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Ottawa (queer.de) - Kanadische Homo-Gruppen haben die Regelungen zum Schutzalter kritisiert und geplante Änderungen abgelehnt. Die Regierung will das Alter, in dem Jugendliche legal Sex haben können, von 14 auf 16 Jahre anheben. Anal-Sex soll weiterhin erst ab 18 Jahren möglich sein.

Richard Hudler von der Coalition for Lesbian and Gay Rights sieht das als Diskriminierung schwuler Jugendlicher an: "Mein erster Liebhaber war 17 Jahre älter als ich. Das ist normal unter Schwulen", erklärte Hudler gegenüber xtra.ca. "Heutzutage ist es nämlich noch gefährlich für junge Menschen in der Schule, sexuelle Kontakte mit Mitschülern zu knüpfen." Er nannte auch die Regelung "homophob", Anal-Sex erst ab 18 Jahren zu erlauben. Damit würden gezielt Schwule diskriminiert.

Die Änderung des Schutzalters wird von allen im Parlament vertretenen Parteien befürwortet. Sie sehen darin eine Verbesserung des Jugendschutzes. Für Jüngere soll es zudem Ausnahmeregelungen geben. Bei 14- und 15-Jährigen sollen die Partner bis zu fünf Jahre älter sein dürfen. Bei 12- bis 13-Jährigen bis zu zwei Jahre. Sex mit Unter-18-Jährigen soll zudem illegal sein, wenn ein Abhängigkeitsverhältnis ausgenutzt wird. (dk)



15 Kommentare

#1 oh gottAnonym
  • 26.02.2008, 15:28h
  • wir müssen alle unter 21 jahren vor sex schützen, denn sex ist böse und sollte auch nur verheirateten paaren erlaubt sein!
    wenigstens erlauben sie unter 14 jährigen ja vielleicht sex zu haben :-) in deutschland siehts da mit den menschenrechten von 12 und 13jährigen düster aus
    ;-)
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#2 TimAnonym
  • 26.02.2008, 16:22h
  • Ehrlich gesagt, finde ich ein Schutzalter von 16 Jahren nicht so verkehrt.

    Ich selbst wusste zwar schon mit 14 oder 15, dass ich schwul bin und konnte mich auch keinem Mitschüler anvertrauen. Aber deswegen hätte ich trotzdem keinen über 18jährigen als Sexpartner haben wollen, der meine Unerfahrenheit ausnutzt.

    Außerdem soll es ja offenbar Regelungen geben, die verhindern, dass der 15 jährige, der tatsächlich einen 18/19-jährigen Freund hat, diesen in Gefahr bringt.

    Insofern kann ich mich mit dieser Regelung durchaus anfreunden und sie ist zumindest differenzierter als die deutsche Regelung, wo bei einem Paar, wo der eine 18 ist und der andere 15, ersterer sich strafbar macht, selbst wenn sie vorher schon ein Paar waren, wo der ältere noch 17 war, wo es straffrei war.

    Die kanadische Regel wird also sogar besser als die deutsche sein.

    Das einzige, was ich nicht gutfinde, ist die Analsexregel (ab 18). Das ist tatsächlich gerade für schwule Jugendliche eine Diskriminierung, aber der Rest geht meiner Meinung nach okay.
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#3 stromboliProfil
  • 26.02.2008, 17:49hberlin
  • @tim,
    "Aber deswegen hätte ich trotzdem keinen über 18jährigen als Sexpartner haben wollen, der meine Unerfahrenheit ausnutzt."; das setzt die these der verführbarkeit voraus.
    Was heist: unerfahrenheit ? In der regel , das es zeit wird, auszuprobieren was eigentlich lockt und gefühle hervor bringt.

