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Professorin Christine Katlana ist geradezu aus dem Häuschen: Von einem Produkt der "nächsten Generation" sei heute die Rede, einem "neuen Baby" der Aids-Medikamente. Geburtshilfe leisteten sie vor mehreren hundert Medizinern und Journalisten auf dem 8. europäischen HIV-Symposium, das Anfang März in Berlin stattfand. Was die französische Aids-Expertin da so überschwänglich anpries, ist eine neue kleine blaue Pille mit dem medizinischen Wirkstoff-Namen Atazanavir, und mit dem Medikamentennamen Reyataz. Der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb hat nach mehrjähriger Forschung und vielen Versuchsreihen nun die Zulassung für den europäischen Markt erhalten. Reyataz wird damit künftig in den Pillendosen HIV-Positiver zu finden sein.

Seit 1996 ist für HIV-Patienten die sogenannte HAART (hochaktive antiretrovirale Therapie) die Standardbehandlung. Richtig durchgeführt sorgt sie dafür, dass die Überlebenschancen des Patienten stark steigen, die Vermehrung des Virus wird unterdrückt. Trotzdem ist HAART kein Zuckerschlecken für die Betroffenen. Das Auftreten von mitunter schweren Nebenwirkungen und eine nachlassende Disziplin bei der Einnahme der Pillen sorgen für Therapieversagen.

Für diese Probleme soll Atazanavir nun die Lösung sein. Im Vergleich zu anderen bisher zugelassenen Proteasehemmern treten laut den durchgeführten Studien unter Atazanavir weitaus seltener die gefürchteten Nebenwirkungen wie Durchfälle, Fett- oder Zuckerstoffwechselstörungen auf. Das bei anderen Proteasehemmern bislang vermutete erhöhte Herzinfarktrisiko bleibt damit aus. Darüber hinaus muss Atazanavir nur einmal täglich eingenommen werden – ein entscheidender Vorteil für die Patienten. Denn bislang bedeutete die HAART auch, dass Betroffene täglich bis zu 20 Tabletten schlucken mussten. Dabei müssen mindestens 95 Prozent der Tabletten richtig eingenommen werden, da sonst die HI-Viren Resistenzen entwickeln, die Medikamente unwirksam werden und die Therapie scheitern kann. Wer als bereits Vorbehandelter auf das neue Medikament umsteigt, so empfehlen die Experten, fährt in Kombination mit Ritonavir am besten, einmal täglich insgesamt drei Tabletten, das war es.



#1 RobertoAnonym
  • 05.04.2004, 00:14h
  • Hört sich ja alles ehr gut an, aber ist es nicht ein wenig sehr Positiv geschrieben?
    Klar, die Nebenwirkungen sind weniger, aber wird durch den Artikel nicht auch wieder der Safersex herabgespielt?

    Lieber Gruß

    Roberto
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#2 RalfAnonym
  • 05.04.2004, 10:14h
  • Hi Roberto,
    als Positiver finde ich es klasse, daß Queer über dieses Medikament berichtet und ich wünschte, ich würde es selbst schon bekommen.
    Das ist die typische Sicht eines arroganten Negativen (oder Ungetesteten), daß man über Verbesserungen für Positive nicht berichten darf!
    Ralf
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#3 Privataidsaktivist Uwe GörkeAnonym
  • 05.04.2004, 11:36h
  • Mehr Lebensqualität für HIV-Positive, darüber sollte in der Tat berichtet werden!

    Aber man sollte auch zeigen, dass es HIV/AIDS nicht nur am 01.12. im Jahr gibt.

    Und wie gerne wäre ich wieder negativ und hätte niemals das Kondom weggelassen!

    Nimm ein Kondom und Du brauchst keine Pillen Therapie..Nee, is klar!?

    Siehe jeden beim Sex als POSITIV und Du besiegst HIV/AIDS...

    Uwe Görke www.uwegoerke.de
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