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New York (queer.de) - Amerikanische Blogger und Homo-Aktivisten fordern einen Reiseboykott der Karibikinsel Jamaika, weil Schwule dort unter den Augen der Behörden zusammengeschlagen und gelyncht werden. Diese Woche erst sorgte ein Artikel in der "New York Times" für Schlagzeilen, in dem ausführlich über Gewaltakten gegen Homosexuelle berichtet wurde. So hätte ein Mob erst vor kurzem eine Kirche gestürmt, in der die Trauerfeier für einen verstorbenen Schwulen abgehalten wurde. Männer, die für homosexuell gehalten werden, sind in Jamaika oft Ziel von Anschlägen, bei denen nicht selten Messer oder Macheten eingesetzt werden.

Einschnitte im Tourismus könnten die Insel hart treffen. So besuchen jährlich mehr als drei Millionen Menschen Jamaika, eine Millionen davon aus den USA. Die Einnahmen aus den Besuchern belaufen sich auf 2,1 Milliarden Dollar. (cw)

In Deutschland ruft die schwul-lesbische Agentur Communigayte zum Boykott auf. Protestschreiben gegen die homophobe Politik auf der Insel können an folgende Adressen gerichtet werden:

Jamaica Tourist Board
c/o Fast Forward-Marketing
Schwarzbachstrasse 32
40822 Mettmann

Embassy of Jamaica
Schmargendorfer Straße 32
12159 Berlin



Jamaika: 91 Prozent sehen Homosexualität als Straftat an

Auf Jamaika gibt es nur wenige Menschen, die Schwule nicht verfolgen wollen: Laut einer Umfrage der Zeitung "Gleaner" sprechen sich 91 Prozent der Bevölkerung für die Fortsetzung der Verfolgung von männlichen Homosexuellen aus.

10 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 29.02.2008, 09:35h
  • Jamaika, wenn man so liest, ist eine Insel voller, wilder und Kaputter. Stimmt!!!!! Mein Partner und ich sind bestimmt keine
    Schwupp- Schwestern. Dennoch bekamen wir auf Jamaika, weil wir den gleichen Nachnamen haben, im Hotel so "dezente"Fragen, wie...." Verzeihung....sind sie Brüder" gestellt.
    Das Personal an der Poolbar bediente uns gleich gar nicht. Fazit. Tolle Insel, geile Umgebung..........leider jedoch von einer Horde von Intolleranten und Gehirnamputierten.......WILDEN bevölkert.

    NIEWIEDER JAMAIKA!!!!!! ICH SCHLIEßE MICH DEM BOYKOTT AN.
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#2 MariusAnonym
  • 29.02.2008, 15:46h
  • Na endlich!!

    Das ist schon lange überfällig!!

    Solche hasserfüllten Menschen verstehen weder Argumente noch Fakten. Die verstehen nur die Sprache des Geldes! Und nur so kann man wirklich was ändern!!

    Sie finden Schwule abartig und wollen sie alle tot sehen. Gut, dann wollen sie ja sicher auch nicht unser Geld und sollten es auch nicht bekommen...

    Wir sollten viel mehr Boykotte nutzen, z.B. auch bei einigen inländischen Konzernen. Wenn wir da alle an einem Strang ziehen würden, könnten wir soviel mehr ändern und auch schneller ändern...
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#3 schweigerAnonym
  • 01.03.2008, 12:24h
  • wie ignorant und dumm muss man sein, um als schwuler in jamaika urlaub zu machen, sich dann zu wundern und dann Boykott mit Ausrufezeichen rufen. Vielleicht sollte man sich vor seinem Strand- und Poolurlaub ein wenig politisch bilden.
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#4 RabaukeAnonym
  • 01.03.2008, 13:21h
  • @Schweiger

    "Vielleicht" sollte man aber auch vor dem tippen von unüberlegten Zeilen, etwas weiter "Oben" ansetzen. Sichergestellt ist in Deinem hier vorliegenden Fall jedoch nicht,
    ob es dieses "Oben" auch gibt!

    oder anders. Ich meine, Du sollst es ja auch verstehen:

    "Vor dem Kehlkopf, kommt immer zuerst der Kopf."
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#5 MariusAnonym
  • 03.03.2008, 12:44h
  • @schweiger:

    Naja, einerseits hast Du Recht, dass man in Homohasserstaaten erst gar nicht Urlaub machen sollte und die auch ohne "offiziellen" Boykott persönlich boykottieren sollte.