    Ich hab mit 12 ,keinen in meinem alter finden können, ausser in den üblichen doktorspielen, die mir MEINE sexualität hätten erklären oder widerspiegeln können. Das war dann ein erwachsener. Das denkbar spielerische erlernen seiner sexualität, setzt die unbedingte freiheit voraus, sie ausprobieren zu können! Egal welchen altersunterschied und welchen geschlechtes.
    Deshalb sollten wir erwachsenen unsere finger aus den entwicklungen der kindlich-jugendlichen sexualität rausnehmen! Lassen wir des kind-den jugendlichen selbst , ohne zwang und moral entscheiden was er will.
    Insoweit ist der jugendschutz, so wie gehandhabt, ein repressives instrument, jugendliche in regeln und vorstellungen einzufassen.
    Die schutzwürdigkeit beginnt bei der abhängigkeit und der gewalt , die erwachsene gegen kinder ausüben! Nicht bei der selbstbestimmten erkundung des lebens!
    Und: selbsbestimmung will/kann erlernt werden!
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#4 QaswaProfil
  • 26.02.2008, 18:11hBerlin
  • Angesichts der vorgesehenen "Ausnahmeregelungen" finde ich das eine absolut korrekte Lösung; ich fände es sogar ok (und persönlich noch besser), wenn bei 14- und 15-Jährigen die Partner "nur" bis zu drei, maximal vier Jahre älter sein sollten, statt der jetzt geplanten fünf Jahre.
    Von mir aus könnten sie diese Regelung auch in Deutschland einführen... (Entsetzen, Panik, Abscheu, Aufschrei usw., ich weiß.) -
    Analsex ab 18 wäre auch ok - 1) ist das keine Diskriminierung von Schwulen, weil Heteros genauso Analsex praktizieren, 2) stehen Jugendliche sowie nicht auf Analsex; das kommt (bei manchen) später... Ob für Analsex allerdings wirklich ein *gesetzlicher* Regelungsbedarf besteht, das bezweifle ich. Da kommt wahrscheinlich wieder die angelsächsische Prüderie ins Spiel...
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#5 BjörnAnonym
  • 26.02.2008, 20:31h
  • Jede staatliche Bevormundung und jeder sonstige Blödsinn wird ja heutzutage damit begründet, irgendwen schützen zu müssen.

    In Wahrheit steckt hinter Regelungen wie den kanadischen nicht nur der alte Puritanismus mit seiner Lustfeindlichkeit, sondern auch die verstaubte Vorstellung, irgend jemand, der ansonsten "tugendhaft" bliebe, könnte zu etwas Schlimmem "verführt" werden.

    In Wahrheit ist Sex immer dann nicht o.k., wenn einer der Beteiligten ihn nicht will. Dafür spielt das Alter keine Rolle, es sei denn, es geht um wirkliche Kinder. Die Grenze bei zwölf Jahren zu ziehen, wie es auch einige europäische Länder tun, ist wohl realistisch, gerade angesichts der mittlerweile recht früh einsetzenden Pubertät. Alles andere ist dann, wie gesagt, eine Frage der Freiwilligkeit.
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#6 SvenAnonym
  • 26.02.2008, 22:02h
  • Bis auf die Ausnahme Analsex, finde ich das sehr gut, weil es wirklich auch auf die Bedürfnisse eingeht.
    Ausprobieren ist ja völlig erlaubt und die wahrscheinlichkeit des Ausnutzen steigt selbstverständlich mit einem größeren Altersunterschied.

    Dies schützt Jugendlich absolut!
    1. Da Ausnutzung sehr weit ausgeschlossen wird
    2. Das (wie ein vorredner schrieb) "spielerische Ausprobieren" völlig legal ist

    Sehr gut, brauchen wir auch in Deutschland!
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#7 gerdAnonym
  • 27.02.2008, 08:27h
  • Mit der Ausnahme Analsex ab 18 Jahren statt 16 Jahren wie bei Oralsex der Fall bin ich nicht einverstanden. Warum soll Oralsex anders bewertet werden als Analsex ?

    Aber zumindest ist es keine Koppelung an die sexuelle Identität einer Person, denn das würde bei mir auf schäfsten Protest stoßen.

    Ansonsten aber bin ich durchaus mit einer Anhebung von 14 Jahren auf 16 Jahren Mindestalter einverstanden, insbesondere da es strafbefreiende Ausnahmeregelungen für annähernd gleichaltrige Menschen bis 20/21 Jahren gibt.

