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Eine Umfrage unter 100 Pornodarstellern bringt es zutage: Die Unsicherheit am Set ist groß, gesprochen wird wenig.

Von Christian Scheuß

Meistens geht es auf der Website thesword.com eher locker leicht und spritzig witzig zu. Die neuesten Hardcore-Produktionen werden besprochen, der aktuellste Klatsch und Tratsch aus der Modelwelt wird weiter getragen. Doch jetzt hat man dort auch die Ängste der Models und deren Unsicherheit bezüglich HIV, Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wahrgenommen und ausführlich darüber berichtet. Rund 100 Darsteller waren zuvor mit einem anonymen Fragebogen konfrontiert worden, in dem es unter anderem um ihren eigenen Immunstatus ging, aber auch darum, wie oft Safer Sex überhaupt thematisiert wird. Die erschreckende Erkenntnis: Vor dem Stöhnen wird geschwiegen.

"Wie oft diskutierst du mit einem potentiellen Partner für eine Szene vorab über deinen HIV-Status?" wollte man wissen. Ein knappes Drittel spricht darüber "Niemals" (29,6 Prozent), 22,4 Prozent bringen das Thema "ganz selten" auf den Tisch, und "Manchmal" kreuzten 13,3 Prozent an. Das restliche Drittel machte den Haken bei "Meistens" oder "Immer". Der Grund für die Zurückhaltung: Viele denken, die Filmstudios würden schon entsprechend darüber informieren. Und wenn sie es nicht zur Sprache bringen, dann wird schon keine Gefahr bestehen. Oder man befürchtet berufliche Nachteile als HIV-positives Model.

Dabei gäbe es durchaus gute Gründe, die Selbstverantwortung stärker wahrzunehmen. Denn immerhin sind 18,4 Prozent der Befragten Darsteller HIV-positiv. Und weitere 10,2 Prozent haben keine Ahnung über ihren Immunzustand. Die Statistiken der Gesundheitsbehörden zeigen, dass gerade bei frisch Infizierten, die nicht über sich Bescheid wissen, das Risiko besonders groß ist, dass sie das Virus weitergeben.

Die Befragten würden einen offeneren Umgang mit dem Thema in den Filmstudios begrüßen, und das Unbehagen über die Situation zeigt zumindest in einem Punkt Wirkung: Die meisten gaben an, sie würden in keiner Bareback-Produktion mitspielen.

22. Februar 2008



#1 ChristophAnonym
  • 22.02.2008, 15:50h
  • Die meisten gaben an, sie würden in keiner Bareback-Produktion mitspielen.

    Jaha! Und wer sind dann all diese Phantome die in den Barebackpornos spielen. Computeranimationen?
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#2 CarstenFfm
  • 23.02.2008, 08:37h
  • Im Porno wie im richtigen Leben:

    Wenn der Sex Safe ist, besteht kein Anlass, sich über den HIV Status der Partners zu informieren.

    Das eigentliche Problemder Branche ist das zunehmende Aufkommen von Bareback Pornos.
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#3 josefAnonym
  • 23.02.2008, 08:42h
  • ich habe einen bekannten der in den usa am set gearbeitet hat.die wissen alle von der gefahr,das geht schon mit der analdehnung los,schon da ist die verletzungsgefahr gross,und wenn man im film nicht sieht das sie pariser überstülpen wird es ohne gemacht,man kann den film so schneiden wie wenn es mit gemacht wäre.er sagt selbe. heute würde er alles anders machen,aber die macht nach dem geld war für ihn stärcker.und heute melden sich hunderte und da ist es für die bosse ein leichtes willige zu bekommen
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#4 Thom_ass1973
  • 23.02.2008, 13:47h
  • na wieso sollte es auch im Buisness anders sein wie im Privaten?!
    Ab in die Szene, Alk. und andere Drogen konsumieren und dann ab zum Sex, gleich ob Darkroom, Cruisingareas, oder die schöne blaue Welt, Sexpartner klarmachen und dann rumvögeln, wieso denn ein Gummi?!
    - Ich bin ja sauber, wenn der krank wäre, würde er es mir schon sagen ...
    - Ich bin´s ja schon, was schert mich der "Rest" ?!
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#5 handwerkerAnonym
  • 23.02.2008, 19:06h
  • @carstenffm: Hm, das aufkommen der BB-Pornos? Na dann muss es ja eine entsprechend große klientel für derlei Filme geben.

    @christoph: Nein, Computeranimationen sind es (noch) nicht, aber das kommt ganz sicher auch noch.
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#6 Peter2Anonym
  • 25.02.2008, 17:18h
  • Welchen Vorteil hätten Computer animationen? Wenn man denkt, daß die dann ohne Kommi vögeln können, dann sind doch direkt wieder die Moralapostel auf dem Plan, die sagen, daß selbst diese Animation zu bareback verleiten könne.

    Safer-Sex-Erziehung ist okay, aber diese auf alles in unserem leben auszudehen halte ich als kontrollfanatisch. Ein pornofilm ist kein Aufklärungsfilm, weder für schwulen Sex noch für Safer-Sex....dann können wir auch gleich alle Bücher mit eindeutigen schwulen Sexgeschichten umschreiben, wenn dort nicht erwähnt wird, daß natürlich ein gummi benutzt wurde.
    Und ganz ernsthaft, wer denkt, daß Pornofilme Realität sind, dem ist eh nicht zu helfen.
    Vielleicht liegt es aber auch an dem übertrieben Sicherheitsdenken in unserer gesellschaft...alles wird 100%ig abgesichert...so daß es mich nicht wundert, wenn menschen nicht mehr eigenverantwortlich und selbstrefelktiert handeln können. So lernen wir nicht mit Gefahren umzugehen. Wenn alles umzäunt wird, damit Kinder nicht irgendwo herunterfallen können, so werden sie nicht lernen, die Augen aufzumachen.....und letztlich die gefahr suchen, die so sehr verdrängt wurde......
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