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Auf der Berlinale wurde am Donnerstagabend die schwul-lesbischen Filmpreise vergeben.

Von Carsten Weidemann

Im Rahmen einer Gala im Berliner Haus der Kulturen der Welt sind am Donnerstagabend wieder die schwul-lesbische Filmpreise Teddys verliehen worden. Gleich achtmal wurde die begehrte bronzene Trophäe vergeben – die Hälfte davon ging an zwei Berlinale-Beiträge, die sich mit dem Iran beschäftigen.

"Be Like Others" von Tanaz Eshaghian erhielt sowohl den Spezialpreis der achtköpfigen Jury als auch den Leserpreis des schwul-lesbischen Stadtmagazins Siegessäule. Der Film ist "ein kompromissloses und bewegendes Porträt über die schockierenden Realität, der queere Iranerinnen und Iraner ausgesetzt sind", heißt es in der Begründung der Jury.

Ebenfalls zwei Preise, nämlich den Teddy für de besten Dokumentarfilm sowie den erstmals verliehenen Volkswagen-Zuschauerpreis, erhielt "Football Under Cover" von David Assmann und Ayat Najafi. Der Film begleitet eine Kreuzberger Frauenfußballmannschaft zu einem Freundschaftsspiel in den Iran und setzt sich unterhaltsam wie fesselnd mit den Geschlechterrollen in dem islamischen Land auseinander.

Als bester Spielfilm wurde "The Amazing Truth About Queen Raquela" ausgezeichnet. Olaf de Fleur Johannesson schildert darin die Lebensgeschichte einer philippinischen Transsexuellen, die es nach Island verschlägt.

Dem Brasilianer Felipe Sholl wurde für seine Sexkomödie "Tá" der Teddy für den besten Kurzfilm überreicht. Der Film ist eine "scharfe und witzige Betrachtung einer kurzen Begegnung zwischen zwei Jungen", so die Jury-Begründung.

Darüber hinaus wurden diesem Jahr zwei Special-Teddys "für besondere Verdienste um die queere Filmkultur" verliehen. Ausgezeichnetet wurde sowohl die Filmkritiker, Filmscouts und Filmemacher Hans Stempel und Martin Ripkens sowie Keith Collins, Simon Fisher Turner, Isaac Julien, James Mackay und Tilda Swinton, die das Erbe des britischen Filmemachers Derek Jarman lebendig halten.

Der Kulturkanal arte strahlt eine Zusammenfassung der Gala am Freitag, 15. Februar, ab 23.35 Uhr aus.

15. Februar 2008



#1 wolfgangAnonym
  • 16.02.2008, 12:35h
  • Ich hab die Verleihung auf "arte" gesehen und muss sagen, dass die Moderatorin - wie schon letztes jahr - hochpeinlich war und es tunlichst unterlassen sollte, 2009 nochmal die Bühne zu betreten.
    Ausserdem sollte sich eine professionelle Moderatorin besser und fundierter vorbereiten... Namen falsch auszusprechen und Gastredner darauf hinzuweisen, wo sich denn die Mikrofone befinden... gaaaanz schlimm!

    "arte" hat die Verleihung sehr stümperhaft geschnitten - das Anschauen war keinerlei Genuss.
    Man sollte hier schon mit etwas mehr Gespür an einen Zusammenschnitt einer Verleihung herangehen.

    Traurig fand ich es auch, wie unglamourös die Preisträger und auch Gäste kleideten... wird doch den schwullesbischen Menschen ein gewisser Sinn für Mode und Stil nachgesagt... schlimm, schlimm.

    So lobenswert die "Teddy Awards" auch sind... so viel ist an einer gekonnten Präsentation live wie auch im Fernsehen noch zu arbeiten.

    Aber immerhin ein Anfang...
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#2 hwAnonym
  • 16.02.2008, 16:56h
  • Iran-Filme stauben Teddys ab

    diese beiträge zur moralischen stärkung lebender und fühlender iraner gefällt mir.

    das ist genauso wichtig, wie die besuche vor ort, z.b.
    durch die osnabrücker symphoniker, oder das berliner ensemble.

    de.youtube.com/watch?v=XeHjR-dUr7s

    welche menschen sollen nach den talksesselarsch-strategen der islamophoben kollaps-sekte "eurabia"
    den zivilen widerstand den tragen oder aufbauen ?

    filme wie "die band von nebenan" (isr./fr.) lassen hoffen, dass sich stimmen der vernunft in dieser weltregion durchsetzen.
    ähnlich wie die von ilan pappe, dozent am der haifa
    universität, israel:
    de.youtube.com/watch?v=cD9GRHB1IBw
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#3 EmmaPeel2001@gmx.deAnonym
  • 16.02.2008, 17:01h
  • Ich war bei der Gala. Und die Peinlichkeiten von Annette Gerlach sind kaum noch zu toppen. Das Einzige, was saß, war ihre Frisur.....
    Die Frau war unglaublich schlecht vorbereitet.
    Ansonsten hatte die Gala mit ihren Werbe-Beiträgen, die nichts mit dem schwul-lesbischen Teddy zu tun hatten, mehr Ähnlichkeit mit "Wetten, dass...." als mit unserem politischen queeren Filmpreis.
    Ich persönlich finde den Klaus Kinski-Film hervorragend und auch den Film über die Berliner Philharmoniker, aber was haben die mit dem Teddy zu tun?
    Die Teddy-Preisverleihung hat sich vollkommen von ARTE vereinnahmen lassen.

    Und so ganz nebenbei - Lesben kamen diesmal überhaupt nicht mehr vor..... Wahrscheinlich gibt es uns nicht mehr.....

    Aber unabhängig von dieser weichgespülten und heterotauglichen Gala waren die schwul-lesbischen Dokumentationen dieses Jahr ausgesprochen interessant und wichtig.
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#4 PoldiAnonym
  • 17.02.2008, 19:11h
  • hw
    "die weitverbreitete kinderlosigkeit schwuler, scheint sichtweisen zu fördern, die passend zur gefühlten
    nichtnotwenigkeit der frage "wohin", einhergeht
    mit dem robusten mandat facetten des "woher" lustfördernd auszublenden."

    da beantwortet wolfgang in seinem kommentar im 4. absatz ansatzweise eine von dir in den raum geworfene feststellung:
    das woher kann man mit "cash" und das wohin folglich mit "gay lifestyle" beantworten; die kleine gay-sonderausgabe der makellossen konsumgesellschaft.
    mosi hat´s ähnlich gesagt: schee samma, reich samma, moos hamma - bis zum ethischen einbruch.
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#5 hwAnonym
#6 hwAnonym
#7 hwAnonym