    Die Verschärfung finde ich gut, da ich es nicht "abkann", wenn ein 50jähriger Mann mit einem 15jährigen Mädchen Sex macht und gilt auch umgekehrt, wenn ein 50jähriger Mann mit einem 15jährigen Jungen Sex macht. Die Unerfahrenheit dieser Jugendlichen wird dort im Regelfall ausgenutzt .

    Gut hingegen finde ich aber, dass die Besonderheiten bei jungen Menschen bis 20 Jahre wiederum berücksichtigt werden, denn wenn wiederum ein 19jähriger mit einer 15 jährigen Sex hatte, finde ich das wiederum eher nachvollziehbar.

    Mich stört es einfach, wenn ältere Menschen über 40 Jahre mit einer/einem 14-jährigen Jugendlichen Sex haben, da ist der Altersabstand viel zu hoch. 16 Jahre halte ich da eher als Mindestalter für richtig.
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#8 HANDWERKER/ANTIFAAnonym
#9 stromboliProfil
  • 27.02.2008, 13:54hberlin
  • @gerd, ich glaube verstanden zu haben , was du meinst: "Mich stört es einfach, wenn ältere Menschen über 40 Jahre mit einer/einem 14-jährigen Jugendlichen Sex haben, da ist der Altersabstand viel zu hoch. 16 Jahre halte ich da eher als Mindestalter für richtig. "
    Grundsätzlich halte ich allzu großen unterschied jeglicher art für schwierig. Und dauerende beziehungen speißen sich aus den gemeinsamen interessen.
    Aber ich hatte , bis zu meinem ca. 35.geburtsjahr immer ältere feste beziehungen; also so um 10-15 jahre. Gleichzeitig hatte ich , parallel immer lose beziehungen zu gleichaltrigen und jüngeren.
    Ich habe an den älteren immer deren zeitgeist und kunstverständnis geschätzt, gleichzeitig konnte ich meine "aufmüpfigkeit" an ihnen testen. Das ist sehr pragmatisch, weil es den horizont erweitert.
    In umkehrung habe ich die jüngeren erlebt als die , die wissen suchten!
    Gewiss: mit einem jungen hüpfer ins bett zu gehen, wenn das welke fleich sich der erdanziehungskraft unterwirft, ist ästhetich
    ein grenzfall, dem ich mich heutzutage nicht mehr unterziehe und den jüngeren nicht dazu bringe!
    Aber da läuft halt auch die grenzlinie unserer wahrnehmungen: was können, wollen wir den uns nachkommneden vermitteln: Da stehen wir in der pflicht wie auch die heten mit eigenbau. Und es ist auch nicht eine frage der adoption oder sexuellen verfügbarkeit; es ist eine frage der selbstakzeptanz die weitergegeben sein will und muß!
    Witzigerweise liegt da die angst der konservativen: das wir unser leben als anstrebares und sich vollendendes darstellen können; die perfekte "verführung"!

    Meine hatte mit 12 angefangen. Nicht weil ich entjungfert wurde in dem alter ( zudem noch nicht mal von dieser person) , sondern weil ich das glück hatte, einen kennen zu lernen, der über dem sex stand , mich aber einführen konnte und mir erstes vertrauen gab. Lektionen die heute noch wirken! Etwas, was ein ungefähr gleichaltriger auf keinen fall kann.
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#10 HandwerkerAnonym
  • 27.02.2008, 16:25h
  • Mich stört dieses ganze rumgeeiere insgesamt! Ist es nicht ein fortschritt in die richtige richtung gewesen, das schutzalter auf ein vernünftiges maß abzusenken, so wie in D auf 16 Jahre? Selbstbestimmt entdecken, was man oder frau möchte, darum geht es doch.

    Im Gegenzug ist in den meisten US-Bundesstaaten ein Schutzalter von 18 gegeben - wieso werden dort dann dauernd 15/16jährige schwanger und werden dann auch noch von religiösen fanatikern zum austragen gezwungen?
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