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PolitikDeutschland
  • 14.02.2008           23       | | |

Auf Druck des LSVD: Änderung bei "Du bist Deutschland"

Das vom LSVD beanstandete Plakat
Das vom LSVD beanstandete Plakat

Die Medienkampagne ändert ein Plakat, dessen Botschaft als homophob verstanden werden konnte.

Von Carsten Weidemann

"Du bist Deutschland", heißt es seit 2005 auf Plakatwänden und in der Fernsehwerbung. Mit der Kampagne sollte hierzulande Selbstbewusstsein aufgebaut und positives Denken gefördert werden. Die Initiative führender Medienunternehmen hat sich in einer Neuauflage nun dran gemacht, eine positivere Einstellung gegenüber Kindern in Deutschland zu vermitteln.

Und dabei ist den Verantwortlichen eine zweideutige Aussage über Homosexuelle offenbar durchgerutscht. Auf einem Plakat hieß es: "Deine Freunde nennst Du ‚Digger’, deinen Französischlehrer ‚echt krass’ und uns manchmal ‚voll schwul’. Ist das jetzt was Gutes? Eigentlich auch egal. Denn dich: Finden wir ‚dufte’".

"Wir hatten das Kampagnenbüro gebeten, zu der Aussage erläuternd Stellung zu nehmen. Denn egal ist es doch nicht, ob schwul was Gutes ist oder eben nicht", erklärte dazu LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz. "Weiter hatten wir ausgeführt: Schwul heißt zunächst einmal schwul, nicht mehr und nicht weniger. Dass dieses für eine sexuelle Orientierung stehende Adjektiv gern auf dem Schulhof als Schimpfwort gebraucht wird, ist hinlänglich bekannt. Gerade auch in Kombination mit Substantiva wie ‚Sau’ oder ähnliches erfreut es sich großer Beliebtheit. Dagegen richtet sich ein Großteil der schwul-lesbischen Aufklärungsarbeit in diesem Land, die, so meine ich, durch Ihre Anzeige konterkariert werden könnte."

Die Leitung der Kampagne hat sich nach Angaben von Jetz gleich eingesehen, dass der Text missverstanden werden könne. Das hinterlasse einen Eindruck, der nicht Sinn der Kampagne sei, so ein Sprecher. Daher werde der Text des Plakates natürlich geändert. Dazu der LSVD-Geschäftsführer: "Ist das jetzt ‚was Gutes’? Ja, das finden wir ‚dufte’."

14. Februar 2008



Links zum Thema:
Du bist Deutschland

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Tags:  du bist deutschland   lsvd 
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Reaktionen zu "Auf Druck des LSVD: Änderung bei "Du bist Deutschland""


 23 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2  3
Die ersten:   
#1
14.02.2008
17:36:47


(0

Von martin

au weia, wir sind wieder wer! schluss mit den bösen fremdwörtern. auch ohne schwulen-diffamierung ist das plakat ziemlich panne.

ähm übrigens - bild ich mir das ein, oder sieht das logo von "du bist deutschland" nicht aus wie ein schwarz-rot-goldener haufen scheiße? oder was soll das darstellen?

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#2
14.02.2008
17:50:57


(0

Von hw

halt, was von hinten. von vorne gab 's das schon mal

Link: lemming.name/images/world_du_bist_deutschland2.jpg

davor in ludwigshafen am rhein, wo das zyklon b
hergestellt wurde


Link: birphborph.ionismus.de/wp-content/dubistdeutschlan
d.jpg



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#3
14.02.2008
17:51:32


(0

Von Roy

Ach Gottchen, die politisch korrekten Gutmenschen vom LSVD haben wieder zugeschlagen. Erst Rauchverbot, dann Darkroomverbot und jetzt Redeverbot für pubertierende möchtegern Gangster. Tut mir Leid, aber die Junge Teenager asozieren "schwul" mit langweilig und uncool und nicht direkt mit Homosexualität. Ganz ehrlich, der LSVD sollte seien Zeit für sinnvollerere Aktionen und wirklich echte Fälle von Diskriminierungen nutzen und nicht für solche Lapalien.