    Aber so oder so ist der Ruf nach Boykott vollkommen gerechtfertigt. Egal, ob man die Situation aus den Medien oder durch eigenes Erleben kennt.
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#6 handwerkerAnonym
#7 oh gottAnonym
  • 04.03.2008, 00:51h
  • so einfältig kenn ich rabauke gar nicht ;-)
    da hat er ja die chance vertan zum boykott :-)
    und den barbaren mal schön viel geld dagelassen
    das weiß man doch wirklich schon seit langer zeit, dass die da so rückständig sind
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#8 gerdAnonym
  • 09.03.2008, 14:20h
  • Es sollte sowieso eine Liste der Inselstaaten geben, die auf eine Blackliste kommen und unter Reisboykott fallen, Massgeblich wäre das Kritierium, ob in diesen Inselstaaten Homosexualität strafbar ist: wenn dann auf TUI und die grossen Tourismusmessen in Europa, usw. Druck ausgeübt wird, ließe sich in diesen Inselstaaten eine Änderung erreichen, um eine Legalisierung zu erreichen. Insbesondere bei de Pazifik- und Karibikinselstaaten wäre dies ein guter Weg:

    Auf die Negativliste gehörten auf jeden Fall die Inselstaaten

    Karibik: Jamaica, Barbados, Antigua und Barbuda, Grenada, Trinidad und Tobago, St. Vincent und die Grenadinen, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia
    Pazifik:Kiribati, Nauru, Niue, Palau, Papua-Neuguniea, Salomonen, Tokelau, Tonga, Tuvalu
    Indischer Ozean: Malediven

    Wie wäre es mit den Transparenten zu den Trauminseln Malediven auf Tourismusmessen in Berlin, usw. , wenn dort für das "Paradies" geworben wird ?

    Über die Tourismusschiene liesse sich viel bei kleinen Inselstaaten bewegen.
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#9 fabianAnonym
  • 14.03.2008, 09:51h
  • JAMAICA "GLÄNZT" NICHT NUR MIT HOMOPHOBIE!!

    Ich (60, Normalerscheinung!!!) habe im Dezember 04 / Januar 05 im Mietwagen eine Rundreise auf Jamaica gemacht. Ich bin weissgott viel in der Welt herumgekommen, aber ich habe noch kein einziges Land erlebt, in dem einem in Hotels, Restaurants, Läden und auf der Strasse eine derartige geballte Unfreundlichkeit, Aversion (manchmal hatte ich das Gefühl von "Hass") entgegenschlägt (dabei mag ich Schwarze... ob Männer oder Frauen, gleich welcher Altersklasse). Dabei habe ich Kingston - vor der Stadt wird jeder Tourist DRINGEND gewarnt - gar nicht erst angesteuert.

    ALLE Hotels und ALLE Strände waren zu dieser Hauptreisezeit nahezu menschenLEER, dass ich in grossen Hotels nachts richtig Schiss kriegte. Insofern glaube ich auch die im Artikel genannten Touristenzahlen nicht, es sei denn man zählt die tausenden Halbtagesbesucher mit, die für drei Stunden aus den riesigen Kreuzfahrtschiffen aussteigen.

    Die Armut und Arbeitslosigkeit in Jamaica ist - für jedermann sichtbar - ERSCHRECKEND und in Folge dessen wird man in extrem aufdringlicher Form an jeder Ecke angemacht, angebettelt und "angewixt". Selbst der Autovermieter (Progessive Car Rentals bzw. Payless Car Rental in Montego Bay) versuchte mich - im wahrsten Sinne des Wortes - zu bescheissen.

    Nebenbei: Selbst die wichtigen grossen Verbindungsstrassen sind nur eine Aneinanderreihung von schüsselgrossen Löchern. Und Jamaicaner fahren in ihrer Mehrzahl - WIE ARME IRRE!

    Deshalb - und nicht allein wegen der Progromstimmung gegen Schwule - MACHT KEINEN SCHRITT AUF JAMAICA! Es sei denn, ihr wollt den besonderen Todesangst-Kick erleben und habt bereits euer Testament gemacht!
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#10 DragonwWarriorAnonym
  • 14.03.2008, 10:32h
  • also ich war - allerdings 1998 - auf kuramati, einer malediveninsel... ganz offen sichtbar mit meinem damaligen partner...

    das war ÜBERHAUPT kein problem und wir wurde genauso freundlich behandelt, wie alle anderen auch - nebenbei waren wir noch nicht mal das einzige schwule paar...

    gab es denn da vorfälle in letzter zeit, oder ist das jetzt eine sippenhaft, weil vielleicht noch irgendwelche paragraphen aus kolonialzeiten in gesetzbüchern stehen, die nicht mehr angewandt werden?

    denn dann sollten auch einige US-bundesstaaten auf die liste!!
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