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  • 18. Februar 2008, noch kein Kommentar

Washington (queer.de) - Das amerikanische Außenministerium wird in Zukunft auch HIV-Positive als Diplomaten einstellen. Damit wird ein vor fünf Jahren unter dem damaligen Außenminister Colin Powell (Republikaner) eingeführtes Verbot wieder aufgehoben. Hintergrund der Entscheidung war die Diskriminierungsklage eines Mannes, der eine Absage wegen seiner HIV-Erkrankung erhalten hatte.

Bei HIV-Positiven werde nun von Fall zu Fall entschieden, ob ihre Infektion negativen Einfluss auf die Ausübung ihrer Tätigkeit im diplomatischen Dienst auf der ganzen Welt habe, so das Ministerium. Dieselbe Regel gelte auch für andere Erkrankungen wie Krebs.

"Wir sind sehr froh darüber, dass das Außenministerium ein Einsehen hatte", erklärte Bebe J. Anderson von der Gruppe Lambda Legal, die Schwule und Lesben bei juristischen Fragen unterstützt. "HIV-Positive werden nun gleich behandelt. Es gibt kein Schild mehr, das besagt: ‚Positive brauchen sich gar nicht erst zu bewerben’".

Erst vor einem Monat hat der ehemalige US-Botschafter in Rumänien, der offen schwule Michael Guest, Außenministerin Condoleezza Rice beschuldigt, sie tue nichts gegen Diskriminierung von Schwulen und Lesben in ihrem Ministerium (queer.de berichtete). (dk)