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#4
14.02.2008
18:01:28


(0

Von Max

tja leider is "voll schwul" ein schimpfwort und auf dem plakat steht, dass es ihnen egal ist....also macht das ja anscheinend nichts...es ist schon traurig und es macht mich auch ein wenig wütend, dass das so da steht
und das schwarz rot goldene soll kein haufen scheiße darstellen sondern ist mit etwas fantasie eine menschliche lebensform die einen arm nach oben streckt und : "komm wir packen es an" sagen könnte...also das schwarze ist der kopf das gelbe die arme und das goldene die beine...würd ich ma sagen^^

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#5
14.02.2008
18:04:11


(0

Von Andreas

Das mit dem schwarz-rot-goldenem Scheißehaufen triffts wirklich. Tja, das kommt eben dabei heraus, wenn sich weltfremde Politiker, deren Verfallsdatum auch meist längst überschritten ist, bei den Jüngeren einschleimen wollen. Total peinlich - und obendrein ärgerlich, dass der Staat Millionen unserer Steuergelder für so einen Mist zum Fenster hinauswirft.

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#6
14.02.2008
18:57:59


(0

Von gerd

Die Überarbeitung der Kampagne ist okay und das ist gut so.

Und wenn einige Schreiber gegen die Kampagne als ganzes (!) sind, so kann ich dem nicht beipflichten. Es ist gut, wenn das gesellschaftliche Bewusstsein für Deutschland und seine Stärken positiv in der Öffentlichkeit dargestellt wird.

Ich lebe gerne in Deutschland und mag unser Land. Und wer immer so negativ über Deutschland herzieht, der kann ja gern in ein anderes Land wechseln. Und das hat bestimmt nichts mit Ausländerfeindlichkeit bei mir zu tun -- ganz im Gegenteil.

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#7
14.02.2008
19:06:16


(0

Von wolf

wenn ich mir vorstelle, was das werbebüro dran verdient hat, sind wir alle nicht mehr deutschland.
wäre doch sinnvoller man lebt unseren plagen, auch in politik und wirtschaft, in den familien sollte es selbstverständlich sein, vor, wie man ein selbsbestimmtes, positives leben führt.

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#8
14.02.2008
19:18:06


(0

Von Marek

Die Änderung ist gut.

Aber es sagt schon sehr viel über eine Gesellschaft, dass die Bezeichnung "schwul" unter Jugendlichen das schlimmste Schimpfwort ist und dass Kampagnen dies auch noch nutzen...

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#9
14.02.2008
20:16:24


(0

Von Björn

"Andreas schreibt am 14.02.2008, 18:04:11 Uhr:
Das mit dem schwarz-rot-goldenem Scheißehaufen triffts wirklich. Tja, das kommt eben dabei heraus, wenn sich weltfremde Politiker, deren Verfallsdatum auch meist längst überschritten ist, bei den Jüngeren einschleimen wollen. Total peinlich - und obendrein ärgerlich, dass der Staat Millionen unserer Steuergelder für so einen Mist zum Fenster hinauswirft."

Bevor man sowas äußert, sollte man sich vielleicht mit der Thematik auch beschäftigen.
"Du bist Deutschland" ist bei weitem keine Kampagne der Politik und dazu werden auch keine Steuergelder verwendet.
Die Kampagne wird von deutschen Medienunternehmen wie ARD, Springer, Gruner + Jahr, etc. initiiert und gestützt...

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#10
14.02.2008
20:37:15


(0

Von stefano

ziemlich unprofessionell. es ist doch klar, dass man so eine anzeige nicht schalten kann, ohne dass sich die betroffene gruppe (schwule in diesem fall) aufregen. was für amateure waren hier am werk? so was überlegt man sich doch davor.

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