheit gegenseitig zu zerfleischen. Oftmals habe ich den Eindruck, als wenn Du mit Beschwörungen der islamistischen Gefahr nur übertreibst, um anschaulich zu machen ? Ich kann mir nun wirklich nicht vorstellen, dass es unter uns ernsthaft Teilnehmer gibt, die mit offiziellen Staatsreligionen oder gar Fundamentalisten sympathisieren.
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