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Der nordafrikanische Staat inhaftiert immer mehr Männer, nur weil eine HIV-Infektion vermutet wird.

Von Dennis Klein

Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm: Offenbar versucht die ägyptische Polizei derzeit systematisch, HIV-Positive zu internieren. Amnesty International und die Human Rights Watch werfen dem von Präsident Husni Mubarak seit rund 27 Jahren autoritär regierten Land vor, Jagd auf Menschen zu machen, nur weil sie sich mit dem Virus infiziert haben. So würden Freunde von HIV-Positiven verhaftet und Zwangstests unterzogen. Die Organisationen warnen davor, dass diese Repressalien dazu führen können, die Unwissenheit über die Übertragungswege von HIV noch zu erhöhen: "Die Aktionen verletzen nicht nur die Grundrechte der Menschen, die mit HIV leben. Sie gefährden die öffentliche Gesundheit, weil es jetzt für jeden gefährlich ist, nach Informationen über HIV zu suchen oder in Behandlung zu gehen", erklärte Rebecca Schleifer von der in New York ansässigen Organisation Human Rights Watch.

Bereits vor rund zwei Wochen hat Human Rights Watch Berichte von vier wegen HIV Verhafteten erhalten, die Anfang Februar nach schwammigen Moralgesetzen zu einem Jahr Haft verurteilt worden (queer.de berichtete). Ein Berufungsgericht hat die Urteile inzwischen bestätigt. Jetzt sind acht weitere Fälle bekannt geworden – allerdings dürfte die Dunkelziffer viel höher liegen. Alle, die HIV-positiv getestet worden seien, würden in Kairoer Krankenhäusern an ihr Bett gefesselt werden, berichten die Menschenrechtsorganisationen.

Ägypten gilt laut den Vereinten Nationen nicht als Hochrisikoland für HIV-Infektionen, allerdings gebe es nur wenige Informationen über die wirkliche Lage. Zwar können sich Patienten seit 2005 offiziell anonymen HIV-Tests unterziehen – jedoch spielen diese in der Praxis so gut wie keine Rolle. Grund: Viele Ägypter zweifeln die Anonymität an und fürchten, bei einem positiven Testergebnis als schwul abgestempelt und von ihrer Familie verstoßen zu werden oder im Gefängnis zu landen. Zwar ist Homosexualität direkt nicht strafbar, Schwule werden allerdings mit Gummiparagrafen verurteilt. Ihnen wird zur Last gelegt, dass sie die öffentliche Ordnung gefährdeten oder sich der "moralischen Verdorbenheit" oder "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht hätten. Der spektakulärste Massenprozess ereignete sich 2001, als die Polizei 52 Männer auf einer Party verhaftete. 23 von ihnen wurden trotz internationaler Proteste zu Haftstrafen und Zwangsarbeit verurteilt.

18. Februar 2008



#1 josefAnonym
#2 luxorAnonym
  • 18.02.2008, 21:50h
  • "....Und die Reisebüros können weiterhin beruhigt für das Land werben, müssen sich einzig darum kümmern, den Kunden zu versichern, dass der ägyptische Staat den islamistischen Terror unter Kontrolle hat. Wie der "Kampf gegen den Terror" von ägyptischen Behörden im Alltag ausgelegt und praktiziert wird, interessiert dann schon weniger...."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24190/1.html
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#3 JanXAnonym
  • 19.02.2008, 09:27h
  • Hat natürlich nichts mit dem Islam zu tun. Ach was. Ach nee. Ach
    wo. Reiner Zufall. Wir stecken den Kopf in den Sand.
    Unglaublich, wie viele Touristen den Kopf in den Sand stecken
    und haufenweise Devisen in diese Länder schleppen, nur um
    nach der Heimkehr irgendwo exotisches gewesen zu sein.
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#4 ÜwchenAnonym
  • 19.02.2008, 10:15h
  • Jo Jan du hast so recht man. Jo jo lasst uns doch alle in die Karibik da gibt es keinen Islam freie Fahrt für Schwule. Zieh nur die ganzen Inseln ab wo Homosexualität verboten ist dann bleibt dir nurnoch Kuba und paar Attöllchen. Vielleicht sind die Kariben ja alles verkappte Islamisten? Man weiß es nicht aber Jan hat uns ja grade die Welt erklärt.
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#5 aufgeklärtAnonym
  • 19.02.2008, 15:40h
  • Wie im Mittelalter?

    Aber im Mittlealter war der Islam doch eigentlich tolerant gegenüber Schwulen... (im Gegensatz zum ach so toleranten Christentum)
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#6 OliAnonym
  • 19.02.2008, 18:51h
  • Wer solche Länder noch unterstützt und hier Urlaub macht, der sollte mal eine Nacht dort im Gefängnis verbringen.
    Es ist sehr schade, dass Urlauber nicht darauf achten Länder zu meiden, in den Menschenrechte massiv verletzt werden.
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#7 Fred/IsraelAnonym
  • 25.02.2008, 20:18h
  • ach das ist nicht schlimm. schließlich gibt es einige christliche kirchen, die tatsächlich meinen,dass homosexualität sünde sei.
    ich finde das viel schlimmer. dagegen müßte man vorgehen. wer gegen den islam vorgeht der weit aus schlimmer ist, nicht nur was homosexualität anbelangt ist ein rassist, wer gegen ein paar christliche spinner vorgeht, ist progressiv. logisch,oder?
    naja, die pseudo"linken" sind ja schon ganz wild darauf,dass der islam nach europa kommt. hehe:-)

    ein passender satz:Ralph Giordano
    "Hier bei uns stoßen patriarchalische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die aus dem Stammland importiert sind und mit großer Zähigkeit in einer zementierten Diaspora gepflegt werden, auf eine der liberalsten Gesellschaften der Welt."

    hpd-online.de/node/3858
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#8 StephenAnonym
  • 27.02.2008, 17:17h
  • Wieder eine Bestätigung für mich, n i e wieder nach Agypten zu fahren.
    Dumme, vernagelte Religionsfanatiker faseln von Liebe, Gleichheit und Toleranz unter den Mensshen und den Religionsgemeinschaften.
    Ich könnte kotzen....
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