Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8363

Wieder Gay & Lesbian Travel Pavilion auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) vom 5. bis 9. März in Berlin.

Von Carsten Weidemann

Der neue Trend bei Homo-Reisen sind immer mehr rein schwul-lesbische Angebote, die auch Heteros offen stehen. In der Branche spricht man von "straight-friendly" oder "hetero-friendly". Dieser Trend spiegelt sich auch bei den Ausstellern des Gay & Lesbian Travel Pavilions bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin vom 5. bis 9. März 2008 wider.

"Neben schwulen und lesbischen Kreuzfahrten, sehen wir eine deutliche Zunahme an Hotels und Resorts in der ganzen Welt, die nicht nur gay-friendly sind, sondern sich ganz besonders auf schwule Gäste konzentrieren. Heteros dürfen dort meist auch übernachten. Das Zauberwort heißt straight-friendly", sagt Robert Kastl, Geschäftsführer der Publicom GmbH, die den Pavilion seit Jahren organisiert.

Auch Destinationen, die schon seit langem als "gay-friendly" gelten, setzen vermehrt auf explizit schwul-lesbische Events, die selbstverständlich auch Heteros offen stehen. Dazu zählen etwa Sportevents wie die Eurogames (Barcelona 08), Outgames (Kopenhagen 09) und Gay Games (Köln 10) sowie der gesamteuropäische CSD EuroPride (Stockholm 08). "Die Angebotspalette wird insgesamt vielfältiger und innerhalb der schwul-lesbischen Reiseangebote bilden sich immer mehr unterschiedliche Nischen aus", sagt Kastl.

Die gut 5,8 Millionen Schwulen und Lesben in Deutschland stellen etwa sieben Prozent der Gesamtbevölkerung, geben aber über 20 Milliarden Euro für Reisen aus und generieren somit mehr als 15 Prozent des im Tourismus gemachten Umsatzes. Das ist das Ergebnis der umfassendsten bisher durchgeführten Umfrage, die im letzten Jahr das Reiseverhalten von Schwulen und Lesben in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersuchte. "Der schwul-lesbische Reisemarkt wächst derzeit recht stark und immer mehr Unternehmen umwerben die Zielgruppe aktiv. Kaum eine Destination, die nicht spezielle Broschüren und Informationen für schwul-lesbische Gäste bereithält". sagt Kastl.

Zu den Ausstellern auf dem Gay & Lesbian Travel Pavilion gehören in diesem Jahr neben zahlreichen Hotels und Medien auch Turisme de Barcelona, Berlin Tourismus Marketing GmbH, KölnTourismus GmbH, Stockholm Vistors Board und Wien Tourismus. Im vergangenen Jahr wurde der Homo-Gemeinschaftsstand im Rahmen des offiziellen "Best Exhibitor Award" der ITB in der Kategorie Privatbesucher mit Bronze ausgezeichnet und belegte damit unter 11.000 Ausstellern den dritten Platz. Die ITB ist die größte Tourismusmesse der Welt.

Gay & Lesbian Travel Pavilion, Übergangshalle 12/13, ITB Berlin, 5.-9. März
2008 (Fachbesucher 5.-7. März 2008), Messe Berlin


27. Februar 2008



#1 DanielAnonym
  • 27.02.2008, 17:49h
  • diese Infotüten gingen die letzten Male immer weg wie warme Semmeln. nur schade war das Heteros bevorzugt wurden bei der Vergabe ...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 seb1983
  • 27.02.2008, 19:32h
  • Als Fremdenverkerhsgeograph für mich natürlich ein sehr interessantes Thema das in der aktuellen Forschung leider so rein gar nicht beachtet wird.

    Die Entwicklung stimmt aber, sich auf bestimmte Zielgruppen zu konzentrieren (Familien, Singles oder Schwule) ohne aber andere Gruppen auszuschließen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SaschaAnonym
  • 03.03.2008, 18:49h
  • Leider wird bei dieser Sicht der Dinge aber vergessen, wer in dieser Gesellschaft wen ausgrenzt...

    Daher sollten exklusive Angebote für Homosexuelle auch weiterhin ihren angemessenen Platz haben, denn diskriminierte Gruppen haben Anspruch auf ihre eigenen Räume in dieser Gesellschaft.

    Ich stehe ganz offen dazu, dass ich es ab und zu sehr genieße, ausschließlich in Gegenwart von Menschen bzw. Männern (!) zu sein, die meine sexuelle Orientierung teilen, und ganz ohne Heteros, die sich schließlich überall und immer mit ihrer Identität in Szene setzen - warum also ausgerechnet da, wo ich als Homo-Mann mit anderen Homo-Männern Spaß haben will???
  • Antworten » | Direktlink »
#4 antosAnonym
  • 10.03.2008, 19:47h
  • @ Daniel

    Ich war jetzt das achte Mal beruflich sämtliche Messetage auf der ITB - dass diese Tragetaschen bevorzugt an Heteros ausgegeben werden ist mir allerdings noch nie aufgefallen. Die Taschen werden an jeden verteilt, der danach grabscht - und Abgreifer gibts an den Endkundentagen genug. Die Taschen sind jedenfalls zuerst einmal ein prima Werbemittel qua Größe und Farbe - die Worte "Gay" und "Lesbian" werden dauernd durch alle Hallen getragen, das ist doch schon mal was. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die allermeisten Menschen gar nicht verstehen, was da auf den Tüten steht...

    Beim Stichwort hetero-friendly halte ich es mit Sascha: Heteros müssen nicht immer überall sein! Besonders geärgert hat mich der Clubabend im angeblich angesagten Berliner "Bangaloo", ausgerichtet u.a. vom Gay & Lesbian Travel Pavillon. Zu Beginn war das eine überschauliche Veranstaltung mit Schwulen und Lesben, je später der Abend, desto mehr Heteropaare [die erkennt man am lächerlichen Händchenhalten als Zeichen dafür, dass man in dieser Umgebung zwar unglaublich cool, aber umhimmelswillen nicht schwul ist] und ganzen Hetengruppen. Sehr ätzend, wenn man sich auf einen netten schwul-lesbischen Abend freut. [Ich darf aber eigentlich gar nicht meckern - ich hatte auch so einen dieser Style-Heteros dabei, die mal Homos gucken wollen].
  • Antworten » | Direktlink »
#5 antosAnonym
  • 15.03.2008, 15:10h
  • ...und wenn hier der charmante, ähm, reifere, Herr im schwarzen Anzug mitliest, der mir auf seinem Weg zur Bar so bezaubernd zugezwinkert hat, darf er sich ruhig mal melden!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 antosAnonym
#7 madridEUAnonym
  • 15.03.2008, 16:58h
  • @antos: Ja, himmlisch das Video, was Du verlinkt hast. Köstlicher Gag, (freiwillig oder ungewollt ?), wo die Flamenco-Rassige ihren hochgesteckten Kamm (peineta) aus der Perücke schleudert. Der etwas reifere Herr kann ich übrigens nicht gewesen sein, weil ich keine Anzüge trage und immer gleich zur Sache komme, sobald die Jungs mal Interesse zeigen. Zwinkern tu ich da nie vorher !
  • Antworten » | Direktlink »